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	<title>3TageZeit &#187; Familie</title>
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		<title>Laue Christen aufgewacht!</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 18:30:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Perspektiven]]></category>
		<category><![CDATA[Dschihad]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Manfred Kleine-Hartlage]]></category>
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		<category><![CDATA[Papst]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Aufregung über Sarrazin und sein provokantes Buch war groß. Angela Merkel fand es "wenig hilfreich", wurde doch unserer Gesellschaft der Spiegel vorgehalten. Wieder einmal. Wie immer bei solchen Vorgängen wird der Spiegelhalter geächtet. Das war schon bei den Propheten des Alten Testamentes so. Immer dann wenn jemand den Finger in die Wunde legt ist das Geschrei groß. <a href="http://www.3tagezeit.de/2011/09/laue-christen-aufgewacht/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Schafft Deutschland sich ab?</h2>
<p>Die Aufregung über Sarrazin und sein provokantes Buch war groß. Angela Merkel fand es <strong>&#8220;wenig hilfreich&#8221;</strong>, wurde doch unserer Gesellschaft der Spiegel vorgehalten. Wieder einmal. Wie immer bei solchen Vorgängen wird der Spiegelhalter geächtet. Das war schon bei den Propheten des Alten Testamentes so. Immer dann wenn <span id="more-1631"></span>jemand den Finger in die Wunde legt ist das Geschrei groß.</p>
<p>Doch die Fakten sind eindeutig, die Deutschen sterben allmählich aus.<br />
In keinem anderen EU-Land bekommen die Einwohner im Verhältnis so wenige Kinder wie in Deutschland. 2010 kamen 8,3 Geburten auf 1.000 Einwohner. Damit liegt Deutschland zum wiederholten Male deutlich unter dem EU-Durchschnitt.<br />
Allerdings ist auch die Zahl der Abtreibungen extrem hoch. 110.694 Tötungen im Jahr 2010. Das heißt jedes Jahr etwa die Stadtbevölkerung von Siegen.</p>
<p>Der Sozialwissenschaftler<strong> Manfred Kleine-Hartlage</strong> drückt es in einem Artikel so aus:</p>
<div class="yellow-box">&#8220;Eine Gesellschaft, die Kinderkriegen nicht mehr als natürliche Bestimmung des Menschen ansieht, sondern als bloß ein mögliches „Lebensmodell“ unter vielen; die Abtreibung für ein Menschenrecht hält; die wechselnde Lebenspartnerschaften und demgemäß Patchworkfamilien für völlig normal hält; die Homosexualität nicht nur duldet, sondern geradezu propagiert; die Frauen für „unterdrückt“ hält, wenn sie nicht Karriere machen; kurz und gut: die die Frage, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit ein Volk als Solidargemeinschaft überhaupt überleben kann, und die jede Pflicht und jede Bindung zugunsten der individuellen Selbstverwirklichung hintanstellt und jeden verteufelt, der es anders sieht: Eine solche Gesellschaft hat schon aus demographischen Gründen keine Überlebenschance.&#8221;</div>
<div class="blue-box"><a href="http://www.3tagezeit.de/2011/09/laue-christen-aufgewacht/23258_100000113006376_357_n/" rel="attachment wp-att-1632" class="liimagelink"><img class="alignleft size-full wp-image-1632" title="23258_100000113006376_357_n" src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2011/09/23258_100000113006376_357_n.jpg" alt="" width="128" height="128" /></a><strong>Manfred Kleine-Hartlage</strong> (Foto) ist Autor des viel beachteten Buches <strong>“Das Dschihadsystem”.</strong> Der Berliner hält Vorträge auch über den Islam und betreibt den Blog <a href="http://korrektheiten.com/" target="_blank" class="liexternal">korrektheiten.com</a>.</div>
<p>Das es beim &#8220;<strong>Marsch für das Leben 2011</strong>&#8220;, ein Schweige-Protestmarsch für das Lebensrecht der Menschen, gerade mal ca. 2.000 Menschen schafften dabei zu sein, ist ein trauriges Beispiel. Es wäre eigentlich die Pflicht aller Christen gewesen dabei zu sein. Selbst in Berlin sollte es doch mehr als 2000 Christen geben.</p>
<p>Wer dieses Video sieht sollte begreifen, das es 3 vor 12 ist, wenn nicht bereits zu spät:</p>
<p><object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/EMOzlrxvW9A&amp;rel=0&amp;color1=0xe1600f&amp;color2=0xfebd01"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/EMOzlrxvW9A&amp;rel=0&amp;color1=0xe1600f&amp;color2=0xfebd01" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></object></p>
<p>Ein ähnliches Armutszeugnis ist es, das bei dieser Petition <strong>&#8220;Familie muss Mainstream bleiben&#8221;</strong> seit dem 9. August 2011 erst 3176 Teilnehmer unterzeichnet haben.</p>
<p><strong>Die Frist läuft noch 11 Tage</strong>, <a href="http://www.openpetition.de/petition/online/familie-muss-mainstream-bleiben" target="_blank" class="liexternal">hier der Link</a>:</p>
<p>Nun war <strong>Papst Benedikt</strong> in Deutschland, auch er hat der Gesellschaft, vor allem auch den Christen den Spiegel vorgehalten. Nicht die äußeren Umstände sind Schuld an den Krisen in Deutschland und Europa, sondern es liegt an uns, den<strong> &#8220;lauen Christen&#8221;</strong>.</p>
<p>Hoffentlich wird er gehört, vor allem von uns Christen, das wir offen einstehen für unseren Glauben. Auch wenn es uns etwas kostet.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kirchenkrise?</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 14:56:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Christen]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
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		<category><![CDATA[katholisch]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Missbrauch]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Kirche, hier ist die katholische Kirche gemeint, befinde sich in einer ernsten Krise. Da wird als erstes der &#8220;Missbrauchsskandal&#8221; angeführt. Dann errechnet man an neusten Statistiken hoch, wie viele Kirchenaustritte es geben wird. Da die evangelische Kirche hier etwas &#8230; <a href="http://www.3tagezeit.de/2010/04/kirchenkrise/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2010/04/jm_priester_tb_neu_1078808g.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[813]"><img src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2010/04/jm_priester_tb_neu_1078808g-tm.jpg" alt="jm_priester_tb_neu_1078808g.jpg" width="300" height="200" /></a></p>
<p>Die Kirche, hier ist die katholische Kirche gemeint, befinde sich in einer ernsten Krise. Da wird als erstes der &#8220;Missbrauchsskandal&#8221; angeführt. Dann errechnet man an neusten Statistiken hoch, wie viele Kirchenaustritte es geben wird. Da die evangelische Kirche hier etwas glimpflicher weg kommt, konstruiert man eine Krise der kath. Kirche. Man übersieht dabei völlig, das es sich hierbei in erster Linie um eine Glaubenskrise unseres Volkes handelt. Die Anweisungen und Ratschläge Gottes, Empfehlungen für ein Gelingen des Zusammenlebens werden schon seit Jahren mit Füßen getreten, und außer Kraft gesetzt. Und die Kirche? Es wird ihr gut gehen, solange sie sich dem herrschenden Zeitgeist anpasst. Aber sie wird keinen Lohn davon tragen, und auch gesellschaftlich völlig irrelevant sein. Also unnütz. Die Bibel sagt: Das Gericht beginnt am Hause Gottes. Nun besteht die große Chance, das die Kirche (kath.) wieder &#8220;richtig&#8221; gemacht wird. Und somit eine Erneuerungsprozess beginnt. Das ist ein Grund zum hoffen und beten, auch das sich dieser Prozess in unserem Volk fortsetzt.</p>
<p>Hier dazu eine ermutigende Geschichte eines jungen Priesterschülers:</p>
<h3>Ein künftiger Priester zweifelt an seiner Berufung</h3>
<p><strong>Wer will noch katholischer Priester werden, nachdem das Vertrauen in die Geistlichen wegen der Missbrauchsskandale so schwer gelitten hat? Martin Kochalski lernt den in Verruf geratenen Beruf. Der junge Mann zweifelt zwar an seiner Berufung, aber er verzweifelt nicht. Der Glaube an Gott bestärkt ihn.</strong></p>
<p><span id="more-813"></span></p>
<p>Hinter der Nummer 308 liegt eine Zelle. Ein Schrank aus Buchenfurnier, ein Bett mit aufdringlich blauem Bezug, ein Duschraum ohne Fenster. An der Wand lehnt eine Gitarre, darauf ein Aufkleber &#8220;Geiz ist gottlos&#8221;. Auf dem Schreibtisch steht ein Laptop, eine Seminararbeit liegt daneben: &#8220;Die Weisheit König Salomons&#8221;.</p>
<p>Wie er da sitzt, blickt Martin Kochalski auf die Zeichnung eines Verkehrsschilds, das am Regal hängt: auf blauem Grund ein weißer Pfeil. Er zeigt aufwärts. &#8220;Das Schild symbolisiert, worauf ich mich die letzten beiden Jahre meiner Ausbildung konzentrieren will, klar in eine Richtung. Ich will den Blick auf Jesus nicht verlieren.&#8221; In zwei Jahren wird der heute 29-Jährige zum Priester geweiht.</p>
<p>Priester, das Wort rief immer Reaktionen hervor; jahrhundertelang wurden die Menschen kleiner, wenn sie es hörten. In den zurückliegenden Jahrzehnten bewahrten sie immer häufiger Haltung. Nun, da die katholische Kirche in Deutschland sich in der schlimmsten Krise befindet, an die sich die Lebenden erinnern, blicken viele auf Priester herab. Geistliche haben Kinder und Jugendliche missbraucht, geschlagen, gedemütigt. Jetzt Priester werden? Ausgerechnet? Martin Kochalski zeigt auf den weißen Pfeil.</p>
<p>Kochalski fürchtet die Welt nicht, auch nicht die von morgen. Wie es sich anfühlt, beäugt, verdächtigt zu werden, hat er seit seiner Jugend erfahren. Er wuchs in Leipzig-Grünau auf, einem Plattenbauviertel.</p>
<p>Mitte der 80er-Jahre bauten die Katholiken dort eine Kirche: St. Martin &#8211; wie passend. Der zeltartige Bau wurde Martins Gravitationszentrum. Nicht, dass es sonst keine Zerstreuung gegeben hätte.</p>
<p>&#8220;Wer auf Erlebnis aus ist, der wird immer etwas Besseres finden als Kirche.&#8221; Auf seiner Insel im DDR-Atheismus fand Kochalski ein hohes Gut: Sinn. &#8220;Ich gehörte zu einer Jugendgruppe der Gemeinde. Oft haben wir uns jeden Tag getroffen, redeten über Glauben. Wir haben aber vor allem viel für andere, Senioren, Kinder und Jugendliche, organisiert.&#8221; Christsein, für Kochalski bedeutet das offenbar nicht, ständig von Gott zu reden, sondern Empathie &#8211; mit den Menschen sein.</p>
<p>An diesem Nachmittag im Priesterseminar Erfurt dauert es 40 Minuten, bis Kochalski das erste Mal von Gott spricht. Er lässt die Augen durch den leeren Speisesaal wandern und fasst sich ans mönchisch nach vorn gekämmte schwarze Haar. Er ist verlegen. Ob Johannes Paul II. ein Heiliger ist?</p>
<p>Gewichtige Urteile, wie sie von Priestern als Repräsentanten einer Weltkirche gerade jetzt so oft erwartet werden, fällt er nicht gern. Kommt deshalb Gott ins Spiel? &#8220;Es ist die Aufgabe Gottes, festzulegen, wer heilig sein soll&#8221;, sagt er und wirkt unzufrieden. &#8220;Ich mag es nicht, pauschal von Gott zu sprechen, so als könnte ich über ihn verfügen. Gott drängt sich nicht auf, er wartet, bis wir selbst handeln.&#8221;</p>
<p>Aus dieser Überzeugung heraus hat Martin Kochalski für sich und seine Kirche einen bemerkenswert schlichten und doch fordernden Auftrag abgeleitet: &#8220;Es geht heute nicht mehr darum, den Menschen die Welt zu erklären und Antworten zu geben auf Fragen, die keiner gestellt hat.&#8221; Kirche &#8211; er selbst &#8211; habe die Aufgabe, den Menschen Fragen zu stellen, die richtigen Fragen.</p>
<p>&#8220;Wenn die Kirche etwa die Sonntagsruhe will, kann sie das heute nicht mehr einfach nur verlangen, auf die Bibel verweisen und sagen: Am siebten Tag ruhte Gott. Das ist zu wenig. Sie muss fragen, warum für Menschen ein freier Tag wertvoll ist.&#8221;</p>
<p>Es reiche eben nicht mehr, nur die &#8220;Wahrheit&#8221; zu verkünden, man müsse sie auch erklären können. Ein Anspruch, der aus dem Erleben eines Umfelds herrührt, wo katholische Christen die absolute Minderheit darstellen. Priester sind für Martin Kochalski Männer, die das Suchen der Menschen fördern, ihr Tun immer wieder infrage stellen.</p>
<p>Martin selbst ist dies widerfahren, zum Glück. Nach dem Abitur wollte er Gemeindereferent werden &#8211; nah an der Kirche, nah an den Leuten und doch keiner sein, der gegen den Strom schwimmt. &#8220;Ich wollte Familie, hatte eine Freundin.&#8221; Er studierte Theologie, arbeitete in verschiedenen Gemeinden, meist in der Kinder- und Jugendarbeit.</p>
<p>Immer wieder stellten Menschen Fragen, die richtigen Fragen. &#8220;Vor vier Jahren bekam ich einen Brief eines Priesters aus Leipzig, der mich beobachtet hatte. Er war ganz kurz: Sie sollten Priester werden. Wenn Sie darüber sprechen wollen, kommen Sie her, wenn nicht, dann nicht.&#8221; Martin Kochalski ist hingefahren.</p>
<p>Im Flur neben dem Speisesaal bleibt Kochalski an den Fotos der Neupriester stehen. Alle fünf ostdeutschen Diözesen lassen ihre Kandidaten in Erfurt ausbilden. Vier wurden 2009 geweiht, sieben zwei Jahre zuvor &#8211; ein üppiger Jahrgang. Zwischen 2000 und 2008 gab es bundesweit nie mehr als 211 Kandidaten pro Jahr. Wie viele oder: wie wenige werden sich wohl im Krisenjahr 2010 ihrer Berufung stellen?</p>
<p>Wer Kandidat ist, ist noch lange auf dem Weg, denn die Kirche weiht längst nicht jeden. Kochalski hat in den vier Jahren im Seminar acht Mitbrüder gehen sehen, nach eigenem Entschluss und geistlichem Rat. Glaubenszweifel spielten eine Rolle, auch der Zölibat. &#8220;Unter uns zehn Seminaristen ist die Notwendigkeit der Ehelosigkeit aber nicht das beherrschende Thema. Dass der Zölibat eines Tages verschwinden könnte, ist für mich utopisch. Ich muss lernen, damit zu leben. Dafür bin ich im Priesterseminar.&#8221;</p>
<p>Nicht immer spricht Kochalski so milde von seiner Ausbildung. Die Gefahr, nach fünf Jahren relativ abgeschotteten Lebens von der Welt draußen überrascht zu werden, sei groß. &#8220;Wie soll ich eine Sprache finden, die die Menschen verstehen, wenn ich kaum unter die Menschen komme, gerade jetzt in dieser wichtigen Situation?&#8221;</p>
<p>Licht fällt in die Kapelle. Als sei ein Feuerball in einen Farbkasten gestürzt, laufen bunte Glasfenster in Kreisen um das Kreuz aus schwarzem Metall. Martin Kochalski kniet kurz nieder, schlägt das Kreuzzeichen; ein Ort, an dem über die Schande geschwiegen oder allenfalls geflüstert werden muss, ist diese Kirche für ihn aber nicht.</p>
<p>&#8220;Die Missbrauchsfälle sind im Priesterseminar Gesprächsthema Nummer eins. Auch ich bin empört über die Taten&#8221;, sagt er mit kräftiger, nicht erregter Stimme.</p>
<p>Am größten war der Schock, als er von den Fällen im bayerischen Kloster Ettal erfuhr. Einige Benediktiner wurden in den Neunzigern nach Wechselburg in Sachsen versetzt. &#8220;Wechselburg ist für mich ein spirituelles Zentrum, dorthin kommen viele Jugendliche. Zu hören, dass die Brüder als Täter infrage kommen, tut schrecklich weh.&#8221;</p>
<p>Wie es sich anfühlt, selbst verdächtigt zu werden, auch diese Erfahrung hat Kochalski gemacht. Als Gemeindeassistent in Grimma hatte er vor Jahren ein Kinderwochenende organisiert. &#8220;Da kam eine Mutter und sagte, sie wisse ja nicht, was unterwegs mit ihrem Sohn passiert. Ich habe erst nicht verstanden, was sie meint. Danach fühlte ich mich sehr betroffen.&#8221; Kochalski schweigt kurz und deutet auf die Osterkerze neben dem Altar.</p>
<p>Was die Kirche jetzt erlebt, hält er für einen notwendigen Prozess, das kann zu einem neuen Ostern führen, einem Neuanfang. &#8220;Das erdet die Kirche wieder. Vertrauen, das wir jetzt neu gewinnen, ist vielleicht mehr wert als das blinde Vertrauen, das den Priestern oft entgegengebracht wurde. Ich zweifle zwar schon jeden zweiten Tag an meiner Berufung, aber nicht wegen des Missbrauchsskandals.&#8221;</p>
<p>Der einzige echte Schmuck, den sich Martin in seiner Studentenbude leistet, ist eine kleine orientalische Sitzecke: ein Teppich, ein Holztischchen mit Intarsien, ein Bild des Jerusalemer Tempelbergs. Acht Monate hat Kochalski im vergangenen Jahr bei Mönchen auf dem Berg Zion gelebt. Seine studienfreien Tage verbrachte er gern an der Klagemauer, am Felsendom oder in der Grabeskirche.</p>
<p>&#8220;Ich wollte sehen, wie die anderen Religionen ihren Glauben zeigen. Verglichen mit Juden und Muslimen tun es Christen vielleicht oft zu wenig.&#8221; Damals reifte ein Entschluss, der in diesen Tagen noch fester geworden ist. &#8220;Viele Geistliche verzichten darauf, öffentlich aufzufallen. Ich werde einmal den Priesterkragen tragen. Nicht weil ich mich produzieren will, sondern weil ich als Priester erkennbar sein will. Immer ansprechbar.&#8221;</p>
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		<title>Palästinensischer Ex-Spion Jussef: &quot;Allah ist der größte Terrorist&quot;</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 17:54:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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		<description><![CDATA[LOS ANGELES (inn) &#8211; Mosab Hassan Jussef, Sohn des Hamas-Gründers Scheich Hassan Jussef, hat den Islam und die Hamas in einem Interview am Mittwoch scharf kritisiert. Er bezeichnete die radikal-islamische Organisation als &#8220;mittelalterlich&#8221;. Der Palästinenser hatte erst vor Kurzem gestanden, &#8230; <a href="http://www.3tagezeit.de/2010/03/palastinensischer-ex-spion-jussef-allah-ist-der-groste-terrorist/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-749" title="Son-of-hamas_FOX_3_2" src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2010/03/Son-of-hamas_FOX_3_2.jpg" alt="" width="300" height="200" /></p>
<p>LOS ANGELES (inn) &#8211; Mosab Hassan Jussef, Sohn des Hamas-Gründers Scheich Hassan Jussef, hat den Islam und die Hamas in einem Interview am Mittwoch scharf kritisiert. Er bezeichnete die radikal-islamische Organisation als &#8220;mittelalterlich&#8221;. Der Palästinenser hatte erst vor Kurzem gestanden, rund zehn Jahre für den israelischen Inlandsgeheimdienst Schabak gearbeitet zu haben.</p>
<div id="_mcePaste"><span id="more-741"></span></div>
<p>In dem 50-minütigen Interview mit der Nachrichtenagentur AP kritisierte Jussef die Hamas und deren politischen Führer Chaled Mascha´al. Die Organisation lebe &#8220;im Mittelalter&#8221;. Den Gott des Islam bezeichnete er als &#8220;größten Terroristen&#8221;. Der Islam sei keine friedliche Religion. &#8220;Ich weiß, das ist sehr gefährlich und wird viele Menschen beleidigen. Aber je mehr du den Schritten des Propheten des Islam und dem Gott des Islam folgst, je mehr gelangst du dahin, ein Terrorist zu werden&#8221;, so Jussef, der vor einigen Jahren zum Christentum konvertierte.</p>
<p>Der 32-Jährige ist sich der möglichen Gefahr bewusst, der er sich durch solche Aussagen aussetzt. &#8220;Um ehrlich zu sein, getötet zu werden, ist nicht das Schlimmste, was einem passieren kann&#8221;, so Jussef.</p>
<h3>&#8220;Koran für Ausstoß aus Familie verantwortlich&#8221;</h3>
<p>Der Palästinenser war am Montag von seinem Vater, einem Hamas-Mitbegründer im Westjordanland, öffentlich verstoßen worden, nachdem er seine Tätigkeit für den Schabak bekannt gegeben hatte. Gegenüber AP sagte Jussef, er nehme diesen Schritt nicht persönlich. &#8220;Ich kenne sein Herz. Mein Vater ist eine liebende Person. Er würde mich nie verstoßen. Irgendwann werden wir wieder zusammen sein. Ich liebe meinen Vater und er liebt mich&#8221;, sagte Jussef weiter. Er machte den Koran für die Entscheidung seines Vaters verantwortlich.</p>
<h3>&#8220;Spionagetätigkeit als Chance, um Töten zu stoppen&#8221;</h3>
<p>Der Palästinenser hatte sich nach eigenen Angaben zu einer Zusammenarbeit mit dem Schabak und zu einer Bekehrung zum Christentum nach einer Haftstrafe in einem israelischen Gefängnis entschlossen. Dort sei er Zeuge äußerster Brutalität von Hamas-Mitgliedern gegen eigene Leute geworden. Als der Schabak ihm bei seiner Freilassung 1997 eine Zusammenarbeit angeboten habe, habe er eine Chance gesehen, &#8220;das Töten zu stoppen&#8221; und den Tod unschuldiger Israelis und Palästinenser zu verhindern.</p>
<p>Der Geheimdienst stehe einem &#8220;schmutzigen und schwierigen Krieg&#8221; mit der Hamas gegenüber, erklärt der Palästinenser. &#8220;Ich bin nicht mit allem einverstanden, was er (der Schabak) tut, aber sein Job ist sehr wichtig&#8221;. Details über die Arbeit beim Schabak gab er nicht bekannt. Er wolle keine Operationen behindern und der Hamas kein &#8220;Geschenk&#8221; machen. Seine Arbeit als Spion habe er im Jahr 2007 beendet. Seitdem lebt der Palästinenser in den USA.</p>
<p><strong>In dieser Woche erschien in den USA die Autobiographie Jussefs unter dem Titel &#8220;Sohn der Hamas&#8221;. Die deutsche Ausgabe soll im April im Hänssler-Verlag veröffentlicht werden.</strong></p>
<p>Ein kleiner Film über Terror und Christenverfolgung im Iran</p>
<p>[flv:http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2010/03/iran.flv 480 320]</p>
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