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	<title>3TageZeit &#187; Mammon</title>
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	<description>Triduum Sacrum</description>
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		<title>Sperrmüll&gt;Luxus</title>
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		<pubDate>Fri, 29 May 2009 11:37:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mammon]]></category>
		<category><![CDATA[Luxus]]></category>
		<category><![CDATA[Schnickschnak]]></category>
		<category><![CDATA[Sperrmüll]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist Luxus? Eltern verstehen nicht, warum ihre Kleinkinder die unmöglichsten Dinge &#8211; Schnickschnack &#8211; unermüdlich sammeln und als ihre grössten Schätze liebevoll hüten, obwohl sie selbst jahrelang kleine Papierfetzen (Briefmarken) mit grösster Liebe ablegen. Was ist Luxus? Es gibt &#8230; <a href="http://www.3tagezeit.de/2009/05/sperrmullluxus/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2009/05/luxus.png" class="liimagelink" rel="lightbox[498]"><img class="alignnone size-full wp-image-499" title="luxus" src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2009/05/luxus.png" alt="luxus" width="499" height="127" /></a></p>
<h3>Was ist Luxus?</h3>
<p>Eltern verstehen nicht, warum ihre Kleinkinder die unmöglichsten Dinge &#8211; Schnickschnack &#8211; unermüdlich sammeln und als ihre grössten Schätze liebevoll hüten, obwohl sie selbst jahrelang kleine Papierfetzen (Briefmarken) mit grösster Liebe ablegen.</p>
<p><span id="more-498"></span></p>
<h3>Was ist Luxus?</h3>
<p>Es gibt reiche Menschen, die ein Zimmer mit Fenster für das Kindermädchen für Luxus halten und gleichzeitig ein Haus mit vier Zimmern pro Familienmitglied als Existenzminimum sehen. Im Mittelalter baute jede Stadt so viele Kirchen, dass das gesamte Volk zehnmal Platz gehabt hätte, während die modernen Kirchenfürsten die Kirchen für so überflüssig halten, dass sie diese verkaufen, um sie als Nachtlokale nutzen zu lassen. Auf der in Basel zu Ende gegangenen Weltmesse für Uhren und Schmuck «BASELWORLD» konnten die Besucher Uhren kaufen, die so viel kosten wie ein Einfamilienhaus, auch wenn sie selbst kaum in der Lage sind, wache Zeit im eigenen Haus mit der Familie zu verbringen.</p>
<h3>Was ist Luxus?</h3>
<p>Luxus ist ein lateinisches Wort und bedeutet Verschwendung, Liederlichkeit oder auch üppige Fruchtbarkeit (so gesehen wird die statistische Erkenntnis, dass das grösste Armutsrisiko in der Schweiz die eigenen Kinder sind, ins Gegenteil verkehrt). Die Definition, was Luxus ist, ist immer subjektiv und willkürlich. Was gestern noch Luxus war, z.B. ein Auto, mit dem der Bauer über Feld und Wiesen fahren kann, ist morgen schon eine Notwendigkeit, z.B. für die Mutter, welche die Kinder in die Nahe gelegene Schule bringen muss. Was als Luxus betrachtet wird, hängt stark von kulturellen und ethischen Standards, der sozialen Stellung des Urteilenden und nicht zuletzt auch von der wirtschaftlichen und technischen Entwicklung ab. Auffällig ambivalent ist die aktuelle Entwicklung. Die Werbung betont offen und häufig den Luxus-Charakter bestimmter Produkte, um möglichst viele zu verkaufen, wodurch diese Produkte das generische Merkmal eines Luxusgutes &#8211; die Knappheit &#8211; verlieren. Was Luxus ist und wie er bewertet wird unterliegt einem sozialen Wandel. Im antiken Rom zum Beispiel war Luxus zeitweise verpönt und entsprechend wurde das Konsumverhalten der Bürger genau reguliert. Frauen galten damals als «ungezähmte Kreaturen» mit «unkontrollierbarem Verlangen». Darum schrieb das Anti-Luxus Gesetz (Lex Oppia) aus dem Jahr 215 v. Chr. unter anderem vor, dass keine Frau mehr als ein Dutzend Paar Schuhe &#8211; Entschuldigung, das ist natürlich ein Freud‘scher Verschreiber &#8211; mehr als eine Unze Gold besitzen dürfe.</p>
<p>Und jetzt die gute Nachricht für die «Normalos»: Die grösste Schwierigkeiten, Luxus zu geniessen, haben die Superreichen. Sie haben so viel Überfluss, dass sie ständig am meckern und zutiefst unzufrieden sind, weil er sie nicht mehr zu entzücken vermag. Eines der tröstlichen Merkmale des Überflusses ist, dass er sich nur dann luxuriös anfühlt, wenn er uns nicht ständig umgibt.</p>
<h3>Was ist Sperrmüll?</h3>
<p>Zum Sperrmüll zählen sperrige Haushalts-Gegenstände, die wegen ihrer Grösse oder Beschaffenheit nicht in die zugelassenen Abfallbehälter passen und daher nicht mit dem Hausmüll in einer Mülltonne entsorgt werden können. An bestimmten Tagen, wenn Sperrmüll-Abfuhr ist, erinnern manche Ortsteile an die Slums der Dritten Welt.</p>
<p>Selbst die Stadtreinigung ist manchmal von der Sperrmüll-Menge völlig überfordert und schaffte es nicht, die Abfallberge weg zu transportieren. Gemessen am Abfall scheinen die Menschen eine unfassbare Menge an Überflüssigem, Austauschbarem, Unnötigem und damit &#8211; im Sinne der Definition &#8211; Luxuriösem zu haben, mit dem sie liederlich umgehen. Das Leben scheint mit Gütern vermüllt zu sein, die vor allem dann ein positives Lebensgefühl auslösen, wenn sie kostenlos entsorgt werden können.</p>
<p>Es ist ein Zeichen unserer Zeit, dass der Wunsch, Dinge zu besitzen, die ein ganzes Leben halten und durch ihr Alter sogar noch wertvoller werden, nicht mehr opportun ist &#8211; gerade auch in der aktuellen Wirtschaftskrise. Weniger Überflüssiges zu konsumieren wäre das genaue Gegenteil von dem, was die Obrigkeit von uns in diesen Krisentagen fordert und durch billiges Geld fördert: Konsum! Wer nicht kauft schadet der Wirtschaft, so lautet das Credo der aktuellen Wirtschafts(krisen)politik.</p>
<h3>Anregung und Tips</h3>
<p>In unseren Überflussgesellschaften haben wir immer mehr Dinge und immer weniger Zeit, weil uns die Dinge beschäftigen. Wir müssen sie auswählen, kaufen, arrangieren, pflegen, reparieren und entsorgen. In diesem Sinne bedeutet Luxus auch eine Verschwendung von bzw. ein liederlicher Umgang mit (Lebens-) Zeit. Sie werden sofort mehr Zeit haben, wenn Sie sich von Dingen trennen, die Sie nicht brauchen. Vielleicht hilft Ihnen bei der Selektion die ebenso einfache wie nüchterne biblische Erkenntnis: „Wir haben nichts in die Welt mitgebracht, und wir können auch nichts aus ihr mitnehmen“ (1. Timotheus 6,6).</p>
<p>Achten Sie beim Kauf von Dingen darauf, dass diese dauerhaft halten und Ihnen nicht (Lebens-) Zeit stehlen, weil sie unnütz oder unnötig sind und Sie sie immer wieder reparieren oder ersetzen müssen. Vielleicht hilft bei dieser Selektion der Gedanke: Hätten meine Erben bei diesen Gütern auch noch Freude oder auch noch einen Nutzen wenn ich schon mit leeren Händen gegangen bin?</p>
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		<title>Die Geschichte von den ungleichen Zwillingen</title>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2009 18:20:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mammon]]></category>
		<category><![CDATA[Jammern]]></category>
		<category><![CDATA[Zwillinge]]></category>

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		<description><![CDATA[Es waren einmal Zwillinge, die glichen sich äusserlich wie ein Ei dem anderen. Ansonsten waren sie aber total verschieden. Wenn es dem einen zu heiss war, war es dem anderen zu kalt. Wenn der eine sagte: &#8220;Die Musik ist zu &#8230; <a href="http://www.3tagezeit.de/2009/05/die-geschichte-von-den-ungleichen-zwillingen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2009/05/1242237462-zwillinge.png" class="liimagelink" rel="lightbox[483]"><img class="alignnone size-full wp-image-459" title="danke" src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2009/05/1242237462-zwillinge.png" alt="danke" width="499" height="127" /></a><br />
</p>
<p>Es waren einmal Zwillinge, die glichen sich äusserlich wie ein Ei dem anderen. Ansonsten waren sie aber total verschieden. Wenn es dem einen zu heiss war, war es dem anderen zu kalt. Wenn der eine sagte: &#8220;Die Musik ist zu laut&#8221;, wollte der andere die Musik noch lauter. Und der auffälligste Unterschied zwischen den beiden war, dass der eine optimistisch und zuversichtlich war, während der andere schlecht gelaunt und pessimistisch war.<br />
Als sie nun eines Tages Geburtstag hatten, wagte der Vater der Zwillinge ein Experiment: </p>
<p><span id="more-483"></span><br />
Am Vorabend des Geburtstages, sobald die Zwillinge eingeschlafen waren, füllte er das Zimmer des Pessimisten mit den schönsten Geschenken: Spielzeug, Sportartikel, technische Geräte und vieles mehr. Dem Optimisten aber legte er nur einen stinkenden Haufen Pferdeäpfel ins Zimmer. Am nächsten Morgen schaute der Vater ganz gespannt zuerst ins Zimmer des Pessimisten. Er fand ihn laut klagend am Boden sitzen, inmitten der wundervollen Geschenke. &#8220;Warum weinst du denn?&#8221; fragte der Vater. &#8220;Erstens, weil meine Freunde neidisch sein werden, zweitens, weil ich die ganzen Gebrauchsanleitungen lesen muss, bevor ich mit den Geschenken etwas anfangen kann, drittens, weil ich für die meisten dieser Spielsachen ständig neue Batterien brauchen werde und viertens, weil im Lauf der Zeit bestimmt ein paar von den Spielsachen kaputtgehen werden!&#8221; Darauf ging der Vater in das Zimmer des optimistischen Zwillings. Dieser hüpfte vor Freude um die Pferdeäpfel herum. &#8220;Warum bist du denn so fröhlich?&#8221; fragte der Vater. &#8220;Ganz einfach&#8221;, antwortete dieser &#8220;weil irgendwo im Haus ein Pony sein muss!&#8221;</p>
<h3>Geld allein macht nicht unglücklich </h3>
<p>Eine schöne Geschichte, die meine These stützt, dass Geld allein nicht unglücklich macht, und dass wir um glücklich zu werden, nicht v.a. Geld, sondern eine bestimmte Lebenshaltung brauchen.<br />
Jammern, klagen, hadern, sich über Dinge aufregen, die man nicht ändern kann … wir alle machen das, das liegt uns im Blut. Besonders gern jammern Menschen in Geldangelegenheiten: Zu wenig um zu leben, zu viel um zu sterben! Und natürlich wird gerade in den heutigen Tagen der Finanzkrise rund ums Geld viel gejammert und geklagt. Die schlechte Nachricht ist: Wenn wir jammern, verfestigen wir damit das, worüber wir uns aufregen. Hier gilt das so genannte «Gesetz der Anziehung», gemäss wir mehr von dem bekommen, womit wir uns in Gedanken beschäftigen.<br />
Jammern hat natürlich auch etwas Positives. Wir lassen Druck ab und verschaffen uns Beachtung und Zuwendung. Und sich gemeinsam über etwas aufzuregen, das verbindet. Deswegen funktionieren Stammtische so gut. Aber ändert man durch Jammern etwas zum Besseren? Leider nicht, denn durch Jammern zementieren wir meistens nur die Überzeugung, arm, macht-, hilflos und ein Opfer zu sein.</p>
<p>Der amerikanische Pfarrer Will Bowen schlug seiner Gemeinde eine Art Spiel vor. Er brachte seinen Gemeindemitgliedern kleine, lilafarbene Armbänder mit und bat sie um Folgendes:</p>
<ol>
<li>Tragen Sie bitte das Armband am linken oder rechten Handgelenk.
</li>
<li>Jedes Mal, wenn Sie sich dabei erwischen, wie Sie gerade jammern, jemanden kritisieren oder über andere lästern, bewegen Sie das Armband ans andere Handgelenk (wortlos in Gedanken jammern ist erlaubt, denn die Gedanken sind frei!). </li>
<li>Wenn Sie jemand anderen mit einem lila Armband dabei beobachten, wie dieser jammert, lästert oder sich beschwert, dann machen Sie denjenigen darauf aufmerksam, dass er sein Armband wechseln muss. ABER: Sie selbst müssen Ihr Armband dann auch wechseln.</li>
<li>Machen Sie das Ganze so lange, bis Sie Ihr Armband für 21 Tage nicht wechseln mussten (für die meisten Menschen dauert das zwischen 4 und 10 Monaten).</li>
</ol>
<p>Die Leute in seiner Gemeinde waren zuerst skeptisch, liessen sich aber darauf ein und sagten nach ein paar Wochen,</p>
<ul>
<li>dass sie optimistischer und glücklicher sind, </li>
<li>dass sie mehr Spass am Leben haben,</li>
<li>dass sich ihre Beziehungen zu ihrer Familie und Freunden verbessert haben </li>
<li>dass sich ihre Gesundheit deutlich verbessert hat. </li>
</ul>
<p>Und alles nur, weil sie sich weniger beklagen. Das Band am Handgelenk empfinden sie als sehr hilfreich. Es dient als Erinnerungs-hilfe, aber viel wichtiger dient es auch dazu, sich selbst nicht zu verurteilen. Denn wenn man sich selbst beim Jammern erwischt, dann jammert man nicht mit sich selbst, sondern wechselt ohne viel Aufhebens einfach nur das Band ans andere Handgelenk.<br />
Aus diesem Experiment entstand in den USA dann eine richtige Bewegung und mit Hilfe von Spenden und zahlreichen Freiwilligen hat Will Bowen mittlerweile fast sechs Millionen Armbänder in alle Welt geschickt und man trifft überall in den USA und auch schon in Europa immer mehr Menschen, die ein lilafarbenes Armband tragen (www.acomplaintfreeworld.org &#8211; dort können Sie übrigens auch kostenlos Ihr Armband anfordern).</p>
<h3>Anregungen</h3>
<p>Hier noch ein paar zusätzliche Ideen, um in unserer „jammervollen“ Zeit, glücklicher zu werden:</p>
<ul>
<li>Damit Sie unterscheiden können zwischen konstruktiver Kritik und destruktivem Jammern hilft Ihnen folgende Frage, die Sie sich in Zukunft vor dem Jammern stellen könnten: Wie wahrscheinlich ist es, dass ich durch meine Jammerei etwas zum Besseren verändere? Wenn die Wahrscheinlichkeit nicht hoch ist, dann sollten Sie es vielleicht lieber lassen und die Energie positiv nutzen: mit jeder Stunde, in der Sie verzichten, über Dinge zu jammern, gewinnen Sie 60 Minuten, sie zu ändern. </li>
<li>Klagen Sie den Menschen nicht zu viel vor, sondern reservieren Sie sich das angestrebte Mass an Mitleid für Ihre ärgsten Leiden. </li>
<li>Klagen Sie Gott mehr vor. Ob Sie dabei auf die Knie gehen, die Hände zum Himmel heben, laut brüllen oder in Gedanken reden ist völlig egal. Wichtiger ist die Erkenntnis, dass Gott der richtige Adressat für unsere Klagen ist, weil er etwas ändern kann; oder wie es der Psalmschreiber formuliert: „Ich aber will zu Gott rufen und der HERR wird mir helfen. Abends und morgens und mittags will ich klagen und heulen; so wird er meine Stimme hören.“ </li>
</ul>
<p><a href="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2009/05/contemplation-c2bb-die-geschichte-von-den-ungleichen-zwillingen-c2bb-print.pdf" class="lipdf">PDF-Download</a></p>
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		<title>Osterlachen</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Apr 2009 20:20:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mammon]]></category>
		<category><![CDATA[geld]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Lachen]]></category>
		<category><![CDATA[Ostern]]></category>

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		<description><![CDATA[«Der Morgen danach» Wie geht es Ihnen? «Am Morgen danach» gibt es ja meist nicht viel zu lachen. Aber vielleicht waren auch Ihre Ostertage gar nicht lustig? Das kann gut sein, denn über Ostern ist vieles was Spass macht von &#8230; <a href="http://www.3tagezeit.de/2009/04/osterlachen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2009/04/lachen.png" class="liimagelink" rel="lightbox[443]"><img class="alignnone size-full wp-image-444" title="lachen" src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2009/04/lachen.png" alt="lachen" width="499" height="127" /></a></p>
<h3>«Der Morgen danach»</h3>
<p>Wie geht es Ihnen? «Am Morgen danach» gibt es ja meist nicht viel zu lachen. Aber vielleicht waren auch Ihre Ostertage gar nicht lustig? Das kann gut sein, denn über Ostern ist vieles was Spass macht von (Alt)Gesetzes wegen verboten z.B. „öffentliches Tanzen, Kegeln und Pokern“ sowie „Darbietungen von Musikwerken nicht ernsthaften Charakters“. Solche Gesetze stammen aus früheren Jahrhunderten, als die Feiertage noch einen religiösen Gehalt hatten und nicht einfach nur Freitage waren. Heute sind diese Vorstellungen überholt und müssten &#8211; aus Gründen der Volksgesundheit &#8211; durch ein Völlereigesetz ersetzt werden, angesichts der der Schoko-Osterhasen im Format von Känguruhs, der Pralinen-Eier nach dem Vorbild von Straussen-Eiern und den unzähligen anderen Schleckereien, die nach Ostern schwer im Magen liegen.</p>
<p><span id="more-443"></span></p>
<h3>Deshalb diesmal ein &#8220;Gesundheitstip&#8221;</h3>
<p>Lachen Sie mehr! Nichts ist gesünder, als sich ab und zu krank zu lachen. Lachen kostet nichts und macht nachweislich glücklich. Es gibt vielfältige positive Einflüsse des Lachens auf den Körper: das Immunsystem wird aktiviert, der Stoffwechsel angeregt, die Durchblutung von Herz und Lunge verbessert, die Stresshormone Adrenalin und Kortisol abgebaut, der Blutdruck und der Blutzuckerspiegel gesenkt, die Muskulatur entspannt, die Durchblutung intensiviert, das Schmerzempfinden reduziert, die Konzentration gefördert und Ängste abgebaut. Und natürlich steigt dabei auch die gute Laune. Lachen ist ein absoluter Stresskiller. Die hierbei entstehenden Endorphine sind erfolgreiche Gegenspieler der krank machenden Stresshormone. Und Lachen beansprucht mehr Muskeln als Joggen (nämlich 240) und hilft damit, die Osterkalorien &#8211; auf lustigere Art &#8211; wieder los zu werden.</p>
<h3>Osterlachen</h3>
<p>Gerade in der Osterzeit haben wir viel zu lachen. Osterlachen wurde der Brauch genannt, in der Oster-Predigt die Gottesdienstbesucher zum Lachen zu bringen. Vom 14. Jahrhundert an wurde zu Ostern in der Kirche lauthals gelacht. Dabei trieben es die Prediger manchmal recht bunt. Sie erzählten nicht nur harmlose Scherze und Schmunzelgeschichten, sondern machten die Kanzel auch zur Bühne, wo sie ihr komödiantisches Talent voll auslebten. Grimassen schneidend, Haare raufend, Zunge zeigend, mit Händen und Füssen gestikulierend gaben sie den Sieg Christi über Hölle, Tod und Teufel wie einen Bauernschwank zum Besten. Das Kirchenvolk brüllte vor Lachen, klopfte sich auf die Schenkel und rief nach Zugaben. Welch Gegröle und Gekreische im Gotteshaus; welch eine überströmende Freude: Christus ist aufer-standen, der Teufel hat nichts mehr zu lachen und die Erlösten können sich vor Lachen kaum mehr halten! Als Protestantismus und Aufklärung mehr Ernst einforderten, verstummte das Gelächter wieder. Aber noch 1906 soll in Reischach, Landkreis Altötting, ein Pfarrer mit Witzen und Anekdoten bei der Osterpredigt die ganze Kirche zum Lachen gebracht haben. Er war</p>
<p>mutmasslich der letzte, der die mittelalterliche Tradition pflegte. Nichtsdestotrotz rund 100 Jahre später mein Tip nach der Osterzeit an euch: Lachet mehr! Wer lacht, spürt Lebenslust und ist sich der Osterbotschaft bewusst, die im Tod Jesu am Kreuz die Erlösung der Menschen von den Sünden und in der Aufer-stehung Jesu den Sieg des Lebens über den Tod verheisst. Wenn das kein Grund zum Lachen ist! Im übrigen, wer einen Platz im Himmel hat, hat auf Erden gut lachen.</p>
<h3>Und nun viel Spass beim Lachen &#8211; und einem glücklichen Leben, mit, trotz oder ohne Geld.</h3>
<blockquote><p>Ein Pfarrer konsultiert einen Psychiater. Dieser fragt ihn unter anderem: „Reden Sie im Schlaf?“ &#8211; „Nein“, antwortet der Pfarrer. „Ich rede nur, wenn andere schlafen.“</p></blockquote>
<blockquote><p>„Mich stört es nicht, wenn jemand während meiner Predigt auf die Uhr schaut“, sagt der Pfarrer. „Schlimmer ist es nur, wenn jemand sie schüttelt, um zu sehen, ob sie stehen geblieben ist.“</p></blockquote>
<blockquote><p>Ein Prediger predigt lange, sehr lange. Plötzlich steht einer der Zuhörer auf und geht. Der Prediger fragt: „Wo gehen Sie hin?“ &#8211; „Zum Frisör“, antwortet der Gefragte. Ruft der Prediger hinterher: „Warum sind Sie denn nicht vorher gegangen?“ Erwidert der Zuhörer: „Da war’s noch nicht nötig.“</p></blockquote>
<blockquote><p>Ein Rabbi ärgert sich darüber, dass viele der Gläubigen ohne Käppi in die Synagoge kommen. Also schreibt er an den Eingang: „Das Betreten der Synagoge ohne Kopfbedeckung ist ein dem Ehebruch vergleichbares Vergehen.“ Am nächsten Tag steht darunter: „Hab ich probiert. Kein Vergleich!“</p></blockquote>
<blockquote><p>Ein Katholik, ein Protestant und ein Rabbi unterhalten sich, wann das Leben eigentlich anfängt. Der Katholik sagt: „Bei der Zeugung natürlich.“ &#8211; „Nein, erst bei der Geburt“, sagt der Protestant. Daraufhin der Rabbi: „Wenn das letzte Kind aus dem Haus geht und den Hund mitnimmt, dann fängt das richtige Leben an!“.</p></blockquote>
<blockquote><p>Ein katholischer Pfarrer und ein jüdischer Rabbiner sitzen bei einem Festessen nebeneinander. Fragt der Pfarrer: „Wann werden Sie endlich so tolerant sein und von diesem köstlichen Schweinebraten essen?“ Antwort des Rabbiner: „Bei Ihrer Hochzeit, Hochwürden.“</p></blockquote>
<blockquote><p>„Am nächsten Sonntag möchte ich über die Ehrlichkeit predigen“ erklärt der Pfarrer von der Kanzel herunter. „Zur Vorbereitung des Themas bitte ich die Gemeinde, das Kapitel 22 des Johannesevangeliums zu lesen.“ Eine Woche später steht der Pfarrer wieder auf der Kanzel. Er fragt: „Wer hat Johannes 22 gelesen?“ Viele Hände gehen hoch. „Das Johannesevangelium hat leider nur 21 Kapitel“, sagt der Pfarrer „und jetzt zu meiner Predigt über Ehrlichkeit.“</p></blockquote>
<blockquote><p>Ein 85 Jahre alter Mann kommt in einer Amsterdamer Sprachenschule um Hebräisch zu lernen. „Finden Sie nicht, dass es etwas spät ist?“ &#8211; „Wenn ich meinem Schöpfer gegenüber stehe, möchte ich in seiner Sprache mit ihm sprechen können.“ &#8211; „Und wenn Sie in die Hölle kommen?“ &#8211; „Ein wenig Deutsch kann doch jeder …“</p></blockquote>
<p>Buchempfehlung: Arno Backhaus „Lieber Lachfalten als Tränensäcke“; Brendow Verlag</p>
<p>Hier noch das passende Hintergrundbild für Ihren Bildschirm:</p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2009/04/smilies_1600x1200.jpeg" class="liimagelink" rel="lightbox[443]"><img class="size-medium wp-image-445 aligncenter" title="smilies_1600x1200" src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2009/04/smilies_1600x1200-300x225.jpg" alt="smilies_1600x1200" width="300" height="225" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2009/04/smilies_1600x1200.jpeg" class="liinternal" rel="lightbox[443]">download</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2009/04/contemplation-c2bb-osterlachen-c2bb-print.pdf" class="lipdf">PDF-Download</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Hochmut kommt nach dem Beifall und vor dem Fall.</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Apr 2009 13:53:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mammon]]></category>
		<category><![CDATA[Gier]]></category>
		<category><![CDATA[Mammon; Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Reich]]></category>

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		<description><![CDATA[In dem Züricher Nobellokal Kronenhalle wurde mit dem Besteck aufs Geschirr geklopft und gebuht, und einige einflussreiche Gäste forderten ein Lokalverbot für die Person, welche gerade das Lokal betreten hatte. Was war im Oktober 2008 geschehen? Die besagte Person bis &#8230; <a href="http://www.3tagezeit.de/2009/04/hochmut-kommt-nach-dem-beifall-und-vor-dem-fall/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2009/04/beifall.png" class="liimagelink" rel="lightbox[398]"><img class="alignnone size-full wp-image-399" title="beifall" src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2009/04/beifall.png" alt="beifall" width="499" height="127" /></a></p>
<p>In dem Züricher Nobellokal Kronenhalle wurde mit dem Besteck aufs Geschirr geklopft und gebuht, und einige einflussreiche Gäste forderten ein Lokalverbot für die Person, welche gerade das Lokal betreten hatte. Was war im Oktober 2008 geschehen?</p>
<p><span id="more-398"></span></p>
<p>Die besagte Person bis zu diesem Zeitpunkt, wenn sie in Zürich war, fast jeden Abend in der Kronenhalle. Ein Herr am Nachbartisch konnte sich einmal folgende Bemerkung hörbar nicht verkneifen: „Der Mann hat Nerven! 40 Milliarden in den Sand gesetzt, und sitzt hier, als wäre nichts geschehen.“ Das dachten sich wohl einige der gutsituierten Gäste, die alle viel Geld verloren hatten und die den Ex-Bankier missmutig beobachteten. Auffallend: Marcel Ospel, der sonst gern dem Whisky zuspricht, trank keinen Tropfen Alkohol, nur Mineralwasser. Der Beobachter: „Wahrscheinlich Medikamente.“ Tranquilizer gegen den Stress? Zigaretten rauchte er viele. Früher gefeiert als erfolgreichster Schweizer Banker, danach geächtet mit einem Lokalverbot.</p>
<h3>Möchten Sie reich sein?</h3>
<p>Träumen Sie auch, wie Millionen von Menschen, reich zu sein? Stellen Sie sich hin und wieder vor, was sie mit dem vielen Geld alles machen würden? Nun, ich kann Sie beruhigen, es besteht keine Gefahr, dass Sie reich werden – und einmal so enden, wie Herr Ospel oder wie der frühere Deutsche Post-Chef Klaus Zumwinkel, der soeben zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren und einer Million Euro Strafe wegen Steuerhinterziehung verurteilt wurde und nun ebenfalls gesellschaftlich geächtet wird.</p>
<p>Ein Blick in die Biographien derjenigen, die durch Arbeit (und nicht durch Vererbung) reich wurden zeigt, dass diese Menschen besessen sind vom Geldverdienen. Nur Menschen, für die das Geld und alles was damit verbunden ist (Ansehen, Macht, Sex …) das Wichtigste im Leben ist, haben eine reelle Chance reich zu werden – oder im Gefängnis zu landen. Nur wer vom Gedanken besessen ist, reich zu werden, ist bereit 18 statt acht Stunden am Tag zu arbeiten, auf jeglichen Luxus zu verzichten, um das Geld horten und investieren zu können, und alles zu unternehmen, um in einem Geschäft richtig erfolgreich zu werden – egal was es an Zeit und Energie kostet.</p>
<p>Wir alle sind immer mal wieder konfrontiert mit der Frage, was bin ich bereit zu opfern für meine Arbeit und das Geld: wie viel Zeit für mich und meine Liebsten, wie viel meiner ausserberuflichen Aktivitäten und meiner Gesundheit, wie viel meiner Werte und meiner Selbstachtung,? Die meisten, die es durch Arbeit geschafft haben reich zu werden, waren bereit, grosse Opfer zu bringen und einen sehr hohen Preis zu bezahlen. Das Problem ist: ob es sich gelohnt hat, zeigt sich erst am Ende des Lebens, wie die beiden oben dargestellten Beispiele sehr deutlich zeigen.</p>
<h3>Schnell reich?</h3>
<p>Reich zu werden kostet nicht nur viel, sondern dauert auch lange. Es gibt keinen schnellen Weg zum Reichtum, auch wenn der Blick ins Fernsehprogramm mit all denn „Schnell-Millionär“ oder „Schnell-Star“ Sendungen etwas anderes vorgaukelt. Das mussten in den letzten Monaten sehr viele Menschen, die durch Investition und Spekulation schnell reich werden wollten, schmerzhaft lernen. Es ist schon ein sehr erstaunliches Bild, wenn sich z.B. ein Chirurg darüber beschwert, dass er 100‘000 Franken, die doch eigentlich für die Privatschule der Kinder vorgesehen waren, an der Börse verloren hat. Ein solcher Arzt würde sich wohl niemals von einem Medizinstudenten im ersten Semester dabei raten lassen, wie er einen Darmverschluss zu operieren hat; aber dem Tipp eines Kollegen, eine Journalisten, eines Taxifahrers oder eines Junior Anlageberaters folgt er. Und er wäre entsetzt, wenn ein Anlageberater anfangen würde, Menschen aufzuschneiden. Dennoch finden er und seinesgleichen es aber keineswegs gleich schockierend, wenn sie selbst Geld investieren in einem Bereich, in dem sie keine Ausbildung und keine Erfahrung haben. Wer ahnungslos mit den Haifischen schwimmt, muss sich nicht wundern, wenn er statt reich blutend raus kommt.</p>
<p>Es gibt Akteure an den Börsen, die es besser wissen müssten, und denen wir darum in der Regel unser Geld anvertrauen bzw. anvertrauen müssen (weil wir keine Wahl haben!): Pensionskassenmanager. Um so mehr können wir uns nur wundern, wenn wir in diesen Tagen lesen, wie viele Milliarden diese „Profis“ verloren haben: Seit Mitte Juli 2007 haben die Vorsorgeeinrichtungen in der Schweiz über 30 Milliarden Franken verloren. Der Anteil der Kassen mit einer Unterdeckung dürfte laut Experten per Ende 2008 auf gegen 50 % angestiegen sein. Nimmt man den BVG-Index aus dem Jahr 2005, so liegen die Verluste zwischen 11,5% und 31%. Dies beweist: Wissen und Erfahrungen allein genügen nicht, um reich zu werden bzw. zu bleiben. Es braucht noch eine starke persönliche Betroffenheit und mächtige Treiber wie z.B. Gier, Angst und Neid. Ohne diese ist niemand bereit, all die Opfer auf sich zu nehmen, um reich zu werden bzw. zu bleiben.</p>
<h3>Tip</h3>
<p>Mein Rat an dieser Stelle lautet nicht, gieriger, ängstlicher und neidischer zu werden, sondern sich die Mittelschicht als Ziel zu setzen. Mittelschicht?! Wie langweilig und spiessig, werden Sie denken. Die Mittelschicht ist doch am aussterben. Lassen Sie sich nicht beirren. Die Mittelschicht ist die grösste soziale Gruppe in unseren Breitengraden. Und in der Mittelschicht können Sie sehr zufrieden und wohlständig leben – sicher besser als in der – heute so geächteten und nur mit vielen Opfern zu erreichenden Oberschicht (Kapitalisten) oder der zunehmend in die Armut abrutschenden Unterschicht (Proletarier). Das Leben in der Mittelschicht beinhaltet einerseits genug Annehmlichkeiten, die uns motivieren uns ausreichend anzustrengen, um nicht abzurutschen. Andererseits ist es in der Mittelschicht nicht so unangenehm, als dass wir gezwungen sind, um jeden Preis reich zu werden.</p>
<p>In diesem Sinne verhalten wir uns sehr rational, wenn wir uns zur Mittelschicht bekennen. Wenn Sie sich diese Erkenntnis immer mal wieder in Erinnerung rufen, werden sie zufriedener und glücklicher. Sie können sich immer wieder sagen:</p>
<blockquote><p>„Plage dich nicht damit ab, reich zu werden; du weisst es doch besser! Denn ehe du dich&#8217;s versiehst, hat dein Reichtum Flügel bekommen und entschwindet deinen Augen wie ein Adler, der zum Himmel aufsteigt“ (Sprüche 23,7).</p></blockquote>
<p><em>Autor Dr. Thomas Giudici</em></p>
<p><em><a href="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2009/04/contemplation-c2bb-hochmut-kommt-nach-dem-beifall-und-vor-dem-fall-c2bb-print.pdf" class="lipdf">PDF-Download</a><br />
</em></p>
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		<title>Prognosen</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 12:29:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mammon]]></category>
		<category><![CDATA[geld]]></category>
		<category><![CDATA[jesus]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieses Thema könnte locker zum Jahresthema 2009 deklariert werden. Jedenfalls hören sich alle Prognosen danach an. Die Bibelstelle dreht sich definitiv um die Jahreslosung 2009 gefunden bei menschjesus]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2009/01/losung.png" class="liimagelink" rel="lightbox[349]"><img class="alignnone size-full wp-image-350" title="Jahreslosung 2009" src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2009/01/losung.png" alt="Jahreslosung 2009" width="499" height="127" /></a></p>
<p>Dieses Thema könnte locker zum Jahresthema 2009 deklariert werden. Jedenfalls hören sich alle Prognosen danach an. Die Bibelstelle dreht sich definitiv um die Jahreslosung 2009</p>
<p><a href="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2009/01/menschjesus-33-anlageberater.gif" class="liimagelink" rel="lightbox[349]"><img class="alignnone size-medium wp-image-351" title="menschjesus-33-anlageberater" src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2009/01/menschjesus-33-anlageberater-300x215.gif" alt="menschjesus-33-anlageberater" width="300" height="215" /></a></p>
<p>gefunden bei <a href="http://www.menschjesus.de" target="_blank" class="liexternal">menschjesus</a></p>
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		<title>Aus der Traum</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jan 2009 11:52:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mammon]]></category>
		<category><![CDATA[geld]]></category>

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		<description><![CDATA[  Dubai meldet Milliardenverluste und stellt den Bau des höchsten Gebäudes (1 km) ein. Aus dem modernen Turmbau zu Babel wird also erstmal nichts. Die Deutsche Bank meldet rund 5 Milliarden Verlust für das 4. Quartal 2008, und der Herr &#8230; <a href="http://www.3tagezeit.de/2009/01/aus-der-traum/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2009/01/traum.png" class="liimagelink" rel="lightbox[345]"><img class="size-full wp-image-346 alignnone" title="traum" src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2009/01/traum.png" alt="traum" width="499" height="127" /></a></p>
<p> </p>
<p>Dubai meldet Milliardenverluste und stellt den Bau des höchsten Gebäudes (1 km) ein. Aus dem modernen Turmbau zu Babel wird also erstmal nichts.</p>
<p>Die Deutsche Bank meldet rund 5 Milliarden Verlust für das 4. Quartal 2008, und der Herr Ackermann erleidet einen Kreislaufkollaps, denn mit soviel &#8220;Peanuts&#8221; hatte er doch nicht gerechnet.</p>
<p><span id="more-345"></span></p>
<p>Die deutsche Bundesregierung beschließt eine 50 Milliarden Konjunkturpaket, damit es nicht so schlimm wird mit der Krise. Die Regierung macht also 50 Milliarden neue Schulden, die dann dem Steuerzahler in Rechnung gestellt werden. So macht man aus der Krise eine Chance.</p>
<h3>Aber </h3>
<p>haben wir wirklich eine Krise? Oder erleben wir den Untergang des kapitalistischen Systems? Stehen am Anfang einer neuen Zeit?</p>
<p>Als vor rund 20 Jahren die Sowjetunion auseinander brach, sprach man auch vom Ende des Kommunismus. Niemand hätte geglaubt das es einmal eine neues starkes Russland geben würde, das in der Lage ist halb Europa frieren zu lassen. Dabei geht es nicht einmal nur um Geld, sondern um eine Stärkung und Demonstration des neuen oströmischen Imperiums unter dem neuen &#8220;Zar Putin&#8221; Auch die neue Stärke der russisch-orthodoxen Kirche ist dafür eine Beispiel. </p>
<p>Möglicherweise gehen wir auch auf ein neues Europa zu, das nicht nur von Geld, Börse und Banken bestimmt wird. sondern von neuen, alten Werten? Das der neue amerikanische Präsident hierzulande fast wie ein Messias gefeiert wird, deutet auch bei uns auf eine Vakuum hin.</p>
<p>Amerika wird sich grundlegend verändern, da wird es auch in Europa kein &#8220;weiter so&#8221; geben.</p>
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		<title>Spenden-Neurose</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jan 2009 19:09:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mammon]]></category>
		<category><![CDATA[geld]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>

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		<description><![CDATA[Fromme Fußballer geraten in die Defensive Fußball-Profis wie Marcelo Bordon, Ze Roberto und Lucio wollen im Namen Gottes Gutes tun. Doch ihr soziales Engagement ist in Verruf geraten: Ihnen wird vorgeworfen, Mannschaftskollegen zu bedrängen. Vor zwei Jahren untersagte die Fifa &#8230; <a href="http://www.3tagezeit.de/2009/01/spenden-neurose/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><strong><span style="color: #ff0000;">Fromme Fußballer geraten in die Defensive</span></strong></h3>
<p><a href="http://www.welt.de/sport/fussball/article2920217/Fromme-Fussballer-geraten-in-die-Defensive.html" target="_blank" class="liimagelink"><img src="http://www.welt.de/multimedia/archive/00724/bordon_DW_Sport_Ham_724206g.jpg" alt="" width="384" height="256" /></a></p>
<p>Fußball-Profis wie Marcelo Bordon, Ze Roberto und Lucio wollen im Namen Gottes Gutes tun. Doch ihr soziales Engagement ist in Verruf geraten: Ihnen wird vorgeworfen, Mannschaftskollegen zu bedrängen. Vor zwei Jahren untersagte die Fifa religiöse Botschaften im Stadion – doch die Christen unterlaufen das Verbot.</p>
<p><span id="more-275"></span></p>
<p>Der Brasilianer Marcelo Bordon könnte aus gutem Grund ein sozial engagierter Mensch genannt werden. Er spendet Geld für Hilfsprojekte und besucht an Wochenenden Jugendtreffs in Problemvierteln. Mit der Autorität des Kapitäns von Schalke 04 ermahnt der Abwehrrecke dort die Jugendlichen. Seine Botschaft: Es ist nicht cool, andere zu schlagen. Es ist cool, Opfern von Gewalttaten zu helfen.</p>
<p>Atheistenverbände und manche Medien sehen in dem Fußballprofi mit dem melancholischen Blick allerdings den Kopf einer antiaufklärerischen Verschwörung. Demzufolge würden gläubige Kicker aus Lateinamerika von eifernden Freikirchen nach Deutschland geschickt, um die Menschen zu einem radikalen Jesus-Glauben zu bekehren. Und das Schlimmste an dieser frommen Unterwanderung des Fußballs sei – ihr Erfolg.</p>
<p>Zumindest die letzte Feststellung dürfte stimmen. Seit in den 90er-Jahren die ersten gläubigen Spieler aus Brasilien in die Bundesliga kamen, hat sich hierzulande eine bis dahin unbekannte Liaison von Fußball und Frömmigkeit entfaltet. Bei acht Bundesligaklubs wurden Bibel- und Gebetskreise gegründet. Und rund 70 Fußballspieler und -trainer der beiden höchsten Ligen haben sich in dem Netzwerk „Saints of Football“ zusammengeschlossen, um sich gegenseitig im Glauben zu bestärken und ihr Gottvertrauen unter die Leute zu bringen. So produzierten die selbst ernannten Fußballheiligen ein Dutzend Bücher und Filme. In Interviews betonen sie ihre Hinwendung zu Gott und ihre Dankbarkeit. Organisiert wird das Netzwerk von dem persischstämmigen Kabarettisten und Filmemacher David Kadel, der als Jugendlicher selbst zum Glauben fand, weil sein Idol – Bayern-Star Jorghino – den gegnerischen Kapitänen Bibeln schenkte.</p>
<p>In dem Netzwerk gibt es inzwischen genauso viele Deutsche wie Brasilianer: von Hertha-Kapitän Arne Friedrich („Jesus macht mich stark“) bis hin zu Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp („Ich fühle mich geborgen in Gott“). Und die fromme Fußballprominenz ist nicht nur multinational, sondern glänzt auch mit ökumenischer Weite. So verbinden sich bei den „Saints of Football“ Evangelikale aller Art (Ze Roberto und Lucio) mit evangelischen Landeskirchlern (Jürgen Klopp), Katholiken (Markus Merk) und Mormonen (Schalke-Manager Andreas Müller).</p>
<p>Kritiker argwöhnen, die Sportler würden allzu eifrig für ihr Netzwerk werben und Mannschaftskollegen bedrängen. Auf Schalke hielten sich Gerüchte über Auseinandersetzungen mit Frank Rost und Ailton, die Bordon zu engagiert habe überzeugen wollen. Bordon selbst spricht lieber von „einem gewaltigen Projekt zur Steigerung der Lebensqualität“. Denn: Ob Todesfälle, Krebsdiagnose oder Karriere-Aus – meist sind es Lebenskrisen, die Fußballmillionäre zu Gott finden lassen.</p>
<p>In Verruf geriet auch das soziale Engagement der Gläubigen. Ihre Spendenbereitschaft wurde von Medien wie dem Magazin „Der Spiegel“ zu einer Art Neurose erklärt: Angeblich wollten sich pfingstlerische Christen wie Bordon durch ihre Spenden „das Heil erkaufen“. Sie führen ein Zehntel ihres Einkommens an die Kirche ab.</p>
<p><strong>ASAMOAH FINANZIERT HERZOPERATIONEN</strong></p>
<p>Bordon beharrt dagegen, dass er nur aus Gnade, nicht aus Spendenfreude von Gott geliebt werde. Und der Bund Deutscher Pfingstgemeinden beteuert, in der hiesigen Pfingstbewegung seien Lehren vom Erkaufen des Heils unbekannt. Von allzu argwöhnischen Kritikern wird obendrein unterschlagen, welchen Nutzen die Spendenaktionen der frommen Kicker haben. So gründete Schalke-Stürmer Gerald Asamoah eine Stiftung für herzkranke Kinder und bezahlt regelmäßig teure Herzoperationen. Bordon finanziert Lebensunterhalt und Ausbildung für mehr als 175 Straßenkinder aus Brasilien.</p>
<p>Werden Spenden, Spendenaufrufe und Benefizauftritte der „Saints of Football“ addiert, dürften die Sportler mehrere Millionen Euro pro Jahr gegen Armut und Leid einsetzen. Außerdem erschöpft sich ihr Engagement nicht in finanziellen Gaben. Stuttgarts Stürmer Cacau besucht wie Bordon persönlich Jugendtreffs, und die Fußballfrommen stoßen erstaunliche Diskussionen an – zum Beispiel um die Religionsfreiheit. So demonstrierten sie bis 2007 Spieltag für Spieltag, dass Gläubige ihre Überzeugungen ungern aufgeben, nur weil sie den Fußballplatz betreten – erst recht nicht, wenn es dort etwas zu feiern gibt. Und deshalb dankten sie nach Toren und Siegen stets ihrer höchsten Instanz: Gott. Sie lüfteten ihre Trikots und zeigten darunter T-Shirts mit Schriftzügen wie „Jesus ist der Herr“ oder „Gott sei gedankt!“. Doch während die beiden großen Kirchen die Bekenntnisfreude der Stars immer lauter als vorbildlich rühmten, beendete der internationale Fußballverband Fifa vor zwei Jahren diese Form des Glaubensbekenntnisses – und verbot religiöse Botschaften im Stadion. Bei Zuwiderhandlung drohen Geldstrafe und Spielverbot.</p>
<p><strong>BORDON MIT TATTOO AUF DEM RÜCKEN</strong></p>
<p>Aber christliche Ballsportler sind trotzig. Cacau, Ze Roberto &amp; Co. murren seither immer wieder, es sei schizophren, vor und nach dem Spiel Jesus für das Wichtigste im Leben zu halten, aber auf dem Platz zum Neutrum zu mutieren. Und: Selbstverständlich unterlaufen sie das Verbot. Marcelo Bordon zum Beispiel ließ sich „Jesus ist meine Kraft“ auf den Rücken tätowieren. Nach dem Spiel wirft er nun sein Trikot ins Publikum und zeigt auf seinen beschrifteten Rücken.</p>
<p>Andere Stars rebellierten ähnlich robust und ließen sich Albrecht Dürers „Betende Hände“ als Tätowierung stechen. Ob die Kicker wissen, dass sie damit für eine offensive Auslegung des Menschenrechts auf Religionsfreiheit plädieren? Dass sogar im Europaparlament über die Einschränkung ihrer Freiheit gestritten wird? Wer weiß. Jedenfalls bringen sie weit mehr in Bewegung als nur Fußbälle.</p>
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		<title>Der Mann, der die Welt in die Knie zwang!</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Dec 2008 18:05:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mammon]]></category>
		<category><![CDATA[geld]]></category>
		<category><![CDATA[König]]></category>

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		<description><![CDATA[  Ein erschütternder Bericht! Richard Fuld führte Lehman Brothers, als befinde er sich im Krieg. Jahrelang ging das gut. Dann legte er die größte Firmenpleite der Geschichte hin – jenes Ereignis, das die Weltwirtschaft in die schwere Krise stürzte. Der &#8230; <a href="http://www.3tagezeit.de/2008/12/der-mann-der-die-welt-in-die-knie-zwang/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2008/12/lehmann.png" class="liimagelink" rel="lightbox[256]"><img class="size-full wp-image-257 alignnone" title="Der Mann, der die Welt in die Knie zwang" src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2008/12/lehmann.png" alt="Der Mann, der die Welt in die Knie zwang" width="499" height="127" /></a></p>
<p> </p>
<h3>Ein erschütternder Bericht!</h3>
<p>Richard Fuld führte Lehman Brothers, als befinde er sich im Krieg. Jahrelang ging das gut. Dann legte er die größte Firmenpleite der Geschichte hin – jenes Ereignis, das die Weltwirtschaft in die schwere Krise stürzte. Der Bericht zeigt, was aus Menschen wird die sich aus Habgier und Machtgeilheit, dem Mammon verschreiben. Erst machen sie aus ihren Mitarbeitern Arbeitssklaven, dann stürzen sie sich und tausende anderer Menschen ins Unglück. Es zeigt das Mammon einer jener falschen Götter ist, vor denen Jesus ausdrücklich warnt. &#8220;Ihr könnt nicht zwei Herren dienen, Gott und dem Mammon&#8221;. </p>
<p>Damals zur Zeit Jesu Geburt, war es nicht anders. Es gab in Rom einen Gott-Kaiser, der Befahl das alle Welt sich schätzen ließe, damit er seinen Reichtum und seine Macht feststellen konnte. In Israel gab es einen König, der keinen neuen König dulden wollte, und vorsichtshalber alle neugeborenen Kinder töten ließ. Aber der neue König Jesus kam trotzdem, und seitdem ist alles anders. Ihm ist gegeben alle Gewalt und Macht auf Himmel und Erden für alle Zeit. </p>
<p>Und es gibt ein riesiges Netzwerk mit weltweit vielen Millionen Kindern Gottes, es gibt sie in den Slums von Kalkutta ebenso wie in den reichen westlichen Ländern wie in Deutschland oder der Schweiz. Sie sind frei von den Gesetzen des Mammons, sie stehen unter Gottes Herrschaft. Sie halten zusammen und dann gibt Gott ihnen, was sie bedürfen.</p>
<p>Weihnachten ist daher, auch ein Fest der Freiheit, der endgültigen Freiheit von der Sklaverei Agyptens.</p>
<p>Wie es bei der Pleite Lehmans zuging, schildert Lehmans letzter Kommunikationschef und Ex-&#8221;Financial Times&#8221;-Chefredakteur Andrew Gowers. Andrew Gowers, der Autor dieses Artikels leitete von Juni 2006 bis September 2008 die Unternehmens- kommunikation von Lehman Brothers. Zuvor war er Chefredakteur der &#8220;Financial Times&#8221; und der &#8220;Financial Times Deutschland&#8221;. Heute verantwortet er die Öffentlichkeitsarbeit der London Business School.</p>
<p><span id="more-256"></span></p>
<h3>Aggressivität mit Methode: </h3>
<p>Die Temperatur in dem Raum schien um mehrere Grad zu fallen, als die Stimme des Chefs durch die Telefonanlage drang. „Ich glaube nicht, dass wir heute Nachmittag pleitegehen“, sagte er, „aber ich bin mir nicht 100-prozentig sicher. Viele seltsame Dinge passieren gerade?“ Wir vier, die in der Niederlassung von Lehman Brothers in London zusammengekommen waren, schauten uns mit großen Augen an. Wir hatten gerade Stunden damit zugebracht, Journalisten zu beschwichtigen und Investoren. Jeden, der zuhören wollte. Das war unsere Aufgabe als Öffentlichkeitsarbeiter der amerikanischen Investmentbank. Der Bank gehe es ausgezeichnet, sagten wir immer wieder, sie sprudele über vor Liquidität. Sicher, der Aktienkurs war in New York um 48 Prozent gefallen. Aber das war eine Panikreaktion nach dem Kollaps einer anderen Investmentbank und hatte mit uns nichts zu tun. Doch nun gab ein Spitzenmanager im kleinen Kreis zu, dass ein jäher und ansteckender Vertrauensverlust diese Firma mit 26000 Mitarbeitern und einem 158 Jahren alten Namen hinwegfegen könnte. Erst da ist mir wirklich aufgegangen, wie furchterregend unberechenbar meine Welt geworden war.</p>
<h3>Die Todesspirale. </h3>
<p>Es war der 17. März 2008, der Tag, nach dem Bear Stearns, ein kleinerer Wettbewerber von Lehman in New York, vor dem Zusammenbruch gerettet werden musste. Durch die Zwangsehe mit einer der größten und mächtigsten Banken der Welt, JP Morgan Chase, verloren die Aktionäre fast all ihr Geld und Tausende von hoch bezahlten Bankern ihren Job. Blinde Panik war daraufhin an der Wall Street ausgebrochen, im Fokus stand Lehman Brothers. An den Finanzmärkten kennen wir einen Begriff für diese Art von Ereignis: Todesspirale. Gläubiger beginnen angesichts eines fallenden Aktienkurses damit zu drohen, Kreditlinien zu kappen. Das Alarmsignal wird verstärkt durch moderne, rasche Kommunikation. Die Angst nährt sich selbst. Wir, die wir an jenem Tag in dem Londoner Bürogebäudekomplex Canary Wharf zusammensaßen, konnten das Szenario mit erschreckender Klarheit sehen. Der Markt, grausam und unversöhnlich, fragte sich, ob Lehman, nun die kleinste unter den großen Investmentbanken, als Nächstes dran war. Sie war es. Am 15. September 2008 meldete Lehman Brothers Holdings in New York Konkurs an. Die größte Pleite eines Unternehmens, die die Welt je gesehen hat. Eine Pleite, zehnmal größer als die des Energiekonzerns Enron 2001. Eine Firma, die noch sieben Monate zuvor 42 Milliarden Dollar wert gewesen war: Nun war sie wertlos. Die Aktienmärkte stürzten ab, und ein drohender Run auf weitere Banken brachte das globale Finanzsystem an den Rand eines Kollapses. Binnen Tagen pumpten Regierungen in aller Welt Hunderte Milliarden Dollar in die Wirtschaft, um Banken und andere Firmen über Wasser zu halten. Und die Weltwirtschaft rutschte in ihre schlimmste Rezession seit 70 Jahren. Was war passiert? Wie konnte eine Institution, die so stolz und so dynamisch war wie Lehman Brothers, von einer Erfolgsstory zu einem Störfall kolossaler Größenordnung werden? Wie konnte der Kollaps eines einzigen Finanzinstituts die Welt fast zu einem finanziellen Armageddon führen? Warum hat niemand, der die Macht dazu gehabt hätte, die Lehman-Pleite zu verhindern, die globalen Konsequenzen deutlich genug erkannt? Für mich und andere Ex-Mitarbeiter von Lehman sind diese Fragen auch unabhängig von ihrer globalen Bedeutung von Interesse. Ich warte immer noch auf das Geld, das mir versprochen wurde, als ich die Bank im September verließ. Ich werde mich glücklich schätzen können, wenn ich irgendwann, in ein paar Jahren, mehr als einen Bruchteil davon sehe.</p>
<h3>Kraftwerk Lehman. </h3>
<p>Meine Rolle in dieser Geschichte ist klein. Nach einer langen Karriere im Wirtschaftsjournalismus kam ich im Juni 2006 zu Lehman Brothers, als Chef der Unternehmenskommunikation. Die Firma erschien mir als attraktiver Arbeitgeber. Sie surfte gerade auf einer Welle billigen Geldes, sie nutzte fette Gewinne aus dem Kreditgeschäft und dem Eigenhandel, um ein wahrhaft globales Bankenimperium aufzubauen. Die Spitzenmanager warteten ungeduldig darauf, endlich den Status zu haben, der ihnen aus ihrer Sicht zustand: neben den Kollegen von Goldman Sachs die Avantgarde zu sein in dieser modernen Wachstumsbranche. Ich merkte rasch, dass niemand diesen riesigen Ehrgeiz mehr verkörperte als Dick Fuld, ein Mann mit einer fast unerträglich starken Persönlichkeit. Der heute 62-Jährige war seit 1993 Chef von Lehman, und er hatte mit erheblichen Widrigkeiten zu kämpfen, darunter war der Verlust der Firmenzentrale bei den Terroranschlägen des 11. September 2001. Doch es gelang ihm, Lehman Brothers zu einem der Kraftwerke von Wall Street zu machen. Der Gewinn stieg Jahr für Jahr, von 113 Millionen Dollar 1994 auf 4,2 Milliarden Dollar 2007. Der Aktienkurs hat sich in dieser Zeit verzwanzigfacht. Fuld hat in dieser Zeit viele Menschen reich gemacht: Aktionäre, Beschäftigte und natürlich sich selbst. In seinen acht besten Jahren allein hat er coole 300 Millionen Dollar mit nach Hause genommen. Mit dem Geld finanzierte er fünf Wohnsitze, diverse wohltätige Zwecke und die Leidenschaft seiner Frau Kathy für moderne Kunst. Die Saat des Desasters. Zu sagen, dass Dick Fuld von einem Persönlichkeitskult umgeben war, wäre eine Untertreibung. Er war ein Paradebeispiel für einen allmächtigen Unternehmenschef. Mehr noch, für viele Mitarbeiter und für die Außenwelt personifizierte er Lehman, sein Charakter war untrennbar verbunden mit dem der Firma. Fuld flößte den Beschäftigten große Loyalität ein und gelegentlich auch große Furcht. Seine engsten Mitarbeiter waren ihm hörig wie einem mittelalterlichen Monarchen, sie versuchten seine Stimmungen und Vorlieben zu erahnen und sorgten sich um alles bis hin zu den Blumen in seinem Büro. Sie hielten Ärger von ihm fern und alles, was er nicht hören wollte. Seine Bösartigkeit konnte einschüchternd sein. Regelmäßig wies er Kollegen zurecht, die auch nur geringfügig von der Kleiderordnung abwichen: die etwas anderes trugen als einen dunklen Anzug und ein weißes Hemd oder die, wie ich, einen Bart hatten. „Sind Sie auf dem Weg zum Country Club?“, hat er einmal herablassend einem Spitzenmanager zugegrunzt, der ein klein wenig zu leger aussah. Selbst wenn Fuld in relativ guter Stimmung war, gefiel er sich in brutaler Metaphorik. Lehman befinde sich „im Krieg“, sagte er. Jeder Tag war eine Schlacht, die Mitarbeiter waren Truppen. Auf einer Konferenz im Frühjahr hörte ich, wie er vor Hunderten seiner Geschäftsführer eine blutgerinnende Drohung ausstieß gegen Investoren, die hörte ich, wie er vor Hunderten seiner Geschäftsführer eine blutgerinnende Drohung ausstieß gegen Investoren, die auf fallende Lehman-Kurse spekulierten. Wenn er einen von denen finde, sagte er, „will ich ihm das Herz herausreißen und es vor seinen Augen essen, während er noch lebt“. Das war vielleicht Theatralik. Aber sie war bewusst eingesetzt. Fuld nutzte diese Aggressivität, um seine Reputation zu festigen als erfolgreichster Firmenchef in der Bankenbranche. Aber sein Stil enthielt auch die Saat des Desasters: Niemand konnte oder wollte das Urteil des Bosses infrage stellen, wenn es falsch war oder wenn die Dinge auf eine schiefe Bahn gerieten.</p>
<h3>Fatale Selbstzufriedenheit. </h3>
<p>In guten Zeiten kam es darauf nicht an. Lehmans Entwicklung sprach für sich: Gewinne in 55 Quartalen in Folge, eine Aktienperformance ohnegleichen in der Branche, eine Geschmeidigkeit, die es der Bank erlaubte, neue Märkte rasch zu erobern. Aber das brachte auch eine fatale Selbstzufriedenheit hervor. Als im Juli und August 2007 der US-Hypothekenmarkt Schiffbruch erlitt und die ersten Zeichen einer Kreditklemme auftauchten, protzten Topmanager von Lehman vor ihren Belegschaften damit, dass man weit besser für den Sturm gerüstet sei als etwa Bear Stearns, der erste Konkurrent, der später tatsächlich in Schwierigkeiten geraten sollte. Als Wettbewerber wie Merrill Lynch und Morgan Stanley Milliardenabschreibungen vornehmen mussten in ihren Quartalsberichten, haben sich Fuld und seine Führungsspitze dafür gratuliert, durch clevere Absicherungsgeschäfte den Schaden begrenzt zu haben. Sogar als Lehmans eigene Quartalszahlen kräftig einbrachen, wurden die Warnsignale übertönt. Feierlich wurde beteuert, wie absolut zuverlässig das Risikomanagement der Bank sei. Was Anfang des Jahres 2008 niemand in Fulds Team erkannte: Die Welt hatte sich geändert, für Lehman Brothers und für alle anderen. Das Ende des Hypothekenbooms in den USA und die ansteckende Angst, die das auslöste auf den Märkten weltweit, erschütterten die Geschäftsmodelle vieler Banken, ja, ihre ganze Daseinsberechtigung. </p>
<h3>Die Vorahnung von Davos. </h3>
<p>Das Eigenartige ist: Dick Fuld wusste längst vor Ausbruch der Krise eigentlich, dass sich Probleme anbahnten. Fast zwei Jahre schon ist es her, dass ich ihm dabei zuhörte, wie er vor führenden Zeitungsjournalisten mit großer Präzision die Krise vorhersagte. Es war im Januar 2007 in Davos. Das dortige Weltwirtschaftsforum war in jenem Jahr eine noch lärmendere Party als üblich. Die Weltwirtschaft boomte, und die „Masters of the Universe“ stießen auf ihre eigene Macht an. Fuld jedoch war nicht in Feierlaune. Er sei besorgt, sagte er seinen Gästen mit leiser Stimme beim Mittagessen, dass „dies das Jahr sein könnte, in dem die Märkte bersten“. Die Probleme könnten vom US-Häusermarkt kommen, sagte er, von den Exzessen der Schuldfinanzierung oder dem in die Höhe schießenden Ölpreis oder von einer Kombination aller drei Faktoren. Lehman, traditionsgemäß vorsichtig, habe daher „ein bisschen Geld vom Tisch genommen“. Als die Journalisten fortgingen, waren sie sichtlich beeindruckt von der scheinbaren Besonnenheit des großen Staatsmannes von Wall Street. Es gab nur ein Problem dabei: Fulds Ausführungen hatten wenig zu tun damit, wie Lehman tatsächlich geführt wurde trotz der tendenziell bewundernden Presse, die Lehman genoss und die Fuld darstellte als zupackenden Manager mit einem Auge fürs Detail und einer Obsession für solides Risikomanagement.</p>
<h3>Des Königs Kardinal. </h3>
<p>In Wirklichkeit war Fuld zu diesem Zeitpunkt längst isoliert vom Arbeitsalltag in der Bank, er hatte die operative Führung abgegeben an seine Nummer zwei, seinen langjährigen Weggefährten Joseph „Joe“ Gregory. Wenn Dick der König war, dann war Joe Kardinal Richelieu. Joe war ein geselliger Kerl. Er hatte aber auch eine Neigung, seinen Reichtum grell zur Schau zu stellen; von seinem Anwesen außerhalb New Yorks flog er mit dem Hubschrauber zur Arbeit. Und Gregory war der umbarmherzige Vollstrecker seines Chefs. Sein Job war nicht, Debatten unter seinen Mitarbeitern zu befördern oder gar intellektuelle Neugier – sondern die Bank nach Dick Fulds Willen zurechtzubiegen. Wenn etwas schiefging, konnte man sicher sein, dass man Gregory am Telefon haben würde, mit gewaltigem Furor. Selbst sehr hochrangige Manager grauste es davor. Die Erfahrung, erzählten sie, sei vergleichbar damit, mit „einem neuen Arschloch“ ausgestattet zu werden. „Darth Vader“ nannten sie Gregory. Doch Gregory war kein Mann für Details und auch kein Risikomanager. Und während Fuld sich nach außen besorgt zeigte über bestehende Risiken, drängte Gregory Lehmans Manager, noch aggressivere Wetten abzuschließen auf haussierenden Märkten wie dem Hypothekengeschäft. Ihm im Weg zu stehen konnte tödlich sein für die Karriere. Bereichsleiter, die zur Vorsicht mahnten, sägte Gregory ab. Das Ziel sei, „bis 2012 Nummer eins der Branche“ zu sein, koste es, was es wolle. Und Fuld selbst war nicht konsistent. Im Juni 2007, kaum vier Monate nach seinen düsteren Vorahnungen von Davos, trafen er und ich Journalisten zu einem weiteren Hintergrundgespräch. Der Tenor hätte nicht unterschiedlicher sein können. Denkt an die Hunderte von Milliarden Dollar, die als Öleinnahmen in die arabische Welt fließen, sagte Fuld. Addiert hinzu die weiteren Hunderte von Milliarden in den Staatsfonds der Schwellenländer. Und multipliziert die Summe mit der Liquidität, die auf den Finanzmärkten zur Verfügung steht. Heraus kommen dann fast grenzenlose Wachstumschancen für Investmentbanken wie Lehman. Ungefähr zu dieser Zeit schloss Lehman auf dem Immobilienmarkt einige der riskantesten Wetten ab, die die Bank jemals eingegangen war. Lehman führte, als der Markt gerade seinen Höchststand erreichte, ein Konsortium, das 15 Milliarden Dollar bot für Amerikas größte Wohnungsgesellschaft. Der Deal wurde vom gesamten Vorstand abgenickt und erwies sich, wie mir ein Spitzenmanager sagte, als „die schlechteste Investition, die Lehman je getätigt hat“. Nur wenige Wochen später begannen die Weltmärkte das Phänomen zu erleben, das inzwischen als Kreditklemme bekannt ist. Und Investitionen wie die in die US-Wohnungsgesellschaft wurden zu Mühlsteinen, die Lehman unerbittlich in den Abgrund zogen. Doch während Fuld mit legendärer Beflissenheit mit Kunden sprach, verwandten weder er noch Gregory viel Zeit darauf, mit Geldgebern zu reden –geschweige denn, ihnen zuzuhören. </p>
<h3>Der Machtkampf. </h3>
<p>Sogar in der Firma selbst waren Fulds Besuche in den Handelsräumen seltene Ereignisse. Daher war er abgeschottet von unabhängigen Informationsquellen, von aktuellen Einschätzungen von der Front. Stattdessen wurde Fuld mit sorgsam gefilterten Fakten gefüttert, von denen der engere Mitarbeiterkreis annahm, dass er sie hören wollte. Zudem war die Führung zerstritten. Lehman propagierte gerne den Mythos, dass die Bank „eine Firma“ war, deren Mitarbeiter sich über Länder- und Bereichsgrenzen hinweg als ein großes Team um die Bedürfnisse der Kunden kümmerten. Doch in Wirklichkeit war die Bank zerrissen von Rivalitäten und konkurrierenden Egos. Es ging zu wie bei einem Treffen von Mafiafamilien. Viele glauben, dass Joe Gregory genau das wollte. Eine Sollbruchstelle war gefährlicher als die anderen: die zwischen der Firmenzentrale in New York und der Europa-Niederlassung in London. Zum Teil ging es darum, wo die Bank ihre Wetten platzieren sollte. In Russland? In Saudi-Arabien? Fuld und Gregory bremsten hier eher, während Jeremy Isaacs, der Lehman-Chef für Europa und Asien, auf dem Gaspedal stand. Als ich 2006 Fuld fragte, was er vom russischen Markt halte, verdüsterte sich seine Miene, und er murmelte vom „größten verdammten Verbrechersyndikat auf der Welt“. Wenige Monate später eröffnete Lehman seine Büros in Moskau. Tatsächlich ging es aber weniger um Sachfragen –sondern um einen klassischen Machtkampf. Lehmans London-Team erwirtschaftete inzwischen mehr als die Hälfte der Gewinne und strebte nach angemessener Anerkennung und Macht. Isaacs wurde immer einflussreicher und installierte immer mehr seiner Offiziere im Vorstand. Das Geraune seiner Rivalen in New York wurde lauter und gefährlicher. Jeder wusste: Wenn Fuld eines Tages abtreten sollte, konnte der Kampf um die Nachfolge zu einem Blutbad werden. Von seinem Bollwerk in London aus rechnete sich Isaacs gute Chancen aus. In New York aber gab es einen weiteren mächtigen und ehrgeizigen Banker, und der war entschlossen, Isaacs zu stoppen: Bart McDade, ein Mann, der im operativen Geschäft Erfolge vorweisen konnte, aber weniger international orientiert war. Beide, McDade und Isaacs, sollten zentrale Rollen spielen bei den Ereignissen, die zu Lehmans Untergang führten. Hier hatten wir eine Struktur, mit der das Scheitern beinahe programmiert war: ein übermächtiger Chef; ein zweiter Mann, der risikohungrig war und der Nummer eins zu Diensten sein wollte; ein Führungsteam, das offene Debatten scheute; ein Machtkampf zwischen zwei Schlüsselfiguren; und schließlich noch ein Aufsichtsrat, der voll war mit Männern eines gewissen Alters und einem beklagenswerten Mangel an Branchenkenntnis. Kein Wunder, dass Lehman unfähig war, sich anzupassen, als sich das Marktumfeld so dramatisch änderte.</p>
<h3>Wir gegen die Welt. </h3>
<p>Als Bear Stearns zusammenbrach, hätten Fuld und sein Topmanagement erkennen müssen, dass das Spiel aus war. Der Markt signalisierte denn auch immer wieder: Lehman hatte zu wenig Eigenkapital und war überladen mit fragwürdigen, unverkäuflichen Vermögenswerten. Die Bank war zu einem Kartenhaus geworden. Die Antwort des Managements war zugleich halbherzig und konfus. Zwar begann es eine Art Notverkauf von Vermögenswerten, um die Verschuldung abzubauen. Aber Fuld und seine Leute erschütterten die Märkte, indem sie darauf beharrten, kein neues Kapital zu brauchen. Und sie machten alles nur noch schlimmer, indem sie eine zunehmend schrille Kampagne gegen ihre Kritiker starteten. Zu denen gehörte David Einhorn, ein Manager des Hedgefonds Greenlight Capital. Einhorn hatte Lehmans Bilanzveröffentlichungen kritisiert und suggeriert, die Bank habe womöglich etwas zu verbergen. Fuld und seine engsten Handlanger waren von dem Mann besessen, sie berieten offen darüber, ihm nachzuspionieren und in seinem Mülleimer zu wühlen. Dieser Fall war typisch für die Mischung aus Trotz und Paranoia –„Wir gegen die Welt“ –, mit der Fuld die Firma führte. Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen, wie oft mir hochrangige Lehman-Leute gesagt haben, es sei zwecklos, mit der Presse zu reden. Die wolle ja ohnehin nur, dass Lehman scheitert. </p>
<h3>Das schwarze Loch. </h3>
<p>Im April erzählte Dick Fuld seinen Aktionären: „Das Schlimmste haben wir hinter uns“ auf den Finanzmärkten. Kurze Zeit hatten sich die Märkte derart ausgekugelt, dass Lehmans Absicherungsstrategien nicht mehr griffen. Schnell wurde klar, dass die Bank den ersten Quartalsverlust seit dem Börsengang 1994 würde ausweisen müssen. Ein schwarzes Loch begann sich aufzutun, und die Investoren ahnten nichts davon. Die Zahlen, die wir im Juni vorzulegen hatten, würden grauenhaft sein, der Verlust betrug 2,8 Milliarden Dollar. Dennoch mussten wir Vertrauen gewinnen, um von zunehmend ängstlichen Investoren neues Kapital zu bekommen. Ich selbst verließ meinen Arbeitsplatz in London, um in New York dabei zu helfen, den Brand zu löschen. Das Problem war, dass Fuld noch immer nicht verstand, wie groß die Schwierigkeiten waren, in die Lehman geraten war. Er wies die Idee zurück, selbst mit den Analysten zu reden –obwohl er sich durch einen etwas demütigen Auftritt Freunde bei den Investoren machen konnte. Fuld lehnte es auch ab, eine Imagekampagne zu starten unter Meinungsführern in der Finanzwelt. Nachdem das „Wall Street Journal“ enthüllt hatte, dass bei Lehman über die Aufnahme neuen Kapitals diskutiert wurde, verfügte er stattdessen, dass bis auf Weiteres kein Lehman-Mitarbeiter mehr mit Journalisten der Zeitung reden durfte. Ich fragte in Fulds Entourage nach, wie das die Berichterstattung über den größten Verlust in Lehmans Geschichte positiv beeinflussen könne. Die Reaktion war Schulterzucken. Bei einer Besprechung einen Tag vor der Vorlage der Quartalsergebnisse fragte Fuld sogar, warum Lehman so viele erklärende Details publizieren solle. „Warum verbringen wir so viel Zeit damit?“, sagte er schnippisch. Statt die katastrophale Serie schlechter Entscheidungen über mehr als ein Jahr hinweg als solche zu erkennen, sah er das Quartal als Ausreißer an. Er glaubte, die Investoren würden ihm verzeihen. </p>
<h3>Befehle aus dem Bunker. </h3>
<p>Wie falsch Fuld lag, wurde sofort klar, als die Zahlen bekannt wurden. Lehmans Aktienkurs fiel wie ein Stein. Gerüchte breiteten sich aus: Topmanager seien gefeuert worden, Kunden und Gläubiger seien auf der Flucht, eine feindliche Übernahme stehe bevor. Es war Blut im Wasser. Unter Druck geraten, verfiel Fuld in Panik. Er feuerte Joe Gregory und machte Bart McDade zu seiner Nummer zwei, jenen Mann, der Fulds eigenen Job haben wollte. Das war eine schicksalhafte Entscheidung. McDade übernahm die Kontrolle über das operative Geschäft mit einem Küchenkabinett von vier oder fünf Kollegen. Sein Rivale im Kampf um den Chefposten, Jeremy Isaacs, wurde von Entscheidungen ausgeschlossen. Aus dem Spalt zwischen den Standorten New York und London wurde ein Graben. Das New Yorker Topmanagement stieg in den Bunker hinab. Und die Manager, die Anweisungen aus dem Bunker empfingen, benahmen sich wie kopflose Hühner. Sie berieten, wie man notleidende Vermögenswerte loswerden könne. Sie sprachen von einem „strategischen Investor“, der einsteigen würde, um Vertrauen wiederherzustellen. Zugleich aber war klar: Zu versuchen, sich durchzuwurschteln, würde ins Desaster führen. Die gesamte Firma musste verkauft werden. Doch zwei Probleme standen dem im Weg: Dick Fuld und Bart McDade. Lehman war Fulds Leben, seit 42 Jahren. Er hatte nicht die Absicht, Teil eines größeren Konglomerats zu werden und Befehle entgegenzunehmen. Und er hielt die Bank für viel wertvoller, als es der Markt tat. McDade wiederum hätte bei einem Verkauf der Bank die Hoffnung beerdigen können, Fuld zu verdrängen und selbst Chef zu werden. „Bart war darauf fixiert, um jeden Preis die Kontrolle über die Firma zu behalten“, sagt ein Topmanager. Und so verhandelten Fuld und McDade zwar mit potenziellen Aufkäufern und strategischen Investoren, doch sie taten es offenbar halbherzig. Mehr als ein Vorstandsmitglied folgerte, Fuld sei so verwoben mit Lehman, dass er nicht mehr rational entscheiden konnte, als es um das Schicksal der Bank ging. Er war sentimental geworden. </p>
<h3>Das K.o. aus Korea. </h3>
<p>Im Laufe des Sommers wurde die Lage für Lehman immer schwieriger. Nur ein einziger interessierter Investor blieb übrig: die Korea Development Bank, eine kleine Entwicklungsbank des südkoreanischen Staates. Nicht gerade die offensichtliche Antwort auf Lehmans Gebete. Doch die Gespräche, von Jeremy Isaacs&#8217; Asien-Leuten initiiert, waren ernsthaft. Anfang August einigte man sich in den New Yorker Büros der Anwaltskanzlei Sullivan und Cromwell in groben Zügen auf einen Deal. Die Südkoreaner würden einen 25-Prozent-Anteil für 22 Dollar je Aktie kaufen und eine Option auf weitere 20 Prozent bekommen. Viele Beobachter glauben, diese Transaktion sei torpediert worden durch Fulds Beharren auf einem höheren Kaufpreis. Das stimmt nicht: Der Chef war zu diesem Zeitpunkt mittlerweile verzweifelt genug, um sich auf den Deal einzulassen. Entscheidend waren vielmehr die Problempapiere, die bleischwer auf Lehmans Bilanz lasteten und der Bank weitere verlustreiche Quartale beschert hätten. Vor Abschluss des Deals wollten die Südkoreaner ihr Risiko mindern und sicher sein, dass die faulen Papiere ausgelagert werden würden in eine „Bad Bank“. Vor diese Forderung gestellt, begann das Lehman-Management zu zappeln. Die Südkoreaner brachen die Verhandlungen ab und warfen vor allem Bart McDade Arglist vor. Einige Beteiligte sagen, McDade habe die Gespräche bewusst torpediert, indem er in letzter Minute neue Zahlen zu bevorstehenden Verlusten vorlegte. Andere vermuten, dass die Südkoreaner die Verhandlungen versenkt haben: Sie hätten verhindern wollen, das McDade-Rivale Isaacs sich zum Lehman-Retter und damit womöglich auch zum Fuld-Nachfolger aufschwingt. Was immer daran richtig ist: Die Bemühungen, die Gespräche wiederaufzunehmen, wurden fortgesetzt bis zu Lehmans letzten Tagen im September. Sie schlugen fehl. Die Verhandlungspartner hatten das Vertrauen zueinander verloren. Ein passendes Ende. Als bekannt wurde, dass die Verhandlungen gescheitert waren, fiel der Aktienpreis auf nahe null. Das Management gab einen weiteren Quartalsverlust in Höhe von 3,9 Milliarden Dollar bekannt. Und es tat schließlich auch kund, was es unternehmen wollte, um die Bank zu stabilisieren. Doch das war inzwischen irrelevant. Wilde Verhandlungen am Wochenende vom 13. und 14. September zwischen Vertretern der Bankenbranche, des US-Finanzministeriums und der amerikanischen Zentralbank offenbarten, dass die Behörden zwar bereit waren, eine privatwirtschaftliche Rettungsaktion für Lehman nach Kräften zu unterstützen. Staatshilfen dagegen verweigerten sie. Bürgschaften hätten den Verkauf an den einzig verbliebenen Bieter, Barclays Capital, ermöglicht. Doch Finanzminister Hank Paulson forderte McDade auf, Konkurs anzumelden. Das tat der auch: am Montag, dem Die Art, wie das geschah, richtete maximalen Schaden an. Weil nur die amerikanische Lehman-Holding in den Konkurs ging und nicht die ganze Firma, waren die ausländischen Niederlassungen auf sich allein gestellt. Statt die acht Milliarden Dollar zu überweisen, die die Londoner Dependance brauchte, um normal in den Handelstag zu starten, blieb New York einfach auf dem Geld sitzen. Die Händler in Canary Wharf konnten nur noch Däumchen drehen. Es war ein eigenartig passendes Ende angesichts der vorangegangenen Dispute zwischen New York und London. Niemand hatte damit gerechnet, dass der Staat eine Finanzinstitution von Lehmans Größe fallen lassen würde, und so breitete sich in aller Welt Panik aus. Währenddessen packte ich, wie Tausende andere Lehman-Angestellte auch, meine Privatsachen in dünne Kartons und verließ mein Büro. Zum letzten Mal. Ruhe in Frieden. „Es ist ein Fehler zu glauben, dass ohne den Niedergang Lehmans eine Krise hätte verhindert werden können“, sagte der britische Zentralbankchef Mervyn King später. „Der eigentliche Grund, die unzureichende Kapitalausstattung, hätte dann früher oder später an anderer Stelle die eine oder andere Art von Krise ausgelöst.“ Lehman war der Katalysator für eine Krise, die es ohnehin gegeben hätte, und nicht ihre Ursache. </p>
<p>Hätte Lehman ein Grab, könnte auf dem Grabstein stehen: „Hier liegt Lehman Brothers, die Bank, die mit ihrem eigenen Untergang demonstrierte, warum das globale Finanzsystem vor sich selbst gerettet werden musste. Ruhe in Frieden.“</p>
<div><a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article2910162/Der-Mann-der-die-Welt-in-die-Knie-zwang.html" target="_blank" class="liexternal">Original-Artikel</a></div>
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		<title>Zeit für Schnäppchenjagd</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Dec 2008 15:58:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
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		<category><![CDATA[geld]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>

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		<description><![CDATA[  Alle sprechen immer und überall von der Krise. Krise, Krise, Krise … ich kann’s schon nicht mehr hören. Aber es gibt ein Mann, der bläst lautstark zur Schnäppchenjagd. Erstaunlich! Wer ist dieser Mann und was können wir von ihm &#8230; <a href="http://www.3tagezeit.de/2008/12/zeit-fur-schnappchenjagd/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2008/12/schnaeppchen.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[239]"><img class="alignnone size-full wp-image-240" title="schnaeppchen" src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2008/12/schnaeppchen.jpg" alt="" width="499" height="127" /></a></p>
<p> </p>
<p>Alle sprechen immer und überall von der Krise. Krise, Krise, Krise … ich kann’s schon nicht mehr hören. Aber es gibt ein Mann, der bläst lautstark zur Schnäppchenjagd. Erstaunlich! Wer ist dieser Mann und was können wir von ihm lernen? Er lebt auch mit 78 Jahren immer noch in seinem Geburtsort Omaha, einem Provinzkaff im tiefen mittleren Westen der USA. Er wohnt dort in einem Einfamilienhäuschen mit fünf Zimmern, das er 1958 für 31‘500 Dollar erworben hat. Er bezieht seit Jahren ein Jahressalär von 100‘000 Dollar &#8211; und erhält keine Boni. Mit seinen schlecht sitzenden grauen Vertreter-Anzügen, seinen abgetragenen Baseball-Mützen und Sportjacken, seiner lebenslangen Vorliebe für Hamburger, Pommes und Coke passt er perfekt in das Klischee des ländlichen amerikanischen Kleinunternehmers. Ein langweiliger Mann wie Du und ich? Weit gefehlt! Es lohnt sich ihn näher kennen zu lernen &#8211; nicht nur weil er der reichste Mensch der Welt ist: <strong>Warren Buffet</strong>.</p>
<p><a href="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2008/12/acr1316107.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[239]"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-241" title="acr1316107" src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2008/12/acr1316107.jpg" alt="" width="180" height="174" /></a> </p>
<p><span id="more-239"></span></p>
<p>Warren Buffett ist ein US-amerikanischer Grossindustrieller mit einem von Forbes 2008 geschätzten Privatvermögen von 62 Milliarden US-Dollar. Er ist das zweite Kind des Brokers und späteren Kongressabgeordneten Howard Buffett und ist selbst dreifacher Vater. Sein erstes Geld verdiente Buffett im Sommer 1936, indem er Coca-Cola Sixpacks für 25 Cents kaufte und die Flasche für 5 Cents verkaufte. Später verdiente er Geld als Zeitungsbote, mit der Vermietung von Flipperautomaten und dem Verkauf gebrauchter Golfbälle. Seine ersten Erfahrungen mit Geldanlagen und dem Aktiengeschäft machte er in der Firma seines Vaters. Dort erwarb er im Alter von 11 Jahren seine ersten drei Aktien für 38,25 $ und verkaufte sie, nachdem sie zwischenzeitlich auf 27 $ fielen, für 40 $. Mit 14 Jahren kaufte er eine 16 ha grosse Farm in Omaha für 1‘200 $, die er verpachtete. Als er 17 war, kauften er, ein Freund und eine Freundin einen Rolls Royce für 350 $, um diesen für 35 $ pro Tag zu vermieten. Ein geschäftiger junger Mann also. Er erwarb 1951 an der Columbia University in New York den „master in economics“. Danach arbeitete er in der Firma seines Vaters. Am 1. Mai 1956 gründete der 25-jährige Buffet sein erstes Unternehmen mit einer eigenen symbolischen Einzahlung von 100 $. Weitere 105‘000 $ wurden von sieben Verwandten und Bekannten beigesteuert. Dieser kräftig wachsende Investmentpool erzielte von 1956 bis 1969 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,5%! Im Gegensatz zu den heutigen Bankern verdiente Buffet nur bei Erfolg: wenn die Rendite 6% überstieg, erhielt er 25% des darüber hinausgehenden Ertrages. Für die Anfangsinvestoren wurden so (nach Abzug von Buffetts Erfolgsanteil) aus 10‘000 schöne 150‘000 $ (im gleichen Zeitraum hätte eine Investition in den Dow-Jones-Index lediglich einen Betrag von etwas mehr als 15‘000 $ ergeben). Gegen Ende der 60er Jahre beunruhigte Buffett die immer stärker auf kurzfristige Kurssteigerungen und hochspekulative Aktien setzende Atmosphäre an der Wall Street. Konsequenterweise löste Buffett 1969 den Investmentpool auf und bot seinen Investoren an, ihr Geld in Anteile von Berkshire Hathaway zum damaligen Kurs von etwa 43 $ je Anteil (ein solcher Anteil war im Dezember 2007 ungefähr 150‘000 $ wert) zu tauschen. Der dann tatsächlich eingetretene Einbruch an der Wall Street von 1969 bis 1971 trug Buffett den Spitznamen „Orakel von Omaha“ ein.  Trotz der Grösse, die Berkshire Hathaway mittlerweile erreicht hat, ist es Buffett immer wieder gelungen, überdurchschnittliche Anlageergebnisse zu erzielen, wenn auch das jährliche Anlageergebnis mittlerweile „nur noch“ 21,9 % seit 1965 beträgt. An den Generalversammlungen erregt Buffet immer wieder Aufmerksamkeit durch scharfsinnige, selbstkritische und humorvolle Bemerkungen in den Jahresberichten. Diese Versammlungen, die zuletzt von mehr als 20‘000 Menschen besucht wurden, tragen mittlerweile den Namen „Woodstock für Kapitalisten“.</p>
<p>„Man soll seinen Kindern so viel lassen, dass sie das Gefühl haben, alles machen zu können, aber nicht so viel, dass sie nichts machen“, lautet eines seiner Prinzipien. Kein Wunder kündigte Buffet am 25. Juni 2006 an, 85% seines Vermögens nach und nach an fünf Stiftungen verschenken zu wollen, wobei der Grossteil an die Bill &amp; Melinda Gates Foundation geht. Er traut dieser Stiftung eine Effizienz im Umgang mit Spendenmitteln zu, die er selber niemals erreichen könnte. Auch wenn es um Wohltätigkeit geht, will Buffett sein Geld so produktiv anlegen wie möglich. Seine Milliarden sollen für eine maximale Zahl von Menschen eine maximale Verbesserung der Lebensverhältnisse bringen. Es wird also weder eine Buffett-Bibliothek noch ein Buffett-Hospital, noch eine Buffett-Concert-Hall geben. Der Milliardär regelt sein Erbe, wie er gelebt hat: als Superlativ in aller Bescheidenheit. </p>
<h3>Krise als Chance </h3>
<p>Die chinesische Schrift kennt für „Krise“ und „Chance“ nur ein Schriftzeichen und tatsächlich beinhaltet jede Krise die Chance, die gemachten Fehler zu erkennen und nicht mehr zu machen. Das gilt nicht nur für die Banker, sondern auch für Sie und mich. Und wie recht hat doch einmal mehr die Bibel: „Der Reiche hält sein Vermögen für eine Festung; in seiner Einbildung erscheint es ihm wie eine hohe Mauer. Wer hoch hinaus will, stürzt ab; Bescheidenheit bringt Ansehen“ (Sprüche 18,11 f.). Fragen Sie sich in dieser Krise doch mal: Wie heissen die Mauern meiner Festung, die mir Sicherheit geben und doch so schnell einfallen können?</p>
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		<title>Crash</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Oct 2008 16:09:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[  3.000.000.000.000 Wissen Sie was diese Zahl bedeutet? Keiner weiss es so ganz genau, aber es ist in etwa der Umfang der Rettungs-pakete für die Finanzmärkte: 3 Billionen Dollar finanziert aus den Staatskassen. ?.000.000.000.000 Zusätzlich wurden in den letzten paar &#8230; <a href="http://www.3tagezeit.de/2008/10/crash/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_140" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2008/10/crash.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[139]"><img class="size-thumbnail wp-image-140" title="crash" src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2008/10/crash-300x133.jpg" alt="Crash 3 Billionen" width="300" height="133" /></a></p>
<p><p class="wp-caption-text">Crash 3 Billionen</p></div>
<p> </p>
<p><strong>3.000.000.000.000</strong><br />
Wissen Sie was diese Zahl bedeutet? Keiner weiss es so ganz genau, aber es ist in etwa der Umfang der Rettungs-pakete für die Finanzmärkte: 3 Billionen Dollar finanziert aus den Staatskassen.</p>
<p><span id="more-139"></span></p>
<p><strong>?.000.000.000.000</strong><br />
Zusätzlich wurden in den letzten paar Wochen ein paar Billionen an Börsenwerten vernichtet. Wir sind alle ärmer geworden, wegen den Anlageverlusten in der Altersvorsorge.</p>
<p><strong>3.000.000.000</strong><br />
Drei Milliarden Menschen müssen weltweit mit weniger als zwei Dollar pro Tag auskommen. Das heisst ein Drittel der Weltbevölkerung ist arm.</p>
<p><strong>100.000.000.000</strong><br />
100 Millionen Menschen verhungern jedes Jahr, davon eine Million Kleinkinder. 6 Millionen Kinder sterben aufgrund von Krankheiten, die durch Mangelernährung ausgelöst werden. Innerhalb der letzten drei Jahre haben sich die Preise für Reis, Mais oder Weizen mehr als verdoppelt. Für Millionen Menschen ist das Essen unbezahlbar geworden.</p>
<p><strong>442.000</strong><br />
442.000 Dollar betrug die Wellness-Hotel-Rechnung des Top-Kaders von AIG &#8211; eine amerikanische Versicherung, die eine Woche vorher eine Finanzspritze von 85 Milliarden Dollar erhalten hatte. Die Rechnung setzte sich wie folgt zusammen: 150.000 für‘s Essen, 23.000 für’s Sprudelbad, 10.000 für Drinks und 7.000 für die Golfplatzbenutzung.</p>
<p>Welche Krise haben wir? Wir haben gar keine Finanzkrise. Hätten wir eine Finanz-krise, dann könnten wir nicht zur Rettung so schnell weltweit 3.000.000 Milliarden Dollar zur Verfügung stellen. Was wir haben &#8211; und das ist weitaus schlimmer &#8211; ist eine Wertekrise. Hätten wir keine Wertekrise, dann wäre der ganze Schla-massel gar nicht geschehen (Stichworte: Gier, Verschul-dung, …), und wir würden die 3 Billionen nicht zur Rettung der Banken, sondern zur Rettung der Armen einsetzen. Zum Vergleich: Die Entwicklungshilfe der 22 OECD-Länder betrug im Jahr 2007 103 Milliarden Dollar (übrigens 8,4 % weniger als im Vorjahr). Mit dem Finanzmarkt-Rettungspaket hätten wir also während rund 30 Jahren die Entwicklungshilfe verdoppeln können. Die Banken und Versicherungen werden also gerettet, und was geschieht mit den Armen? UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon sieht als eine Folge der Finanzkrise die Gefahr, dass alle Fortschritt im Bereich der Entwicklungshilfe durch die Finanzkrise zunichte gemacht werden. „Es könnte der letzte Schlag sein, den viele der Ärmsten der Armen schlicht und einfach nicht überleben.“ Mit den Entwicklungsländern seien voraussichtlich die Staaten am stärksten von der Krise betroffen, die sie am wenigsten zu verantworten hätten.</p>
<p><strong>Unzuverlässige Verwalter</strong><br />
Manager verwalten das Vermögen der Aktionäre, Politiker verwalten das Vermögen der Bürger. Beide Gruppen sind &#8211; wie immer deutlicher wird &#8211; offensichtlich nicht in der Lage, das intelligent, zuverlässig und gerecht zu tun. Wenn die treibenden Werte im Umgang mit Geld bekanntermassen Gewinn- oder Stimmenmaximierung (der aktuelle Wahlkampf in den USA kostete weit über eine Milliarde Dollar) sind, dann dürfen wir uns über die Ergebnisse nicht wundern.</p>
<p>Eine alte biblische Geschichte über einen ebenfalls unzuver-lässigen Verwalter, gibt uns einen interessanten Anstoss: „Ein reicher Mann hatte einen Verwalter. Als ihm erzählt wurde, dass dieser seinen Besitz verschleuderte, stellte er ihn zur Rede: &#8216;Was muss ich von dir hören? Bring mir deine Abrechnung! Du bist entlassen!&#8217; Der Verwalter überlegte: &#8216;Was mache ich jetzt? Meinen Posten bin ich los. Ein Feld umgraben kann ich nicht, und zum Betteln bin ich zu stolz. Aber ich weiss, was ich tue. Ich mache mir Freunde, die mir weiterhelfen, wenn ich arbeitslos bin.&#8217; Er liess alle Männer zu sich rufen, die bei seinem Herrn Schulden hatten. Den ersten fragte er: &#8216;Wie viel bist du meinem Herrn schuldig?&#8217; Der Mann antwortete: &#8216;Ich muss ihm hundert Fässer Olivenöl geben.&#8217; &#8216;Hier ist dein Schuldschein!&#8217;, erklärte ihm der Verwalter. &#8216;Trag fünfzig ein!&#8217; &#8216;Und wie hoch sind deine Schulden?&#8217;, fragte er einen anderen. &#8216;Ich schulde deinem Herrn hundert Säcke Weizen.&#8217; &#8216;Hier, nimm den Schuldschein und schreib achtzig!&#8217;, forderte er ihn auf. Jesus lobte das vorausplanende Handeln des gerissenen Verwalters. Denn im Umgang mit ihresgleichen sind die Menschen dieser Welt klüger und geschickter als die, die sich zu Gott bekennen. Jesus erklärte seinen Jüngern: &#8216;Ich sage euch: So klug wie dieser ungerechte Verwalter sollt auch ihr das Geld ein-setzen. Macht euch Freunde damit! Dann werdet ihr, wenn euch das Geld nichts mehr nützen kann, einen Platz im Himmel bekommen“ (Lukas 16, 1-9).</p>
<p>Jesus lobt die kluge Rückkehr des betrügerischen Verwalters &#8211; angesichts der Misere &#8211; zu anderen Werten und den damit verbundenen Taten: Güte, Menschenfreundlichkeit, Gross-zügigkeit, Freundschaft werden ihm plötzlich wichtig. Einen solchen Wertewandel ist zurzeit seitens der Manager überhaupt nicht zu erkennen. Und die politischen Forde-rungen nach Rückerstattung der Boni und Verstaatlichung der Banken verfehlen das Ziel. Was wir brauchen sind nicht neue Regeln, sondern Manager mit anderen Werten.</p>
<p>Etwas anderes wird aus den Worten Jesu deutlich: Wer an den Armen vorüber geht, schafft sich Feinde, wer dagegen gibt und hilft, schafft sich Freunde für die Ewigkeit.</p>
<p>Wie steht es eigentlich bei Ihnen? Verursachen die aktuellen Erfahrungen bei Ihnen einen Wertewandel? Schaffen Sie sich Freunde mit ihrem Geld? Versuchen Sie es einmal, es wird Sie und Ihre (neuen) Freunde glücklich machen.</p>
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