Ein beeindruckender Tag!
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Die Fahrt nach Jerusalem ging nur bergauf. Während unser Hotel am „Toten Meer“ am tiefsten Punkt der Erde liegt, ca. 430 m unter dem Meeresspiegl, liegt Jerusalem 800 m über dem Meeresspiegel. Der Weg führt durch die Wüste Juda, vorbei an Beduinenlagern, durch moderne Vororte, bis auf den Ölberg. Von dort hat man einen fantastischen Ausblick auf das Kidrontal, die Stadt Davids und den Tempelberg. Eine Stadt voller Zeugnisse einer jahrtausende alten Geschichte Gottes mit seinem Volk. Natürlich konnten wir an einem Tag nicht die ganze Stadt besichtigen. Wir haben uns also auf Schwerpunkte konzentriert. Vom Ölberg aus fuhren wir nach YadVaschem. Der Holocaust Gedächtnisstätte. Auf dem riesigen Gelände konnten wir aus zeitlichen Gründen nur einen kleinen Teil sehen. Unser Weg führte uns durch die Halle der Kinder., ein absolut dunkler Raum, einige Kerzen brennen, durch eine spezielle Spiegeltechnik wird der Eindruck erweckt als sehe man tausende Kerzen. Es werden die Namen der Kinder vorgelesen, und ihr Heimatort. Es soll an 1,5 Millionen ermordeter Kinder erinnert werden. Sie durften keine Zukunft haben. Dann gingen wir in die Hauphalle des Geländes, in der auch ausländische Staatsgäste der ermordeten Juden gedenken, wie z.B. Bundespräsident Richard von Weizsäcker oder Bundekanzlerin Angela Merkel sowie der Papst Johannes Paul der II. Auf dem Boden der Halle sind die Namen der Konzentrationslager geschrieben, ebenso wird dort noch Asche aus den Verbrennungsöfen der KZs aufbewahrt.
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Welch große Schuld hat unser Volk doch auf sich geladen. Der Begriff der „Gnade der späten Geburt“ wird angesichts des großen Leids, eine leere Worthülse. Oder sind wir etwa unschuldig am Tod Christi, nur weil wir damals nicht dabei waren?. Daran ändert auch die Allee der Helden nichts, Menschen gewidmet die Juden geholfen haben, wie z.B. Oskar Spindler oder Raoul Wallenberg.
Unser Weg führte uns dann zum Schrein des Buches. Dort werden die Schriftrollen von Qumran aufbewahrt. Aus Anlaß des 60-jährigen Jahrestages der Gründung des Staates Israel hatten wir die Gelegenheit die original Jesaja-Rolle zu sehen, die in Qumran gefunden wurde. Dies war natürlich gerade für mich sehr bewegend, weil ich doch alte Bücher so liebe.
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Dann sahen wir noch eine Modell von Jerusalem im Maßstab 1:50, so wie es zur Zeit Jesu gewesen ist. Man konnte sehr gut den Kreuzesweg, die Schädelstätte, den Palast des Herodes, sowie den Tempel sehen, wie er mal war, und den Teil der heute die Klagemauer genannt wird.
Nach einem Mittagessen in der Altstadt fuhren wir zum Gartengrab, der Stelle wo Jesus nach der Kreuzigung begraben wurde. Es war natürlich eine leeres Grab. Hier feierten wir dann zusammen Abendmahl. Es war eine sehr bewegende Zeit. Zum Abschluss fuhren wir dann noch zur Klagemauer. Das war sehr bewegend, Ich habe noch nie so viele Waffen auf einmal gesehen. Es wurden dort die neuen Soldaten und Soldatinnen vereidigt. Dort war richtige Volksfeststimmung. Es ist schon ein Unterschied, wenn junge Menschen bereit sind ihr Leben für ihr Land hinzugeben,
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als froh zu sein sich erfolgreich gedrückt zu haben. Ich hatte auch die Gelegenheit mit einem orthodoxen Juden zu sprechen, der vor vielen Jahren aus den Niederlanden nach Israel gekommen war. Am Ende sprachen wir uns gegenseitig den Segen Gottes zu.
Als es dunkel wurde machten wir uns auf den Weg zurück zu unserem Hotel in „Ein Bokek“ am „Toten Meer“ .
Und Morgen nach En Gedi.
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