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	<title>3TageZeit &#187; Menschen</title>
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	<description>Triduum Sacrum</description>
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		<title>Was sagt uns das?</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 16:39:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>

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		<description><![CDATA[Was haben folgende siebenundzwanzig, jungen Menschen, die im Jahr 2010 in Deutschland zu Tode gekommenen sind, gemeinsam?  
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Was haben folgende siebenundzwanzig, jungen Menschen, die im Jahr 2010 in Deutschland zu Tode gekommenen sind, gemeinsam?</p>
<p>Selma (15.1.2010)<br />
Nalan S. (21.1.2010)<br />
Khatera (29.1.2010)<br />
Gülhan (12.2.2010)<br />
Amal Jaafar (24.2.2010)<span id="more-1736"></span><br />
Döndü S. (15.3.2010)<br />
Yalda (15.3.2010)<br />
Anna (25.3.2010)<br />
Zora (29.3.2010)<br />
Tanja (12.4.2010)<br />
Gönül (13.4.2010)<br />
Funda (5.5.2010)<br />
Ali (11.5.2010)<br />
Cevide Secen (14.5.2010)<br />
Margarethe (9.6.2010)<br />
Sara (27.6.2010)<br />
Gülsen (29.6.2010)<br />
Ivona (10.9.2010)<br />
Filis (26.10.2010)<br />
Ghassan Al-D. Iris (11.11.2010)<br />
Indira H. (15.11.2010)<br />
Meral K. (27.11.2010)<br />
Laura Valanciute (29.11.2010)<br />
Andrés Livera (29.11.2010)<br />
Filiz Y. (1.12.2010)<br />
Janine (18.12.2010)</p>
<p>Richtig, sie alle wurden Opfer von Ehrenmorden. Ehrenmorde werden aus Gründen der &#8220;Wiederherstellung der Ehre&#8221; begangen, nicht wegen der Zugehörigkeit zu einer bestimmten religiösen, ethnischen oder nationalen Gruppe.</p>
<p>Die Geschichte von Laura Valanciute und Andrés Olivera ist folgende:</p>
<p>Laura Valanciute und Andrés Olivera<br />
geboren: 1981 und 1976<br />
erschossen: 29. November 2010<br />
Wohnort: Köln<br />
Herkunft: Opfer: Litauen und Chile; Täter: Türkei<br />
Kinder: der Täter hat 4 Töchter<br />
Täter: ihr Ex-Geliebter Mustafa Tilki (zur Tat 41 J.)</p>
<p>Mustafa lebt in Köln mit Frau und vier Kindern, die er wohl misshandelt. Jahrelang hat der türkisch-kurdische Wachmann eine Geliebte namens Laura. Mit der gebürtigen Litauerin lebt er wie mit einer Zweitfrau. Er übernachtet bei ihr. Nachbarn halten die beiden für ein normales Paar. Als er auch sie schlägt, trennt sie sich Ende 2009.</p>
<p>Am 25. November 2010 geht Laura zur Polizei, weil sie von ihrem Ex-Freund verfolgt und bedroht wird. Sie zeigt ihn wegen gefährlicher Körperverletzung an und beantragt eine Verfügung nach dem Gewaltschutzgesetz. Mustafa darf sich ihr nicht mehr nähern.</p>
<p>Doch noch am selben Abend fängt er seine Ex-Freundin ab, als sie von ihrer Arbeit in einer Sportagentur kommt. Sie wird (vermutlich weil sie Angst hat) begleitet von ihrem Arbeitskollegen Andrés, einem 34jährigen Hockeytrainer mit chilenischer Familie. Dieser alarmiert die Polizei. Die Beamten führen eine Gefährderansprache durch, erteilen einen Platzverweis und erstellen eine weitere Anzeige.</p>
<p>Vier Tage später wartet Mustafa erneut vor der Firma. Mit sieben Schüssen erschießt er seine Ex-Freundin und ihren Arbeitskollegen. Einige Kopfschüsse werden wie bei einer Hinrichtung aus nächster Nähe abgegeben. Der Täter flüchtet, es heißt, nach Frankreich, um von dort nach Nordafrika zu gelangen. In die Türkei kann er nicht, weil er dort den Wehrdienst verweigert hat.</p>
<p>Mustafas Ehefrau und die vier Kinder werden aus der Wohnung der Familie geholt und in Sicherheit gebracht. Man könne nicht ausschließen, so die Polizei, dass der Täter zurückkommt und ein weiteres Blutbad anrichtet.</p>
<p>(Quelle ist dem Autor bekannt)</p>
<div class="yellow-box">Diese Geschichte zeigt, das es nicht nur eine Euro-, Finanz-und Wirtschaftskrise in unserem Land gibt, sondern noch eine viel tiefer gehende Gesellschaftskrise. Einfache Antworten gibt es hier sicher nicht. Sicher aber ist, es kann alles noch viel schlimmer werden, wenn wir, vor allem wir Christen, nicht bereit sind für unser Land in den Riss zu treten.</div>
<div class="red-box">Wenn dann mein Volk, über das mein Name genannt ist, sich demütigt, dass sie beten und mein Angesicht suchen und sich von ihren bösen Wegen bekehren, so will ich vom Himmel her hören und ihre Sünde vergeben und ihr Land heilen. 2.Chr.</div>
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		<title>Gegen Tötungslizenzen &#8211; Marsch für das Leben</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 11:39:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeskanzleramt]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverband Lebensrecht“ (BVL)]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensschützer]]></category>
		<category><![CDATA[Marsch für das Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Präimplantationsdiagnostik]]></category>

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		<description><![CDATA[In Berlin hat der jährliche „Marsch für das Leben“ stattgefunden. Alexandra Maria Linder, die stellvertretende Bundesvorsitzende der „Aktion Lebensrecht für Alle e.V.“ <a href="http://www.3tagezeit.de/2011/09/gegen-toetungslizenzen-marsch-fuer-das-leben/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In Berlin hat der jährliche „Marsch für das Leben“ stattgefunden. Alexandra Maria Linder, die stellvertretende Bundesvorsitzende der </strong><strong><a href="http://www.alfa-ev.de/index.php?id=1" target="_blank" class="liexternal">„Aktion Lebensrecht für Alle e.V.“</a></strong></p>
<p>Beim diesjährigen „<strong>Marsch für das Leben</strong>“ in Berlin haben rund 2.000 Menschen für den Schutz des ungeborenen Lebens demonstriert. Vom Bundeskanzleramt zogen die Teilnehmer der Kundgebung mit weißen Holzkreuzen als Symbol für abgetriebene Menschen und Spruchbändern am Samstag durch Berlin Mitte zur katholischen Sankt-Hedwigs-Kathedrale. Dort fand ein ökumenischer Gottesdienst statt. Ein großes Polizeiaufgebot musste den Zug vor radikalen Demonstranten<span id="more-1573"></span>schützen. Initiator der überkonfessionellen Kundgebung war der <strong>„Bundesverband Lebensrecht“ (BVL)</strong>.</p>
<p><a href="http://www.3tagezeit.de/2011/09/marsch-fuer-das-leben/lebensrechtler-gehen-in-berlin-auf-die-strac39fe/" rel="attachment wp-att-1556" class="liimagelink"><img class="size-large wp-image-1556 alignnone" title="lebensrechtler-gehen-in-berlin-auf-die-strac39fe" src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2011/09/lebensrechtler-gehen-in-berlin-auf-die-strac39fe-500x455.jpg" alt="" width="500" height="455" /></a></p>
<p>In einer <strong>„Berliner Erklärung zum Schutz des menschlichen Lebens“</strong> appelliert der Verband an Politik und Gesellschaft, „das Recht auf Leben als oberstes Menschenrecht und elementare Grundlage unserer rechtsstaatlichen Ordnung wieder zu entdecken“. Der BVL fordert die Rückkehr zum gesetzlichen Verbot der Präimplantationsdiagnostik, die gründliche Überprüfung und die Korrektur der geltenden Abtreibungsgesetze und der Abtreibungspraxis sowie ein Ende der staatlichen Finanzierung von Schwangerschaftsabbrüchen.</p>
<h3>Wieder Proteste</h3>
<p>Der BVL-Vorsitzende Martin Lohmann dankte den Unterstützern des Marsches, unter ihnen auch mehrere Unions-Bundestagspolitiker, für ihre „bestätigenden und ermutigenden“ Grußworte. Die Tötung noch nicht geborener Menschen sei weltweit die häufigste Todesursache, so Lohmann. Allein in Deutschland wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes pro Jahr rund <strong>110.000 Kinder abgetrieben</strong>. Viele Abtreibungen würden zudem nicht gemeldet und daher nicht offiziell erfasst.</p>
<p>Der Schweige-Marsch der Lebensschützer wurde nach Polizeiangaben von rund 400 Gegendemonstranten begleitet, die wie in den Vorjahren die Kundgebung mit Trillerpfeifen, lautem Geschrei und „vereinzelten Beleidigungen“ störten. Wiederholt gelang es Gegendemonstranten, sich unter die Teilnehmer der Kundgebung zu mischen und diesen Kreuze oder Spruchbänder zu entreißen. Zu den Gegenprotesten hatte das Bündnis „Fundamentalismus gehört bekämpft – Paragraf 218 gehört abgeschafft“ aufgerufen. Die gesamte Kundgebung verlief ohne ernste Zwischenfälle, wie ein Polizeisprecher auf Anfrage erklärte.</p>
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<br />
Interview mit Alexandra Maria Linder, die stellvertretende Bundesvorsitzende der „Aktion Lebensrecht für Alle e.V.“</p>
<p><a href="http://www.idea.de/index.php?id=891&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=98504&amp;cHash=be0131347b477c37b352c0d5e72c9f35" target="_blank" class="liexternal">IDEA</a> schreibt:</p>
<h1>Rekordbeteiligung beim „Marsch für das Leben“</h1>
<p><strong>Berlin (idea) – Begleitet von Protesten feministischer und linksradikaler Gruppen haben Abtreibungsgegner am 17. September einen „Marsch für das Leben“ in Berlin veranstaltet. Nach Angaben der Polizei zogen etwa 2.100 Personen schweigend vom Bundeskanzleramt am Deutschen Bundestag vorbei zur St. Hedwigs-Kathedrale, wo sie einen ökumenischen Gottesdienst feierten. Es war die bisher am besten besuchte Demonstration der Lebensrechtler. Im Vorjahr hatten 1.800 Demonstranten teilgenommen. Die Lebensrechtler führten weiße Kreuze mit sich.</strong></p>
<p>Sie drückten damit ihre Trauer darüber aus, dass in Deutschland werktäglich rund 1.000 Kinder im Mutterleib getötet werden. Veranstalter war der Bundesverband Lebensrecht, dem 15 Organisationen angehören. Etwa <strong>200 Gegendemonstranten</strong> störten mit Trillerpfeifen und Sprechchören die Kundgebung der Lebensrechtler. Sie verhöhnten die Christen mit Parolen wie <strong>„Nie wieder Jesus“</strong> und <strong>„Warum seid Ihr Christen so hässlich?“</strong></p>
<p><strong>Jährlich 2,9 Millionen Abtreibungen in Europa</strong></p>
<p>In der vollbesetzten St. Hedwigs-Kathedrale beklagte Weihbischof Wolfgang Weider (Berlin), dass es in Europa jährlich 2,9 Millionen Abtreibungen gebe – so viel wie die Städte Hamburg und München zusammen an Einwohnern haben. Europa könne nicht Menschenrechtsverletzungen in anderen Ländern kritisieren und zugleich vor dieser entsetzlichen Realität die Augen verschließen, so Weider. Der evangelische Pfarrer Philipp Prinz von Preußen (Berlin) forderte in seiner Predigt dazu auf, dem Gebot der Nächstenliebe auch gegenüber den Ungeborenen zu folgen. Wenn ein Kind Probleme bereite, müsse man das Problem beseitigen, nicht das Kind.</p>
<p><strong>Hilfe zum Leben statt Tötung finanzieren</strong></p>
<p>Der Bundesverband Lebensrecht forderte in einer „Berliner Erklärung“ den Staat auf, „das schwere Unrecht der Tötung ungeborener Kinder“ und die Finanzierung von Abtreibungen zu beenden. In Deutschland würden die Kosten für 90 Prozent aller Schwangerschaftsabbrüche in Höhe von jährlich mehr als 40 Millionen Euro aus den Haushalten der Länder bestritten. Mit dem Geld sollte der Staat stattdessen Schwangere und Familien unterstützen. Außerdem solle der Staat zum gesetzlichen Verbot der Präimplantationsdiagnstik (PID) zurückkehren. Die Einführung weiterer genetischer Tests müsse verhindert werden, „damit der tödlichen Selektion potenziell behinderter Menschen Einhalt geboten wird“.</p>
<p><strong>Nur ein Grußwort der evangelischen Kirche</strong></p>
<p>Führende Vertreter der CDU hatten dem Veranstalter des Marsches schriftliche Grußworte geschickt und sich für das Engagement der Lebensrechtler bedankt, unter ihnen <strong>Staatsministerin Prof. Maria Böhmer, der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, und der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Hubert Hüppe</strong>. Hinter die Demonstration stellten sich auch <strong>die Junge Union</strong> und die <strong>Senioren-Union der CDU</strong>. <strong>Von katholischer Seite äußerten ihre Unterstützung: der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch (Freiburg im Breisgau), Kardinal Joachim Meisner (Köln), Erzbischof Rainer Woelki (Berlin) sowie Bischof Gerhard Ludwig Müller (Regensburg).</strong> Als einziger Vertreter einer evangelischen Landeskirche schickte der Greifswalder <strong>Bischof Hans-Jürgen Abromeit</strong> ein Grußwort.</p>
<p><strong>„Den Stummen Schrei der Getöteten hörbar machen“</strong></p>
<p>Der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart) erklärte gegenüber idea, das Recht auf Leben sei das Wichtigste aller Grundrechte. Er würde sich wünschen, dass sich mindestens ebenso viele Pfarrer für den Lebensschutz Ungeborener einsetzen wie in Stuttgart gegen den Neubau des Hauptbahnhofes. Laut dem Vorsitzenden des Bundesverbandes Lebensrecht, <strong>Martin Lohmann</strong> (Bonn), soll der „Marsch für das Leben“ den <strong>„stummen Schrei der Getöteten hörbar machen“</strong>. Deutschland müsse wissen, dass man sich mit der Kultur des Todes nicht abfinde. Er sei überzeugt davon, dass in den kommenden Jahren die Notwendigkeit des Lebensschutzes von der Gesellschaft stärker erkannt werde, so Lohmann.</p>
<h3>Irrsinn unserer Gesellschaft &#8211; wie passt das Zusammen?</h3>
<div class="red-box">
<p>Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung</p>
<h1 id="headline">Rätsel um tote Frühchen in Siegen</h1>
<p><em>Siegen (RP).</em><strong>  Nach dem Tod dreier Babys in einer Siegener Kinderklinik ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung. Der Verdacht richte sich nicht gegen eine konkrete Person, sagte Oberstaatsanwalt Johannes Daheim am Montag. Unterdessen ist die Todesursache der drei Frühgeborenen weiter unklar.</strong></p>
<p>Eine erste Obduktion habe keine Ergebnisse gebracht, sagte Daheim. Nun würden weitere toxikologische, histologische, neuro-pathologische und bakteriologische Untersuchungen durchgeführt. Mit Ergebnissen sei erst in einigen Tagen zu rechnen. Einige Untersuchungen könnten nach Auskunft der Rechtsmedizin sogar vier bis sechs Monate dauern, sagte Daheim.</p>
<p>Drei Babys sind innerhalb von zwei Tagen in einer Kinderklinik des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im nordrhein-westfälischen Siegen gestorben. Die Staatsanwaltschaft ordnete für zwei der drei Leichen gestern eine Obduktion an. Wie ein Polizeispirecher am Montag bekannt gab, hat diese allerdings kein eindeutiges Ergebnis gebracht. Nun seien weitere rechtsmedizinische Untersuchungen notwendig. Das dritte Baby ist bereits bestattet worden. Bei den toten Kindern handelt es sich um sogenannte Frühchen, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten. Die DRK-Klinik selbst informierte die Staatsanwaltschaft und das Gesundheitsamt des Kreises Siegen-Wittgenstein.</p>
<p><a href="http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/Raetsel-um-tote-Fruehchen-in-Siegen_aid_1021380.html" target="_blank" class="liexternal">Quelle</a></p>
</div>
<p>So schrecklich, traurig das für die Kinder und Eltern ist. Das eine ganze Armada an Experten und Medien sich dieses Ereignisses annimmt, während fast täglich 1.000 Kinder auf dem Luxusmüll unserer Gesellschaft entsorgt werden, zeigt einmal mehr, wie es um unserer Gesellschaft bestellt ist. <strong>Deutschland schafft sich ab!</strong></p>
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		</item>
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		<title>&#8220;Vägmärken&#8221; (Wegzeichen)</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 14:30:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Dag Hammarskjöld]]></category>
		<category><![CDATA[Vägmärken]]></category>
		<category><![CDATA[Wegzeichen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Tod Dag Hammarskjölds am 17. September 1961 erschütterte die Welt. Warum seine UN-Sondermaschine über dem Kongo abstürzte, ist bis heute ungeklärt. Dass die Welt ihn danach nicht nur als Diplomaten sehen lernte, sondern <a href="http://www.3tagezeit.de/2011/09/vaegmaerken-wegzeichen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="yellow-box"><strong>Bete das deine Einsamkeit der Stachel werde etwas zu finden wofür es sich lohnt zu leben, groß genug um dafür auch zu sterben!</strong><br />
<em>Dag Hammarskjöld</em></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 2110px"><img class=" " src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/85/Dag_Hammarskjold.jpg" alt="" width="2100" height="1761" /><p class="wp-caption-text">Dag Hammarskjold</p></div>
<p>Der Tod <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dag_Hammarskjöld" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia">Dag Hammarskjölds</a></strong> am 17. September 1961 (vor 50 Jahren) erschütterte die Welt. Warum seine UN-Sondermaschine über dem Kongo abstürzte, ist bis heute ungeklärt. Dass die Welt ihn danach nicht nur als Diplomaten sehen lernte, sondern <span id="more-1495"></span>auch als religiösen Philosophen und Dichter, ist auf das tagebuchartige Manuskript <strong>&#8220;Vägmärken&#8221; (Wegzeichen)</strong> zurückzuführen, das er hinterließ.</p>
<p>Dag Hammarskjölds Tod am 17. September 1961 &#8211; sein heute noch unaufgeklärtes Schicksal während seiner letzten Stunden, nachdem die Sondermaschine der Vereinten Nationen über dem Kongo abgestürzt war, und bevor sie dann am nächsten Tag geplündert aufgefunden wurde &#8211; hat die Welt erschüttert. In der Hinterlassenschaft des Generalsekretärs der Vereinten Nationen fand sich ein Manuskript mit tagebuchartigen Aufzeichnungen, dazu ein undatierter Brief an einen einflußreichen Freund in Schweden, in dem diesem freigestellt wird, es zu veröffentlichen. Als der Band »Vägmärken« in Stockholm erschien, hatte er einen sensationellen Erfolg, obwohl dieses Buch eigentlich alle Erwartungen enttäuschen mußte. Nichts darin von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft jener Welt, in der Hammarskjöld, Abkömmling einer alten Adelsfamilie des Landes, zu Hause war. Man kannte zwar Zeugnisse seiner Beschäftigung mit Philosophie und Literatur, war aber verblüfft, nun in dem kühlen, verschlossenen Politiker einem religiösen Denker, einem Mann der Meditation und des Gebets, einem »christlichen Staatsmann«, einem Dichter zu begegnen. Er selbst nannte diese Aufzeichnungen »<strong>eine Art Weißbuch meiner Verhandlungen mit mir selbst &#8211; und mit Gott«.</strong> Sie sind ein einzigartiges Dokument, in dem das Ringen einer einsamen Seele um die höchsten Geheimnisse offenbar wird.</p>
<p><a href="http://www.3tagezeit.de/2011/09/vaegmaerken-wegzeichen/zeichen/" rel="attachment wp-att-1508" class="liimagelink"><img class="alignnone size-full wp-image-1508" title="zeichen" src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2011/09/zeichen.jpg" alt="" width="200" height="306" /></a></p>
<p>Es ist eines der zehn Bücher die man als Christ gelesen haben sollte, wenn man Jesus ernsthaft nachfolgen will. Eine wirklich lohnenswerte Lektüre in einer Zeit des schnelllebigen und flüchtigen Zeitgeistes.</p>
<p>Mit einer Bestellung unterstützen Sie auch das Missionsprojekt: <a href="http://www.hopeforindonesia.com" target="_blank" class="liexternal">&#8220;Haus des Lebens e.V.&#8221;</a>.</p>
<p><code><iframe scrolling="no" frameBorder="0" src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=haudesleb-21&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;ASINs=382517770X&amp;fc1=000000&amp;IS2=1&amp;lt1=_blank&amp;lc1=0000FF&amp;bc1=transparent&amp;bg1=transparent&amp;f=ifr&nou=1" marginheight="0" marginwidth="0" style="float:left; width:120px; margin-right:10px; height:240px; background-color:#FFFFFF; border:0px solid #000000;"></iframe></code></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Schuhkarton &#8211; Neugier</title>
		<link>http://www.3tagezeit.de/2011/06/schuhkarton-neugier/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=schuhkarton-neugier</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 19:28:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Neugier]]></category>
		<category><![CDATA[Schuhkarton]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor einigen Tagen machte ich folgende Beobachtung. Von meinem Fensterplatz aus habe ich direkt Ein blick in das Wartehäuschen der Bushaltestelle auf der anderen Straßenseite. (Hier haben sich schon die seltsamsten Szenen abgespielt). Irgendwann in der Nacht <a href="http://www.3tagezeit.de/2011/06/schuhkarton-neugier/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2011/06/schuh.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[1203]"><img class="alignnone size-medium wp-image-1204" title="schuh" src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2011/06/schuh-300x239.jpg" alt="" width="300" height="239" /></a></p>
<p>Vor einigen Tagen machte ich folgende Beobachtung. Von meinem Fensterplatz aus habe ich direkt Ein blick in das Wartehäuschen der Bushaltestelle auf der anderen Straßenseite. (Hier haben sich schon die seltsamsten Szenen abgespielt). Irgendwann in der Nacht <span id="more-1203"></span>hatte jemand dort einen Schuhkarton abgestellt. Als am Morgen die ersten Menschen auf dem Weg zur Arbeit an dem Häuschen vorbeigingen konnten es etliche nicht lassen den Deckel des Kartons abzuheben und reinzuschauen. Während des ganzen Tages kamen immer wieder Fahrgäste die auf den Bus warteten und einen Blick in den Karton riskierten. Die Enttäuschung wegen des leeren Inhalt war manchen direkt anzusehen. Natürlich weiß ich nicht was die erwartet haben darin zu finden. Es ging den ganzen Tag so. Niemand kam auf die Idee, den offensichtlich leeren Karton in den Mülleimer neben dem Wartehäuschen zu werfen. Denn ganz sicher war der Karton ja auch nur Müll.</p>
<h3>Neugier…</h3>
<p>muss ein wirklich starker Antrieb sein. Das gute daran ist, das wir unser Wissen und unsere Fähigkeiten wohl kaum erwerben würden ohne eine Portion Neugier. Andererseits sind gerade allzu neugierige Menschen manchmal sehr nervig. Neugier bringt auch so manche Enttäuschung mit sich wenn das erhoffte ausbleibt, z.B. wenn das Buch langweiliger ist, als das Cover verheißt. Die Werbung verspricht uns täglich Neues, Modernes, nie da Gewesenes, den allerletzten Schrei. Und wenn es nicht hält was es verspricht? Nun, dann gibt es Morgen wieder etwas Neues.<br />
Interessanter Weise lässt die Neugier spürbar nach, wenn es um alte Dinge geht, von denen wir zwar gehört haben, die wir aber doch nicht kennen. Wir haben uns daran gewöhnt, das unser Trinkwasser aus dem Wasserhahn an der Wand kommt, wissen aber nicht, was wir tun sollen, wenn nichts mehr kommt. (außer Mineralwasser kaufen). Ganz anders die Menschen in Afrika. Sie wissen wie es geht, haben aber oft nicht die nötigen Werkzeuge oder keinen Regen.<br />
So ist es auch mit Gott.Obwohl er alles tut um die Menschen neugierig auf ihn zu machen, ist die Reaktion die, das es heißt: Das Kennen wir doch, das ist doch alt, passt auch nicht mehr in die Zeit. Das ist doch von Gestern. Ja, und Morgen, was ist dann? Könnten wir Christen doch wenigsten soviel Neugier wecken wie ein Schuhkarton. Das wünsche ich mir.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>&quot;Das Kreuz und die Messerhelden&quot;</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Apr 2011 09:55:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[David Wilkerson]]></category>
		<category><![CDATA[Kreuz]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach langer Zeit melde ich mich wieder, aus traurigem Anlass. Das Kreuz und die Messerhelden &#8211; Buch und Film hat viele Generationen von Christen tief beeindruckt. Darüber hinaus aber auch das Leben des Autors David Wilkerson. Gott hat ihn abberufen, &#8230; <a href="http://www.3tagezeit.de/2011/04/das-kreuz-und-die-messerhelden/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach langer Zeit melde ich mich wieder, aus traurigem Anlass.</p>
<p><strong>Das Kreuz und die Messerhelden &#8211; </strong>Buch und Film hat viele Generationen von Christen tief beeindruckt. Darüber hinaus aber auch das Leben des Autors David Wilkerson.</p>
<p>Gott hat ihn abberufen, er hat seinen Lauf vollendet. Am 27. April starb David Wilkerson bei einem Verkehrsunfall, seine Frau Gwen wurde lebensgefährlich verletzt.</p>
<p>Ich erinnere mich noch gut daran, als ich sein Buch <strong>Das Kreuz und die Messerhelden</strong> zum ersten mal gelesen habe. Am Ende mußte ich weinen, weil ich begriffen hatte, das es Jesus wirklich um die Verlorenen (also auch mich), Hoffnungslosen geht. Um die Menschen am Rande der Gesellschaft. David Wilkersons Dienst war immer geprägt von den Nöten der Ärmsten der Armen.</p>
<p>David Wilkerson 19. Mai 1931 &#8211; 27. April 2011</p>
<p>Danke David &#8211; Danke Gott für diesen Mann.</p>
<div id="attachment_894" class="wp-caption alignnone" style="width: 315px"><a href="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2011/04/dw.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[893]"><img class="size-full wp-image-894" title="dw" src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2011/04/dw.jpg" alt="" width="305" height="325" /></a><p class="wp-caption-text">David Wilkerson</p></div>
<p>Weitere Infos:</p>
<p><a href="http://davidwilkersontoday.blogspot.com/" target="_blank" class="liexternal">http://davidwilkersontoday.blogspot.com/</a></p>
<p><a href="http://www.tscnyc.org/index.php" target="_blank">http://www.tscnyc.org/index.php<br />
</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Christenvertreibung im Irak geht uns an</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Nov 2010 19:42:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Christen]]></category>
		<category><![CDATA[Hatune Dogan]]></category>
		<category><![CDATA[Helfen]]></category>
		<category><![CDATA[Irak]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Verfolgung]]></category>

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		<description><![CDATA[Etwa 80 Prozent aller Menschen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden, sind Christen. Im Irak findet derzeit die größte Vertreibung der Gegenwart statt. Es ist eine Tragödie, die uns alle aufrütteln sollte. Im Irak haben Al-Qaida-Terroristen erneut Dutzende Christen ermordet. &#8230; <a href="http://www.3tagezeit.de/2010/11/die-christenvertreibung-im-irak-geht-uns-an/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Etwa 80 Prozent aller Menschen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden, sind Christen. Im Irak findet derzeit die größte Vertreibung der Gegenwart statt. Es ist eine Tragödie, die uns alle aufrütteln sollte</strong>.</p>
<p><a href="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2010/11/kircheirak.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[864]"><img class="size-medium wp-image-865 alignleft" title="Blutige Geiselnahme in Bagdad - Kirche" src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2010/11/kircheirak-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a></p>
<p>Im Irak haben Al-Qaida-Terroristen erneut Dutzende Christen ermordet. Die Attentäter stürmten das Gotteshaus während der Abendmesse, ein Teil von ihnen trug Sprengstoffgürtel, andere verschanzten sich mit Gewehren und Handgranaten hinter Kindern. Als erster <span id="more-864"></span>wurde der Priester am Altar hingerichtet. Dieses Verbrechen reiht sich ein in eine lange Kette christenfeindlicher Taten. Seit dem Sturz Saddam Husseins haben islamistische Terrorkommandos immer wieder Anschläge auf Christen verübt, wahllos christliche Familien erschossen und gezielt Kirchen gesprengt. Von den ursprünglich rund 1,2 Millionen irakischen Christen sind bereits mehr als zwei Drittel geflohen. Die Zurückgebliebenen leben in permanenter Angst.</p>
<p>Nun ist das Christentum ohnehin die am heftigsten bekämpfte Religion. Rund 100 Millionen Christen in mehr als 50 Staaten werden weltweit diskriminiert, gefoltert, hingerichtet. Etwa 80 Prozent aller Menschen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden, sind Christen. Doch in islamischen Ländern ist die Lage besonders dramatisch. Nicht nur im Iran werden Konversionen mit der Todesstrafe geahndet. Nicht nur in Saudi-Arabien kann es lebensgefährlich sein, in der Bibel zu lesen. Im Jemen wurden im vergangenen Jahr zwei junge deutsche Christinnen ermordet. Und im Irak findet derzeit die größte Christenvertreibung der Gegenwart statt. Es ist eine Tragödie, die uns alle aufrütteln sollte.</p>
<p>Glauben stiftet Gemeinschaft. Muslime fühlen sich für andere Muslime verantwortlich, Juden für andere Juden. Bloß unter Christen fehlt oft die Bereitschaft, sich für Seinesgleichen einzusetzen. Dabei hat Deutschland eines der christlichsten Kabinette seit Jahrzehnten: Angela Merkel, Pfarrerstochter; Guido Westerwelle („Ich bin aus Glauben und Überzeugung in der Kirche“); Philipp Rösler und Annette Schavan (Mitglied im Zentralkomitee der Deutschen Katholiken); Thomas de Maizière (Präsidiumsmitglied im Deutschen Evangelischen Kirchentag); Wolfgang Schäuble, Ursula von der Leyen, Kristina Schröder, Karl-Theodor zu Guttenberg (allesamt dezidiert gläubig).</p>
<p><img class="size-medium wp-image-866 alignright" title="schau" src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2010/11/schau-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></p>
<p>Deutschland könnte somit ein europäisches Vorbild dafür sein, wie sich die Berufung auf die christliche Tradition und die christliche Nächstenliebe auch einmal praktisch auswirken kann – durch eine weitaus großzügigere Aufnahme verfolgter Christen aus dem Irak. Natürlich wäre es besser, sie könnten dort bleiben, wo sie seit Jahrhunderten leben. Aber darauf hat Deutschland kaum Einfluss, selbst die USA können die Entwicklung im Land nach dem Abzug ihrer Kampftruppen nicht mehr steuern. Was bleibt, ist Hilfe für die, denen man nahe ist. Auch uns gerade als Christen. Manchmal allerdings muss man sich auch nahe fühlen wollen.</p>
<p>Eine Frau, die hier großartige Hilfe leistet, kam vor vielen Jahren selbst als Flüchtling aus der Türkei nach Deutschland. Schwester Hatune Dogan, damals noch Kind, und ihre Familie mussten das Land verlassen, nur weil sie Christen waren. Sie entkamen nur knapp der Ermordung.</p>
<p>Heute leitet sie eine von ihr selbst gegründete Hilfsorganisation, die Armen und Bedürftigen, sowie Flüchtlingen in vielen Teilen der Welt hilft. Darüber hat sie ein Buch geschrieben, das einen tiefen Einblick in Not und Elend der irakischen und türkischen Christen gibt. Es ist sehr lesenswert.</p>
<p>Hier ein kleiner Ausschnitt:<br />
Schwester Hatune Dogan sprach mit vielen Hausfrauen unter den christlichen  Flüchtlingen, die in die Türkei geflohen sind.</p>
<p>Frau Salam, aus dem Irak in die Türkei geflüchtet, ist dabei das typische Beispiel, die eine zu Herzen gehende Geschichte zuerzählen hat:</p>
<p><strong>Wie ist ihr Name?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Mrs. Salam.</p>
<p><strong>Wie alt sind sie?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">27 Jahre.</p>
<p><strong>Wann kamen sie in die Türkei?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Am 20.August 2007.</p>
<p><strong>Wo wohnten sie im Irak?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Im Nord Irak, in Mossul.</p>
<p><strong>Was machten sie in Mossul?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Ich war Hausfrau.</p>
<p><strong>Wer gehörte zu ihrer Familie, als sie in Mossul lebten?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Mein Ehemann, ich und zwei Kinder – 4 und 1 ½ Jahre alt.</p>
<p><strong>Was machte ihr Mann beruflich?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Er arbeitete für eine Öl-Raffinerie.</p>
<p><strong>Erzählen sie mir über ihre Situation, bevor sie aus Mossul flüchten mussten.</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Wir waren reiche Leute und hatten unser eigenes Haus und Auto. Wir lebten friedlich zu Zeiten von Saddam Hussein. Als er entmachtet wurde begannen die Soldaten uns Drohbriefe per Post zuschicken. Sie forderten uns auf, das Land zu verlassen oder wir werden getötet. An einem Tag sechs maskierte Männer kamen zu unserem Haus und fesselten meinen Mann. Dann vergewaltigten sie mich vor seinen Augen. Daher entschlossen wir uns zu fliehen.</p>
<p><strong>Wie sind sie hierher gekommen?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Aus dem Irak zu flüchten während dieser Kriegszeiten ist sehr schwer. Es ist nur möglich mit der Hilfe von organisierten Schlepperbanden. Ohne sie würden wir auf der Flucht von Asozialen getötet und ausgeraubt werden. So waren wir auf einen Schlepper angewiesen, der sich auf die Flucht in die Türkei spezialisiert hatte. Er hatte nur Verbindungen zu den türkischen Behörden. Der Schlepper hat uns hierher gebracht, in dem wir mehrfach unser Verkehrsmittel wechselten, damit wir nicht von den Soldaten erkannt und beschossen wurden. Wir hatten nicht die Wahl, in ein anderes Land zu flüchten, da der Schlepper nur in der Türkei seine Verbindungen hatte.</p>
<p><strong>Wie viel haben sie für die Flucht bezahlt?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Wir haben alle Wertgegenstände, wie Bargeld und Schmuck, mit uns genommen, als wir unser Haus verließen. Wir konnten uns mit dem Schlepper nicht auf eine Summe einigen, um ihn dazu zu bewegen, uns in ein anderes Land zu bringen. Auf dem Weg fragten wir ihn, was es kosten würde, uns in die Türkei zu bringen. Er sagte, alles, was wir hätten, würde es kosten. Als wir uns der türkischen Grenze näherten durchsuchten sie uns und nahmen uns alles ab, was wir bei uns trugen. So erging es auch anderen Familien, die mit uns kamen. Es war eine bittere Erfahrung für uns alle. Als sie uns in der Türkei abgeladen hatten wir nur noch unsere Kleidung am Leibe. Ich bat den Schlepper, mir wenigstens meinen kleinen Hochzeitsring zu lassen. Ich bekam ihn schließlich zurück, musste ihn aber hier in der Türkei verkaufen, um damit Lebensmittel zu bezahlen.</p>
<p><strong>Haben sie vorher schon von diesem Land gehört?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Ich habe über die Türkei schon vorher einiges gehört und gelesen. Aber wir hatten keine Vorstellungen über die Türkei, da wir keine andere Auswahl hatten bei unserer Flucht.</p>
<p><strong>Wie sind ihre Lebensverhältnisse hier?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Es ist hier wie im Gefängnis. Wenn wir die Wohnung verlassen verhaftet uns die Polizei. Wir dürfen hier nicht arbeiten und es ist sehr schwer, hier in diesem Kellerloch zu leben. Es gibt keine Fenster und keine Toiletten. Die Ratten rennen hier herum. Es sind wirklich unvorstellbar schreckliche Lebensverhältnisse hier.</p>
<p><strong>Wie kommen sie an Geld, um hier ihren Lebensunterhalt zu finanzieren?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Wir haben kein Geld mehr. Ich habe meinen goldenen Ehering verkauft, um zu überleben. Wie wir in der Zukunft hier überleben können weiß ich nicht. Alles hier ist sehr teuer.<br />
Kein Einkommen, keine Arbeit und niemand, der uns hilft.</p>
<p><strong>Wie ist das Verhältnis zu den anderen Flüchtlingen?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Ich schäme mich, anderen Flüchtlingen zu begegnen. Sie kennen mich gut und sie wissen auch, dass ich vergewaltigt worden bin. Aber die meisten kennen meine genaue Lage nicht. Ich verstecke mich häufig vor den anderen Flüchtlingen. Ich kann mit keinem über meine Situation reden. Ich denke, dass es nicht möglich ist, hier noch mehrere Tage zu leben.</p>
<p><strong>Träumen sie davon, in den Nordirak zurückzukehren?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Daran kann ich noch nicht mal denken, da unsere Nachbarn dort zu unseren Feinden geworden sind. Niemand hilft uns. Wir haben Angst, dass sie uns töten werden, wenn wir zurückkehren.</p>
<p><strong>Was sind ihre Erwartungen an die Zukunft?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Wir haben keine Vorstellungen von der Zukunft und wir hoffen, eines Tages in Frieden ohne Krieg leben zu können. Wir beten zu Gott, uns aus dieser Hölle herauszuholen.</p>
<p><strong>Beziehen sie auch weiterhin ihre Stärke aus ihrem Leben als Christ?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Ganz genau. Unsere Vorfahren waren stark im Glauben und sie haben in früheren Zeiten unter ähnlichen, noch stärkeren Verfolgungen gelitten. Wir glauben, dass unsere Verfolgung eine Ehre und eine Herausforderung für unser spirituelles, geistliches Leben darstellt.</p>
<p><strong>Welche Hilfe erwarten sie von anderen?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">In erster Linie betet für uns und helft uns, das wir aus dieser schrecklichen Lage befreit werden.</p>
<p><a href="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2010/11/buch.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[864]"><img class="size-full wp-image-873 alignleft" title="buch" src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2010/11/buch.jpg" alt="" width="130" height="213" /></a></p>
<p>Hatune Dogan, Cornelia Tomerius<br />
Es geht ums Überleben<br />
Mein Einsatz für die Christen im Irak</p>
<p><a href="http://www.herdershop24.de/index.php?cl=details&amp;anid=2279806&amp;cnid=1225941&amp;campaign=hatune" target="_blank" class="liexternal">Verlag Herder</a><br />
200 Seiten<br />
gebunden<br />
mit 8 Seiten Abbildungen<br />
Bestell-Nr. 4302287<br />
ISBN 978-3-451-30228-2</p>
<p><a href="http://www.hatune.de/" target="_blank" class="liexternal">Helfende Hände für die Armen</a></p>
<p><a href="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2010/11/link20.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[864]"><img class="alignnone size-full wp-image-874" title="link20" src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2010/11/link20.jpg" alt="" width="370" height="80" /></a></p>
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		<title>Kirchenkrise?</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 14:56:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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		<category><![CDATA[Familie]]></category>
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		<category><![CDATA[Gott]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[jesus]]></category>
		<category><![CDATA[katholisch]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Missbrauch]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Kirche, hier ist die katholische Kirche gemeint, befinde sich in einer ernsten Krise. Da wird als erstes der &#8220;Missbrauchsskandal&#8221; angeführt. Dann errechnet man an neusten Statistiken hoch, wie viele Kirchenaustritte es geben wird. Da die evangelische Kirche hier etwas &#8230; <a href="http://www.3tagezeit.de/2010/04/kirchenkrise/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2010/04/jm_priester_tb_neu_1078808g.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[813]"><img src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2010/04/jm_priester_tb_neu_1078808g-tm.jpg" alt="jm_priester_tb_neu_1078808g.jpg" width="300" height="200" /></a></p>
<p>Die Kirche, hier ist die katholische Kirche gemeint, befinde sich in einer ernsten Krise. Da wird als erstes der &#8220;Missbrauchsskandal&#8221; angeführt. Dann errechnet man an neusten Statistiken hoch, wie viele Kirchenaustritte es geben wird. Da die evangelische Kirche hier etwas glimpflicher weg kommt, konstruiert man eine Krise der kath. Kirche. Man übersieht dabei völlig, das es sich hierbei in erster Linie um eine Glaubenskrise unseres Volkes handelt. Die Anweisungen und Ratschläge Gottes, Empfehlungen für ein Gelingen des Zusammenlebens werden schon seit Jahren mit Füßen getreten, und außer Kraft gesetzt. Und die Kirche? Es wird ihr gut gehen, solange sie sich dem herrschenden Zeitgeist anpasst. Aber sie wird keinen Lohn davon tragen, und auch gesellschaftlich völlig irrelevant sein. Also unnütz. Die Bibel sagt: Das Gericht beginnt am Hause Gottes. Nun besteht die große Chance, das die Kirche (kath.) wieder &#8220;richtig&#8221; gemacht wird. Und somit eine Erneuerungsprozess beginnt. Das ist ein Grund zum hoffen und beten, auch das sich dieser Prozess in unserem Volk fortsetzt.</p>
<p>Hier dazu eine ermutigende Geschichte eines jungen Priesterschülers:</p>
<h3>Ein künftiger Priester zweifelt an seiner Berufung</h3>
<p><strong>Wer will noch katholischer Priester werden, nachdem das Vertrauen in die Geistlichen wegen der Missbrauchsskandale so schwer gelitten hat? Martin Kochalski lernt den in Verruf geratenen Beruf. Der junge Mann zweifelt zwar an seiner Berufung, aber er verzweifelt nicht. Der Glaube an Gott bestärkt ihn.</strong></p>
<p><span id="more-813"></span></p>
<p>Hinter der Nummer 308 liegt eine Zelle. Ein Schrank aus Buchenfurnier, ein Bett mit aufdringlich blauem Bezug, ein Duschraum ohne Fenster. An der Wand lehnt eine Gitarre, darauf ein Aufkleber &#8220;Geiz ist gottlos&#8221;. Auf dem Schreibtisch steht ein Laptop, eine Seminararbeit liegt daneben: &#8220;Die Weisheit König Salomons&#8221;.</p>
<p>Wie er da sitzt, blickt Martin Kochalski auf die Zeichnung eines Verkehrsschilds, das am Regal hängt: auf blauem Grund ein weißer Pfeil. Er zeigt aufwärts. &#8220;Das Schild symbolisiert, worauf ich mich die letzten beiden Jahre meiner Ausbildung konzentrieren will, klar in eine Richtung. Ich will den Blick auf Jesus nicht verlieren.&#8221; In zwei Jahren wird der heute 29-Jährige zum Priester geweiht.</p>
<p>Priester, das Wort rief immer Reaktionen hervor; jahrhundertelang wurden die Menschen kleiner, wenn sie es hörten. In den zurückliegenden Jahrzehnten bewahrten sie immer häufiger Haltung. Nun, da die katholische Kirche in Deutschland sich in der schlimmsten Krise befindet, an die sich die Lebenden erinnern, blicken viele auf Priester herab. Geistliche haben Kinder und Jugendliche missbraucht, geschlagen, gedemütigt. Jetzt Priester werden? Ausgerechnet? Martin Kochalski zeigt auf den weißen Pfeil.</p>
<p>Kochalski fürchtet die Welt nicht, auch nicht die von morgen. Wie es sich anfühlt, beäugt, verdächtigt zu werden, hat er seit seiner Jugend erfahren. Er wuchs in Leipzig-Grünau auf, einem Plattenbauviertel.</p>
<p>Mitte der 80er-Jahre bauten die Katholiken dort eine Kirche: St. Martin &#8211; wie passend. Der zeltartige Bau wurde Martins Gravitationszentrum. Nicht, dass es sonst keine Zerstreuung gegeben hätte.</p>
<p>&#8220;Wer auf Erlebnis aus ist, der wird immer etwas Besseres finden als Kirche.&#8221; Auf seiner Insel im DDR-Atheismus fand Kochalski ein hohes Gut: Sinn. &#8220;Ich gehörte zu einer Jugendgruppe der Gemeinde. Oft haben wir uns jeden Tag getroffen, redeten über Glauben. Wir haben aber vor allem viel für andere, Senioren, Kinder und Jugendliche, organisiert.&#8221; Christsein, für Kochalski bedeutet das offenbar nicht, ständig von Gott zu reden, sondern Empathie &#8211; mit den Menschen sein.</p>
<p>An diesem Nachmittag im Priesterseminar Erfurt dauert es 40 Minuten, bis Kochalski das erste Mal von Gott spricht. Er lässt die Augen durch den leeren Speisesaal wandern und fasst sich ans mönchisch nach vorn gekämmte schwarze Haar. Er ist verlegen. Ob Johannes Paul II. ein Heiliger ist?</p>
<p>Gewichtige Urteile, wie sie von Priestern als Repräsentanten einer Weltkirche gerade jetzt so oft erwartet werden, fällt er nicht gern. Kommt deshalb Gott ins Spiel? &#8220;Es ist die Aufgabe Gottes, festzulegen, wer heilig sein soll&#8221;, sagt er und wirkt unzufrieden. &#8220;Ich mag es nicht, pauschal von Gott zu sprechen, so als könnte ich über ihn verfügen. Gott drängt sich nicht auf, er wartet, bis wir selbst handeln.&#8221;</p>
<p>Aus dieser Überzeugung heraus hat Martin Kochalski für sich und seine Kirche einen bemerkenswert schlichten und doch fordernden Auftrag abgeleitet: &#8220;Es geht heute nicht mehr darum, den Menschen die Welt zu erklären und Antworten zu geben auf Fragen, die keiner gestellt hat.&#8221; Kirche &#8211; er selbst &#8211; habe die Aufgabe, den Menschen Fragen zu stellen, die richtigen Fragen.</p>
<p>&#8220;Wenn die Kirche etwa die Sonntagsruhe will, kann sie das heute nicht mehr einfach nur verlangen, auf die Bibel verweisen und sagen: Am siebten Tag ruhte Gott. Das ist zu wenig. Sie muss fragen, warum für Menschen ein freier Tag wertvoll ist.&#8221;</p>
<p>Es reiche eben nicht mehr, nur die &#8220;Wahrheit&#8221; zu verkünden, man müsse sie auch erklären können. Ein Anspruch, der aus dem Erleben eines Umfelds herrührt, wo katholische Christen die absolute Minderheit darstellen. Priester sind für Martin Kochalski Männer, die das Suchen der Menschen fördern, ihr Tun immer wieder infrage stellen.</p>
<p>Martin selbst ist dies widerfahren, zum Glück. Nach dem Abitur wollte er Gemeindereferent werden &#8211; nah an der Kirche, nah an den Leuten und doch keiner sein, der gegen den Strom schwimmt. &#8220;Ich wollte Familie, hatte eine Freundin.&#8221; Er studierte Theologie, arbeitete in verschiedenen Gemeinden, meist in der Kinder- und Jugendarbeit.</p>
<p>Immer wieder stellten Menschen Fragen, die richtigen Fragen. &#8220;Vor vier Jahren bekam ich einen Brief eines Priesters aus Leipzig, der mich beobachtet hatte. Er war ganz kurz: Sie sollten Priester werden. Wenn Sie darüber sprechen wollen, kommen Sie her, wenn nicht, dann nicht.&#8221; Martin Kochalski ist hingefahren.</p>
<p>Im Flur neben dem Speisesaal bleibt Kochalski an den Fotos der Neupriester stehen. Alle fünf ostdeutschen Diözesen lassen ihre Kandidaten in Erfurt ausbilden. Vier wurden 2009 geweiht, sieben zwei Jahre zuvor &#8211; ein üppiger Jahrgang. Zwischen 2000 und 2008 gab es bundesweit nie mehr als 211 Kandidaten pro Jahr. Wie viele oder: wie wenige werden sich wohl im Krisenjahr 2010 ihrer Berufung stellen?</p>
<p>Wer Kandidat ist, ist noch lange auf dem Weg, denn die Kirche weiht längst nicht jeden. Kochalski hat in den vier Jahren im Seminar acht Mitbrüder gehen sehen, nach eigenem Entschluss und geistlichem Rat. Glaubenszweifel spielten eine Rolle, auch der Zölibat. &#8220;Unter uns zehn Seminaristen ist die Notwendigkeit der Ehelosigkeit aber nicht das beherrschende Thema. Dass der Zölibat eines Tages verschwinden könnte, ist für mich utopisch. Ich muss lernen, damit zu leben. Dafür bin ich im Priesterseminar.&#8221;</p>
<p>Nicht immer spricht Kochalski so milde von seiner Ausbildung. Die Gefahr, nach fünf Jahren relativ abgeschotteten Lebens von der Welt draußen überrascht zu werden, sei groß. &#8220;Wie soll ich eine Sprache finden, die die Menschen verstehen, wenn ich kaum unter die Menschen komme, gerade jetzt in dieser wichtigen Situation?&#8221;</p>
<p>Licht fällt in die Kapelle. Als sei ein Feuerball in einen Farbkasten gestürzt, laufen bunte Glasfenster in Kreisen um das Kreuz aus schwarzem Metall. Martin Kochalski kniet kurz nieder, schlägt das Kreuzzeichen; ein Ort, an dem über die Schande geschwiegen oder allenfalls geflüstert werden muss, ist diese Kirche für ihn aber nicht.</p>
<p>&#8220;Die Missbrauchsfälle sind im Priesterseminar Gesprächsthema Nummer eins. Auch ich bin empört über die Taten&#8221;, sagt er mit kräftiger, nicht erregter Stimme.</p>
<p>Am größten war der Schock, als er von den Fällen im bayerischen Kloster Ettal erfuhr. Einige Benediktiner wurden in den Neunzigern nach Wechselburg in Sachsen versetzt. &#8220;Wechselburg ist für mich ein spirituelles Zentrum, dorthin kommen viele Jugendliche. Zu hören, dass die Brüder als Täter infrage kommen, tut schrecklich weh.&#8221;</p>
<p>Wie es sich anfühlt, selbst verdächtigt zu werden, auch diese Erfahrung hat Kochalski gemacht. Als Gemeindeassistent in Grimma hatte er vor Jahren ein Kinderwochenende organisiert. &#8220;Da kam eine Mutter und sagte, sie wisse ja nicht, was unterwegs mit ihrem Sohn passiert. Ich habe erst nicht verstanden, was sie meint. Danach fühlte ich mich sehr betroffen.&#8221; Kochalski schweigt kurz und deutet auf die Osterkerze neben dem Altar.</p>
<p>Was die Kirche jetzt erlebt, hält er für einen notwendigen Prozess, das kann zu einem neuen Ostern führen, einem Neuanfang. &#8220;Das erdet die Kirche wieder. Vertrauen, das wir jetzt neu gewinnen, ist vielleicht mehr wert als das blinde Vertrauen, das den Priestern oft entgegengebracht wurde. Ich zweifle zwar schon jeden zweiten Tag an meiner Berufung, aber nicht wegen des Missbrauchsskandals.&#8221;</p>
<p>Der einzige echte Schmuck, den sich Martin in seiner Studentenbude leistet, ist eine kleine orientalische Sitzecke: ein Teppich, ein Holztischchen mit Intarsien, ein Bild des Jerusalemer Tempelbergs. Acht Monate hat Kochalski im vergangenen Jahr bei Mönchen auf dem Berg Zion gelebt. Seine studienfreien Tage verbrachte er gern an der Klagemauer, am Felsendom oder in der Grabeskirche.</p>
<p>&#8220;Ich wollte sehen, wie die anderen Religionen ihren Glauben zeigen. Verglichen mit Juden und Muslimen tun es Christen vielleicht oft zu wenig.&#8221; Damals reifte ein Entschluss, der in diesen Tagen noch fester geworden ist. &#8220;Viele Geistliche verzichten darauf, öffentlich aufzufallen. Ich werde einmal den Priesterkragen tragen. Nicht weil ich mich produzieren will, sondern weil ich als Priester erkennbar sein will. Immer ansprechbar.&#8221;</p>
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		<title>Im Gedenken an&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 17:31:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bernhard Rebsch Langjähriger Fackelträger-Leiter gestorben Obernhof  – Bernhard Rebsch, langjähriger Leiter des Zentrums der Missionsgemeinschaft „Fackelträger“ in Obernhof (Lahn), ist am 10. April an den Folgen eines Gehirntumors gestorben. Er wäre am 1. Mai 67 Jahre alt geworden. Rebsch, der &#8230; <a href="http://www.3tagezeit.de/2010/04/im-gedenken-an/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_791" class="wp-caption alignleft" style="width: 185px"><img class="size-full wp-image-791" title="02d4f9d34b" src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2010/04/02d4f9d34b.jpg" alt="" width="175" height="131" /><p class="wp-caption-text">Bernhard Rebsch</p></div>
<h2>Bernhard Rebsch</h2>
<p><strong>Langjähriger Fackelträger-Leiter gestorben</strong></p>
<p><strong>Obernhof  – Bernhard Rebsch, langjähriger Leiter des Zentrums der Missionsgemeinschaft „Fackelträger“ in Obernhof (Lahn), ist am 10. April an den Folgen eines Gehirntumors gestorben.</strong></p>
<p>Er wäre am 1. Mai 67 Jahre alt geworden. Rebsch, der Generationen evangelikaler Christen in Deutschland geprägt hat, hinterlässt seine Frau Anne, fünf Kinder und ebenso viele Enkel. 1975 war Rebsch vom Missionswerk „Campus für Christus“ zu den Fackelträgern gekommen. Er übernahm die Leitung des Freizeitheims und der Kurzbibelschule „Klostermühle“ in Obernhof vom ersten Fackelträger-Direktor in Deutschland, dem US-Amerikaner Dwight Wadsworth (1918-2008). 1979 erlitt Rebsch bei einem schweren Verkehrsunfall lebensbedrohliche Verletzungen. Er blieb Direktor des Zentrums bis Anfang 2002, als er die Leitung an Stefan Kiene übergab, der sie bis heute innehat. Rebsch war weiter unter anderem im Reisedienst sowie als Lehrer an der Bibelschule tätig. Vor zwei Jahren trat er in den Ruhestand. Im Oktober 2009 wurde ein Hirntumor diagnostiziert, der zunächst erfolgreich operiert werden konnte, aber dann erneut auftrat. Rebsch starb im Kreise seiner Familie. Die Missionsgemeinschaft „Fackelträger“ (Torchbearers) wurde 1947 von dem britischen Major W. Ian Thomas (1914-2007) gegründet. Nach dem ursprünglichen Fackelträger-Zentrum Capernwray Hall in Nordengland entstand 1958 die Gemeinschaft in Obernhof. Hinzu kam 1962 der Bodenseehof in Friedrichshafen. Insgesamt haben die Fackelträger 25 Zentren in 15 Ländern. In Österreich sind sie mit dem Tauernhof in Schladming (Steiermark) und Schloss Klaus (Oberösterreich) vertreten. Die Fackelträger sind in Deutschland Mitglied im Ring Missionarischer Jugendbewegungen und in der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste im Diakonischen Werk der EKD.</p>
<p><strong>Mit dankbarem Herzen, ihn gekannt zu haben.</strong></p>
<p>Seine Glaubensstärke, Freude und Treue trotz langjährigem großen Leids werden mir immer Vorbild und Ermutigung sein. Ein treuer Zeuge darf nun sehen, was er geglaubt hat.</p>
<p>Wer einen besonderen Vortrag von Ihm lesen möchte &#8211; hier als <a href="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2011/07/Der-Wille-Gottes-Vortrag.pdf" target="_blank" class="lipdf">PDF</a></p>
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		<title>Palästinensischer Ex-Spion Jussef: &quot;Allah ist der größte Terrorist&quot;</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 17:54:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Christenverfolgung]]></category>
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		<description><![CDATA[LOS ANGELES (inn) &#8211; Mosab Hassan Jussef, Sohn des Hamas-Gründers Scheich Hassan Jussef, hat den Islam und die Hamas in einem Interview am Mittwoch scharf kritisiert. Er bezeichnete die radikal-islamische Organisation als &#8220;mittelalterlich&#8221;. Der Palästinenser hatte erst vor Kurzem gestanden, &#8230; <a href="http://www.3tagezeit.de/2010/03/palastinensischer-ex-spion-jussef-allah-ist-der-groste-terrorist/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-749" title="Son-of-hamas_FOX_3_2" src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2010/03/Son-of-hamas_FOX_3_2.jpg" alt="" width="300" height="200" /></p>
<p>LOS ANGELES (inn) &#8211; Mosab Hassan Jussef, Sohn des Hamas-Gründers Scheich Hassan Jussef, hat den Islam und die Hamas in einem Interview am Mittwoch scharf kritisiert. Er bezeichnete die radikal-islamische Organisation als &#8220;mittelalterlich&#8221;. Der Palästinenser hatte erst vor Kurzem gestanden, rund zehn Jahre für den israelischen Inlandsgeheimdienst Schabak gearbeitet zu haben.</p>
<div id="_mcePaste"><span id="more-741"></span></div>
<p>In dem 50-minütigen Interview mit der Nachrichtenagentur AP kritisierte Jussef die Hamas und deren politischen Führer Chaled Mascha´al. Die Organisation lebe &#8220;im Mittelalter&#8221;. Den Gott des Islam bezeichnete er als &#8220;größten Terroristen&#8221;. Der Islam sei keine friedliche Religion. &#8220;Ich weiß, das ist sehr gefährlich und wird viele Menschen beleidigen. Aber je mehr du den Schritten des Propheten des Islam und dem Gott des Islam folgst, je mehr gelangst du dahin, ein Terrorist zu werden&#8221;, so Jussef, der vor einigen Jahren zum Christentum konvertierte.</p>
<p>Der 32-Jährige ist sich der möglichen Gefahr bewusst, der er sich durch solche Aussagen aussetzt. &#8220;Um ehrlich zu sein, getötet zu werden, ist nicht das Schlimmste, was einem passieren kann&#8221;, so Jussef.</p>
<h3>&#8220;Koran für Ausstoß aus Familie verantwortlich&#8221;</h3>
<p>Der Palästinenser war am Montag von seinem Vater, einem Hamas-Mitbegründer im Westjordanland, öffentlich verstoßen worden, nachdem er seine Tätigkeit für den Schabak bekannt gegeben hatte. Gegenüber AP sagte Jussef, er nehme diesen Schritt nicht persönlich. &#8220;Ich kenne sein Herz. Mein Vater ist eine liebende Person. Er würde mich nie verstoßen. Irgendwann werden wir wieder zusammen sein. Ich liebe meinen Vater und er liebt mich&#8221;, sagte Jussef weiter. Er machte den Koran für die Entscheidung seines Vaters verantwortlich.</p>
<h3>&#8220;Spionagetätigkeit als Chance, um Töten zu stoppen&#8221;</h3>
<p>Der Palästinenser hatte sich nach eigenen Angaben zu einer Zusammenarbeit mit dem Schabak und zu einer Bekehrung zum Christentum nach einer Haftstrafe in einem israelischen Gefängnis entschlossen. Dort sei er Zeuge äußerster Brutalität von Hamas-Mitgliedern gegen eigene Leute geworden. Als der Schabak ihm bei seiner Freilassung 1997 eine Zusammenarbeit angeboten habe, habe er eine Chance gesehen, &#8220;das Töten zu stoppen&#8221; und den Tod unschuldiger Israelis und Palästinenser zu verhindern.</p>
<p>Der Geheimdienst stehe einem &#8220;schmutzigen und schwierigen Krieg&#8221; mit der Hamas gegenüber, erklärt der Palästinenser. &#8220;Ich bin nicht mit allem einverstanden, was er (der Schabak) tut, aber sein Job ist sehr wichtig&#8221;. Details über die Arbeit beim Schabak gab er nicht bekannt. Er wolle keine Operationen behindern und der Hamas kein &#8220;Geschenk&#8221; machen. Seine Arbeit als Spion habe er im Jahr 2007 beendet. Seitdem lebt der Palästinenser in den USA.</p>
<p><strong>In dieser Woche erschien in den USA die Autobiographie Jussefs unter dem Titel &#8220;Sohn der Hamas&#8221;. Die deutsche Ausgabe soll im April im Hänssler-Verlag veröffentlicht werden.</strong></p>
<p>Ein kleiner Film über Terror und Christenverfolgung im Iran</p>
<p>[flv:http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2010/03/iran.flv 480 320]</p>
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		<title>Der Apple Hype</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 10:36:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
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		<category><![CDATA[iPhone]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Wochen kreißten die Berge, das Internet bäumte sich, und irgendwo über San Francisco leuchtete ein Stern, dahin Herden von ganz besonderen Hirten zogen: Computer-Hirten aus dem Medien-Morgenland, GPS-gesteuerte Wireless-Nomaden mit Blutooth-Modul. Und gestern, exakt in der Mitte zwischen Dreikönig &#8230; <a href="http://www.3tagezeit.de/2010/01/der-ipad-wahnsinn/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-medium wp-image-716" title="mainimage" src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2010/01/mainimage-300x187.jpg" alt="" width="300" height="187" /></p>
<p>Seit Wochen kreißten die Berge, das Internet bäumte sich, und irgendwo über San Francisco leuchtete ein Stern, dahin Herden von ganz besonderen Hirten zogen: Computer-Hirten aus dem Medien-Morgenland, GPS-gesteuerte Wireless-Nomaden mit Blutooth-Modul. Und gestern, exakt in der Mitte zwischen Dreikönig und Fasching, erschien ihnen der Prophet von Cupertino, und sie durften sein künstliches Baby anbeten: eine neue Ausgeburt der Elektronik, eine neue Schnittstelle zwischen dem Menschen und dem Kommunikations-Kosmos.<span id="more-710"></span></p>
<p>Solche Schnittstellen sind nämlich immer noch der wunde Punkt in einer sich ansonsten schon dem Irrsinn nähernden Entwicklung. Die Rechengeschwindigkeit bricht ständig neue Rekorde, die Datenspeicherung wird immer leichter und die Datenübertragung immer breitbandiger. Bloß die blöde Menschen-Oberfläche ändert sich kaum: ein paar scheele Augen, verstopfte Ohren und Wurstfinger, die Tasten nur ab einer gewissen Größe treffen. So lange es keine Möglichkeit gibt, unsere Gedanken direkt zu digitalisieren oder umgekehrt den Content aus dem Netz direkt in unser Hirn zu streamen, so lange sind alle iPods, iPhones, iPads, Kindles, Neos, Alexes und Edges bloß bedauernswerte Behelfe und bestenfalls vertane Zeit.</p>
<p>Eher sind sie auch vertanes Geld, und zwar nicht nur für E-Book-Käufer, die sich niemals sagen können, daß man, was man schwarz auf weiß besitzt, getrost nach Hause tragen kann, weil es, bevor sie dort ankommen, vielleicht schon von der Zentrale wieder gelöscht wurde. Auch die E-Book-Verkäufer vertun eine Menge Geld, allen voran Amazon mit seinem amerikanischen Festpreismodell von $9.99, weil der Onlinehändler den Buchverlegern für viele Titel durchaus mehr bezahlt, um sie bei Laune zu halten. Hier wird Apples Offensive sicherlich neue Fronten im Literaturbetrieb schaffen, denn die Inhalte für das neue iPad werden über einen Store vertrieben, dessen Preisgestaltung die Verlage direkt mitbestimmen. Und sie bekommen 70 Prozent vom Umsatz.</p>
<p>Das also sind Aspekte, die die Branche heiß machen: Felder besetzen, Claims abstecken, Marktanteile sichern. Ob künftig Buchleser ihre immerhin bemerkenswerte Resistenz gegenüber jeder Form von elektronisch angezeigten Texten aufgeben und sich „Krieg und Frieden“ (den Roman wohlgemerkt, nicht die Verfilmung) von Steve Jobs brillantem Display reinziehen werden, bleibt weiterhin sehr fraglich. Der Apple-Chef ging bei seiner Präsentation zwar so weit zu sagen, daß man mit seinem Gerät sogar „Krieg und Frieden“ schreiben könne, aber was wenn Tolstoi demnächst mit dem Flugzeug fliegt und nach den neuesten Sicherheitsvorschriften seinen iPad gar nicht einschalten darf?</p>
<p>Komischerweise sieht man selbst in den modernsten Verkehrsmaschinen hin und wieder Leute sitzen, die ein seltsames Objekt in ihren Händen halten: Es ist kaum größer als ein halber Laptop und aus vorsintflutlichen Materialien gefertigt: gebleichter und getrockneter Zellulosebrei, ein typisches Ding aus der Kohlenstoffwelt, weder Hard- noch Software, sondern etwas ähnlich Organisches wie der Mensch, also Wetware. Der Gegenstand besteht aus vielen Seiten, auf denen nach subtilen Regeln Farbe verteilt ist – der Fachbegriff lautet „gedruckt“. Ein solches sogenanntes Buch vermag die Aufmerksamkeit stundenlang und ähnlich stark zu binden wie iPod, Laptop und Kindle zusammen. Es braucht keinen Strom, man braucht es nicht anzuschalten, es stört weder die Bordelektronik noch die Sicherheitsbeamten. Wer viel im Flugzeug unterwegs ist, weiß: das energiesparende, ausfallsichere, multikompatible Buch ist in unserer High-Tech-Zivilisation das ultimative Gadget der Zukunft.</p>
<p><strong>Das hoffe ich doch.</strong></p>
<p>Es gibt wohl kein vergleichbares Unternehmen, das es besser versteht seine Kunden zu Fans zu machen. Die Einführung eines neuen Produktes gleicht schon fast einer religiösen Zeremonie. So kommen Experten und Journalisten aus aller Welt um die Apple-Keynote zu erleben. Es ist jedes mal faszinierend, auch wenn man nur das Video davon sieht.</p>
<p>Sind wir Christen auch so begeistert von unserem Herrn?</p>
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