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Was sagt uns das?

Was haben folgende siebenundzwanzig, jungen Menschen, die im Jahr 2010 in Deutschland zu Tode gekommenen sind, gemeinsam?

Selma (15.1.2010)
Nalan S. (21.1.2010)
Khatera (29.1.2010)
Gülhan (12.2.2010)
Amal Jaafar (24.2.2010)
Döndü S. (15.3.2010)
Yalda (15.3.2010)
Anna (25.3.2010)
Zora (29.3.2010)
Tanja (12.4.2010)
Gönül (13.4.2010)
Funda (5.5.2010)
Ali (11.5.2010)
Cevide Secen (14.5.2010)
Margarethe (9.6.2010)
Sara (27.6.2010)
Gülsen (29.6.2010)
Ivona (10.9.2010)
Filis (26.10.2010)
Ghassan Al-D.
Iris (11.11.2010)
Indira H. (15.11.2010)
Meral K. (27.11.2010)
Laura Valanciute (29.11.2010)
Andrés Livera (29.11.2010)
Filiz Y. (1.12.2010)
Janine (18.12.2010)

Richtig, sie alle wurden Opfer von Ehrenmorden. Ehrenmorde werden aus Gründen der “Wiederherstellung der Ehre” begangen, nicht wegen der Zugehörigkeit zu einer bestimmten religiösen, ethnischen oder nationalen Gruppe.

Die Geschichte von Laura Valanciute und Andrés Olivera ist folgende:

Laura Valanciute und Andrés Olivera
geboren: 1981 und 1976
erschossen: 29. November 2010
Wohnort: Köln
Herkunft: Opfer: Litauen und Chile; Täter: Türkei
Kinder: der Täter hat 4 Töchter
Täter: ihr Ex-Geliebter Mustafa Tilki (zur Tat 41 J.)

Mustafa lebt in Köln mit Frau und vier Kindern, die er wohl misshandelt. Jahrelang hat der türkisch-kurdische Wachmann eine Geliebte namens Laura. Mit der gebürtigen Litauerin lebt er wie mit einer Zweitfrau. Er übernachtet bei ihr. Nachbarn halten die beiden für ein normales Paar. Als er auch sie schlägt, trennt sie sich Ende 2009.

Am 25. November 2010 geht Laura zur Polizei, weil sie von ihrem Ex-Freund verfolgt und bedroht wird. Sie zeigt ihn wegen gefährlicher Körperverletzung an und beantragt eine Verfügung nach dem Gewaltschutzgesetz. Mustafa darf sich ihr nicht mehr nähern.

Doch noch am selben Abend fängt er seine Ex-Freundin ab, als sie von ihrer Arbeit in einer Sportagentur kommt. Sie wird (vermutlich weil sie Angst hat) begleitet von ihrem Arbeitskollegen Andrés, einem 34jährigen Hockeytrainer mit chilenischer Familie. Dieser alarmiert die Polizei. Die Beamten führen eine Gefährderansprache durch, erteilen einen Platzverweis und erstellen eine weitere Anzeige.

Vier Tage später wartet Mustafa erneut vor der Firma. Mit sieben Schüssen erschießt er seine Ex-Freundin und ihren Arbeitskollegen. Einige Kopfschüsse werden wie bei einer Hinrichtung aus nächster Nähe abgegeben. Der Täter flüchtet, es heißt, nach Frankreich, um von dort nach Nordafrika zu gelangen. In die Türkei kann er nicht, weil er dort den Wehrdienst verweigert hat.

Mustafas Ehefrau und die vier Kinder werden aus der Wohnung der Familie geholt und in Sicherheit gebracht. Man könne nicht ausschließen, so die Polizei, dass der Täter zurückkommt und ein weiteres Blutbad anrichtet.

(Quelle ist dem Autor bekannt)

Diese Geschichte zeigt, das es nicht nur eine Euro-, Finanz-und Wirtschaftskrise in unserem Land gibt, sondern noch eine viel tiefer gehende Gesellschaftskrise. Einfache Antworten gibt es hier sicher nicht. Sicher aber ist, es kann alles noch viel schlimmer werden, wenn wir, vor allem wir Christen, nicht bereit sind für unser Land in den Riss zu treten.
Wenn dann mein Volk, über das mein Name genannt ist, sich demütigt, dass sie beten und mein Angesicht suchen und sich von ihren bösen Wegen bekehren, so will ich vom Himmel her hören und ihre Sünde vergeben und ihr Land heilen. 2.Chr.

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Autor: Achim

Hallo, ich heiße Achim, von Beruf Druckereikaufmann und seit längerer Zeit auch Blogger. Aber nicht von Beruf, sondern nur aus Spaß. Mein Lieblingsthema ist "Christsein so wie es Jesus gemeint hat." Ich hoffe Dir hat dieser Artikel gefallen. Über Dein Feedback würde ich mich riesig freuen ;-)
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