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	<title>3TageZeit &#187; Menschen</title>
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	<description>Triduum Sacrum</description>
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		<title>Freitagsgebet</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jun 2011 09:09:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freitags-Gebet]]></category>
		<category><![CDATA[gebet]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Fürbittengebet der Evangelischen Gemeinde Deutscher Sprache in Tokio: Gott, du hast die Welt geschaffen. Dafür waren wir immer dankbar. Darauf haben wir immer vertraut, dass wir ein Teil deiner Schöpfung sind, von dir gewollt und zu Gutem bestimmt. Jetzt &#8230; <a href="http://www.3tagezeit.de/2011/06/freitagsgebet/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2011/06/pfj.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[1187]"><img class="alignnone size-full wp-image-1188" title="pfj" src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2011/06/pfj.jpg" alt="" width="200" height="113" /></a></p>
<h3>Das Fürbittengebet der Evangelischen Gemeinde Deutscher Sprache in Tokio:</h3>
<p>Gott, du hast die Welt geschaffen.<br />
Dafür waren wir immer dankbar.<br />
Darauf haben wir immer vertraut, dass wir ein Teil deiner Schöpfung sind, von dir gewollt und zu Gutem bestimmt.<br />
Jetzt haben wir erlebt, dass deine Schöpfung auch ein anderes Gesicht hat.<br />
Wir haben erlebt, wie klein wir Menschen sind.<br />
Manche von uns haben Stunden der Angst erlebt, Stunden der Unsicherheit und Sorge.<br />
Die Menschen in der Erdbebenregion haben ihr Leben verloren, ihre Angehörigen, ihre Existenz.<br />
Und der Schrecken ist noch nicht vorbei.<br />
Das Kernkraftwerk in Fukushima ist noch nicht sicher.<br />
Dennoch hoffen wir auf dich, Gott, halten an dir fest und bitten dich deine Gegenwart in all diesen schlimmen Erfahrungen.<br />
Wir bitten für die Familien, die nicht wissen, ob ihre Angehörigen noch leben.<br />
Wir bitten für die Verstorbenen.<br />
Wir bitten für die Menschen in den Notunterkünften.<br />
Wir bitten für die Menschen, die vor dem Nichts stehen.<br />
Wir bitten für die vielen Helfer, die ihr Leben für andere aufs Spiel setzen.<br />
An dir halten wir uns fest, Gott, gerade, wenn uns der Boden unter den Füßen wegrutscht.<br />
Auf dich hoffen wir, in allem, was wir erleben, ertragen, durchmachen müssen.<br />
Begleite du uns, dass wir nicht verzweifeln.<br />
Hilf uns, aufeinander zu achten, richtige Entscheidungen zu treffen und zu helfen, wo wir können.<br />
Amen.</p>
<p><em>Quelle: IDEA</em></p>
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		<title>Des Menschen Recht&#8230;.</title>
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		<pubDate>Mon, 02 May 2011 16:10:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Perspektiven]]></category>
		<category><![CDATA[Karfreitag]]></category>
		<category><![CDATA[Kreuz]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Stille]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;auf Party? Erst kommt die Entfremdung&#8230;. Nach dem Kreuz nun also der Karfreitag. Liegt es am Anfangsbuchstaben K – mit dem ja auch die Katholische Kirche gleich zweifach anhebt? Oder steckt doch mehr dahinter, wenn einige Landespolitiker der Grünen jüngst &#8230; <a href="http://www.3tagezeit.de/2011/05/des-menschen-recht/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>&#8230;auf Party?</h2>
<h2>Erst kommt die Entfremdung&#8230;.</h2>
<p>Nach dem Kreuz nun also der Karfreitag. Liegt es am Anfangsbuchstaben K – mit dem ja auch die Katholische Kirche gleich zweifach anhebt? Oder steckt doch mehr dahinter, wenn einige Landespolitiker der Grünen jüngst &#8211; und wie immer medial gut orchestriert &#8211; diesen hohen Feiertag ins Visier genommen haben? Beim alleuropäischen „Kreuzeabhängen“ ist man bekanntlich kürzlich höchstrichterlich gescheitert. Das ist offenbar manchem auf den atheistischen Magen geschlagen. Also muß sich der antichristliche Furor ein neues Opfer suchen. Und weil möglicherweise gewisse schlaue Taktierer dazu geraten haben, nicht gleich in die Vollen zu gehen, zielt die grüne Polemik fürs erste nicht darauf ab, den Karfreitag als Feiertag gleich ganz abzuschaffen, sondern „nur“ die gesetzlich vorgeschriebene karfreitägliche Stille.</p>
<p>Hier scheint vor allem das Tanzverbot jenen ein Dorn im Auge zu sein, denen 364 Tanzbodentagen im Jahr nicht genug sind und auf ihr schon seit den Tagen des Goldenen Kalbs biblisch beglaubigtes „Menschenrecht auf Party“ auch am Karfreitag nicht verzichten möchten. „Eine einzige, sich windende Masse“ soll es laut „Frankfurter Rundschau“ gewesen sein, die, solistisch digital verstöpselt, auf dem Frankfurter Römer gegen das Tanzverbot tausendfach protestiert hat. Als Hauptgrund für ihre Karfreitagsphobie geben die grünen Wortführer an, daß die Christen hierzulande mittlerweile eine Minderheit seien, deren Traditionen die Mehrheitsdeutschen nicht mehr tolerieren müßten.</p>
<p>Nun war man auf manches Argument gefaßt, aber das ausgerechnet Grüne, zu deren Markenzeichen es bekanntlich gehört, die Fahne der Toleranz zu schwingen und dabei das Lied aller möglichen Minderheiten zu singen – bekanntlich vor allem wenn es um Schwule, Lesben, Trans- und Bisexuelle et tutti quanti geht – im christlichen Falle ihrem Alleinstellungsmerkmal untreu werden, das verblüfft doch über alle Maßen. Aber wer weiß, vielleicht steckt in all dem die Pointe, daß Christen von jenem Tag an, wo sie in Deutschland wirklich nur noch eine Minderheit im einstelligen Prozentbereich sein werden, unter den Schutzmantel der Grünen schlüpfen können.</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/das_menschenrecht_auf_party/" target="_blank" class="liexternal">Ingo Langner</a></p>
<h2>&#8230;dann kommt die Zweckentfremdung!</h2>
<p><iframe scrolling="no" width="480" height="304" frameborder="0" align="left" name="Video on Demand | DW-WORLD.DE" marginwidth="0" marginheight="0" src="http://www7.dw-world.de/videometa/player/index.php?s=rtmpt://tvone.fcod.llnwd.net/a4337/dwwod1&#038;p=ondemand&#038;f=dwtv_video/flv/emd/emagde190411-euromaxx01ep_sd&#038;start=841&#038;end=1169&#038;w=480&#038;h=304"></iframe></p>
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		<title>Kirchenkrise?</title>
		<link>http://www.3tagezeit.de/2010/04/kirchenkrise/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=kirchenkrise</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 14:56:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Christen]]></category>
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		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Missbrauch]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Kirche, hier ist die katholische Kirche gemeint, befinde sich in einer ernsten Krise. Da wird als erstes der &#8220;Missbrauchsskandal&#8221; angeführt. Dann errechnet man an neusten Statistiken hoch, wie viele Kirchenaustritte es geben wird. Da die evangelische Kirche hier etwas &#8230; <a href="http://www.3tagezeit.de/2010/04/kirchenkrise/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2010/04/jm_priester_tb_neu_1078808g.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[813]"><img src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2010/04/jm_priester_tb_neu_1078808g-tm.jpg" alt="jm_priester_tb_neu_1078808g.jpg" width="300" height="200" /></a></p>
<p>Die Kirche, hier ist die katholische Kirche gemeint, befinde sich in einer ernsten Krise. Da wird als erstes der &#8220;Missbrauchsskandal&#8221; angeführt. Dann errechnet man an neusten Statistiken hoch, wie viele Kirchenaustritte es geben wird. Da die evangelische Kirche hier etwas glimpflicher weg kommt, konstruiert man eine Krise der kath. Kirche. Man übersieht dabei völlig, das es sich hierbei in erster Linie um eine Glaubenskrise unseres Volkes handelt. Die Anweisungen und Ratschläge Gottes, Empfehlungen für ein Gelingen des Zusammenlebens werden schon seit Jahren mit Füßen getreten, und außer Kraft gesetzt. Und die Kirche? Es wird ihr gut gehen, solange sie sich dem herrschenden Zeitgeist anpasst. Aber sie wird keinen Lohn davon tragen, und auch gesellschaftlich völlig irrelevant sein. Also unnütz. Die Bibel sagt: Das Gericht beginnt am Hause Gottes. Nun besteht die große Chance, das die Kirche (kath.) wieder &#8220;richtig&#8221; gemacht wird. Und somit eine Erneuerungsprozess beginnt. Das ist ein Grund zum hoffen und beten, auch das sich dieser Prozess in unserem Volk fortsetzt.</p>
<p>Hier dazu eine ermutigende Geschichte eines jungen Priesterschülers:</p>
<h3>Ein künftiger Priester zweifelt an seiner Berufung</h3>
<p><strong>Wer will noch katholischer Priester werden, nachdem das Vertrauen in die Geistlichen wegen der Missbrauchsskandale so schwer gelitten hat? Martin Kochalski lernt den in Verruf geratenen Beruf. Der junge Mann zweifelt zwar an seiner Berufung, aber er verzweifelt nicht. Der Glaube an Gott bestärkt ihn.</strong></p>
<p><span id="more-813"></span></p>
<p>Hinter der Nummer 308 liegt eine Zelle. Ein Schrank aus Buchenfurnier, ein Bett mit aufdringlich blauem Bezug, ein Duschraum ohne Fenster. An der Wand lehnt eine Gitarre, darauf ein Aufkleber &#8220;Geiz ist gottlos&#8221;. Auf dem Schreibtisch steht ein Laptop, eine Seminararbeit liegt daneben: &#8220;Die Weisheit König Salomons&#8221;.</p>
<p>Wie er da sitzt, blickt Martin Kochalski auf die Zeichnung eines Verkehrsschilds, das am Regal hängt: auf blauem Grund ein weißer Pfeil. Er zeigt aufwärts. &#8220;Das Schild symbolisiert, worauf ich mich die letzten beiden Jahre meiner Ausbildung konzentrieren will, klar in eine Richtung. Ich will den Blick auf Jesus nicht verlieren.&#8221; In zwei Jahren wird der heute 29-Jährige zum Priester geweiht.</p>
<p>Priester, das Wort rief immer Reaktionen hervor; jahrhundertelang wurden die Menschen kleiner, wenn sie es hörten. In den zurückliegenden Jahrzehnten bewahrten sie immer häufiger Haltung. Nun, da die katholische Kirche in Deutschland sich in der schlimmsten Krise befindet, an die sich die Lebenden erinnern, blicken viele auf Priester herab. Geistliche haben Kinder und Jugendliche missbraucht, geschlagen, gedemütigt. Jetzt Priester werden? Ausgerechnet? Martin Kochalski zeigt auf den weißen Pfeil.</p>
<p>Kochalski fürchtet die Welt nicht, auch nicht die von morgen. Wie es sich anfühlt, beäugt, verdächtigt zu werden, hat er seit seiner Jugend erfahren. Er wuchs in Leipzig-Grünau auf, einem Plattenbauviertel.</p>
<p>Mitte der 80er-Jahre bauten die Katholiken dort eine Kirche: St. Martin &#8211; wie passend. Der zeltartige Bau wurde Martins Gravitationszentrum. Nicht, dass es sonst keine Zerstreuung gegeben hätte.</p>
<p>&#8220;Wer auf Erlebnis aus ist, der wird immer etwas Besseres finden als Kirche.&#8221; Auf seiner Insel im DDR-Atheismus fand Kochalski ein hohes Gut: Sinn. &#8220;Ich gehörte zu einer Jugendgruppe der Gemeinde. Oft haben wir uns jeden Tag getroffen, redeten über Glauben. Wir haben aber vor allem viel für andere, Senioren, Kinder und Jugendliche, organisiert.&#8221; Christsein, für Kochalski bedeutet das offenbar nicht, ständig von Gott zu reden, sondern Empathie &#8211; mit den Menschen sein.</p>
<p>An diesem Nachmittag im Priesterseminar Erfurt dauert es 40 Minuten, bis Kochalski das erste Mal von Gott spricht. Er lässt die Augen durch den leeren Speisesaal wandern und fasst sich ans mönchisch nach vorn gekämmte schwarze Haar. Er ist verlegen. Ob Johannes Paul II. ein Heiliger ist?</p>
<p>Gewichtige Urteile, wie sie von Priestern als Repräsentanten einer Weltkirche gerade jetzt so oft erwartet werden, fällt er nicht gern. Kommt deshalb Gott ins Spiel? &#8220;Es ist die Aufgabe Gottes, festzulegen, wer heilig sein soll&#8221;, sagt er und wirkt unzufrieden. &#8220;Ich mag es nicht, pauschal von Gott zu sprechen, so als könnte ich über ihn verfügen. Gott drängt sich nicht auf, er wartet, bis wir selbst handeln.&#8221;</p>
<p>Aus dieser Überzeugung heraus hat Martin Kochalski für sich und seine Kirche einen bemerkenswert schlichten und doch fordernden Auftrag abgeleitet: &#8220;Es geht heute nicht mehr darum, den Menschen die Welt zu erklären und Antworten zu geben auf Fragen, die keiner gestellt hat.&#8221; Kirche &#8211; er selbst &#8211; habe die Aufgabe, den Menschen Fragen zu stellen, die richtigen Fragen.</p>
<p>&#8220;Wenn die Kirche etwa die Sonntagsruhe will, kann sie das heute nicht mehr einfach nur verlangen, auf die Bibel verweisen und sagen: Am siebten Tag ruhte Gott. Das ist zu wenig. Sie muss fragen, warum für Menschen ein freier Tag wertvoll ist.&#8221;</p>
<p>Es reiche eben nicht mehr, nur die &#8220;Wahrheit&#8221; zu verkünden, man müsse sie auch erklären können. Ein Anspruch, der aus dem Erleben eines Umfelds herrührt, wo katholische Christen die absolute Minderheit darstellen. Priester sind für Martin Kochalski Männer, die das Suchen der Menschen fördern, ihr Tun immer wieder infrage stellen.</p>
<p>Martin selbst ist dies widerfahren, zum Glück. Nach dem Abitur wollte er Gemeindereferent werden &#8211; nah an der Kirche, nah an den Leuten und doch keiner sein, der gegen den Strom schwimmt. &#8220;Ich wollte Familie, hatte eine Freundin.&#8221; Er studierte Theologie, arbeitete in verschiedenen Gemeinden, meist in der Kinder- und Jugendarbeit.</p>
<p>Immer wieder stellten Menschen Fragen, die richtigen Fragen. &#8220;Vor vier Jahren bekam ich einen Brief eines Priesters aus Leipzig, der mich beobachtet hatte. Er war ganz kurz: Sie sollten Priester werden. Wenn Sie darüber sprechen wollen, kommen Sie her, wenn nicht, dann nicht.&#8221; Martin Kochalski ist hingefahren.</p>
<p>Im Flur neben dem Speisesaal bleibt Kochalski an den Fotos der Neupriester stehen. Alle fünf ostdeutschen Diözesen lassen ihre Kandidaten in Erfurt ausbilden. Vier wurden 2009 geweiht, sieben zwei Jahre zuvor &#8211; ein üppiger Jahrgang. Zwischen 2000 und 2008 gab es bundesweit nie mehr als 211 Kandidaten pro Jahr. Wie viele oder: wie wenige werden sich wohl im Krisenjahr 2010 ihrer Berufung stellen?</p>
<p>Wer Kandidat ist, ist noch lange auf dem Weg, denn die Kirche weiht längst nicht jeden. Kochalski hat in den vier Jahren im Seminar acht Mitbrüder gehen sehen, nach eigenem Entschluss und geistlichem Rat. Glaubenszweifel spielten eine Rolle, auch der Zölibat. &#8220;Unter uns zehn Seminaristen ist die Notwendigkeit der Ehelosigkeit aber nicht das beherrschende Thema. Dass der Zölibat eines Tages verschwinden könnte, ist für mich utopisch. Ich muss lernen, damit zu leben. Dafür bin ich im Priesterseminar.&#8221;</p>
<p>Nicht immer spricht Kochalski so milde von seiner Ausbildung. Die Gefahr, nach fünf Jahren relativ abgeschotteten Lebens von der Welt draußen überrascht zu werden, sei groß. &#8220;Wie soll ich eine Sprache finden, die die Menschen verstehen, wenn ich kaum unter die Menschen komme, gerade jetzt in dieser wichtigen Situation?&#8221;</p>
<p>Licht fällt in die Kapelle. Als sei ein Feuerball in einen Farbkasten gestürzt, laufen bunte Glasfenster in Kreisen um das Kreuz aus schwarzem Metall. Martin Kochalski kniet kurz nieder, schlägt das Kreuzzeichen; ein Ort, an dem über die Schande geschwiegen oder allenfalls geflüstert werden muss, ist diese Kirche für ihn aber nicht.</p>
<p>&#8220;Die Missbrauchsfälle sind im Priesterseminar Gesprächsthema Nummer eins. Auch ich bin empört über die Taten&#8221;, sagt er mit kräftiger, nicht erregter Stimme.</p>
<p>Am größten war der Schock, als er von den Fällen im bayerischen Kloster Ettal erfuhr. Einige Benediktiner wurden in den Neunzigern nach Wechselburg in Sachsen versetzt. &#8220;Wechselburg ist für mich ein spirituelles Zentrum, dorthin kommen viele Jugendliche. Zu hören, dass die Brüder als Täter infrage kommen, tut schrecklich weh.&#8221;</p>
<p>Wie es sich anfühlt, selbst verdächtigt zu werden, auch diese Erfahrung hat Kochalski gemacht. Als Gemeindeassistent in Grimma hatte er vor Jahren ein Kinderwochenende organisiert. &#8220;Da kam eine Mutter und sagte, sie wisse ja nicht, was unterwegs mit ihrem Sohn passiert. Ich habe erst nicht verstanden, was sie meint. Danach fühlte ich mich sehr betroffen.&#8221; Kochalski schweigt kurz und deutet auf die Osterkerze neben dem Altar.</p>
<p>Was die Kirche jetzt erlebt, hält er für einen notwendigen Prozess, das kann zu einem neuen Ostern führen, einem Neuanfang. &#8220;Das erdet die Kirche wieder. Vertrauen, das wir jetzt neu gewinnen, ist vielleicht mehr wert als das blinde Vertrauen, das den Priestern oft entgegengebracht wurde. Ich zweifle zwar schon jeden zweiten Tag an meiner Berufung, aber nicht wegen des Missbrauchsskandals.&#8221;</p>
<p>Der einzige echte Schmuck, den sich Martin in seiner Studentenbude leistet, ist eine kleine orientalische Sitzecke: ein Teppich, ein Holztischchen mit Intarsien, ein Bild des Jerusalemer Tempelbergs. Acht Monate hat Kochalski im vergangenen Jahr bei Mönchen auf dem Berg Zion gelebt. Seine studienfreien Tage verbrachte er gern an der Klagemauer, am Felsendom oder in der Grabeskirche.</p>
<p>&#8220;Ich wollte sehen, wie die anderen Religionen ihren Glauben zeigen. Verglichen mit Juden und Muslimen tun es Christen vielleicht oft zu wenig.&#8221; Damals reifte ein Entschluss, der in diesen Tagen noch fester geworden ist. &#8220;Viele Geistliche verzichten darauf, öffentlich aufzufallen. Ich werde einmal den Priesterkragen tragen. Nicht weil ich mich produzieren will, sondern weil ich als Priester erkennbar sein will. Immer ansprechbar.&#8221;</p>
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		<title>Haiti &#8211; Der wahre Skandal</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 20:55:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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		<description><![CDATA[«Haiti ist auch eine gewaltige politische Katastrophe» Die furchtbaren Folgen des Erdbebens auf Haiti führten mit brutaler Deutlichkeit die Wirkungslosigkeit der westlichen Entwicklungshilfe vor Augen. Ein Hauptgrund für die immens hohen Opferzahlen ist die trotz jahrzehntelangen Milliardeninvestitionen noch immer primitive &#8230; <a href="http://www.3tagezeit.de/2010/01/haiti-der-wahre-skandal/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_679" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-679  " title="haiti_056" src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2010/01/haiti_056-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Das war vor der Katastrophe</p></div>
<h3>«Haiti ist auch eine gewaltige politische Katastrophe»</h3>
<p>Die furchtbaren Folgen des Erdbebens auf Haiti führten mit brutaler Deutlichkeit die Wirkungslosigkeit der westlichen Entwicklungshilfe vor Augen. Ein Hauptgrund für die immens hohen Opferzahlen ist die trotz jahrzehntelangen Milliardeninvestitionen noch immer primitive und ärmliche Infrastruktur der Karibikinsel. NGOs aus aller Welt gaben sich die Klinke in die Hand um zu &#8220;helfen&#8221;, während am anderen Ende der Insel die Touristenclubs zum Geheimtip wachsenden Tourismus wurden. Beim allgegenwärtigen Elend, auch in der Dominikanischen Republik &#8220;bitte die Augen zu machen&#8221;.</p>
<p>Auf Haiti gilt: Wer nicht maximal gewaltbereit ist, der wird für sich und seine Nächsten kein Wasser, keine Nahrung und keine Arzneimittel sichern können. Es sei denn, US-Soldaten sind in der Nähe, sichern Transportwege und Verteilung von Hilfsgütern. (Die nicht angeliefert werden könnten, wäre nicht die USS Carl Vinson vor Ort und der Flughafen unter Kontrolle der US-Armee). Einen ebenfalls erstaunlich guten Job leistet die vergleichsweise winzige <a href="http://twitter.com/IDFinHaiti" title="Zahal" target="_blank" class="liexternal">Zahal</a>. Unter Effizienzgesichtspunkten möchte man seine Spenden dem US-Militär zukommen lassen. Aber die Kehrseite darf nicht unbeleuchtet bleiben:</p>
<p>”<strong>Haiti entwickelt sich wieder zur Kolonie</strong></p>
<p>Die Folgen des Erdbebens in Haiti sind noch unabsehbar, doch die USA, Frankreich und Brasilien streiten bereits um die Vorherrschaft im Land. Die haitianische Regierung schaut ohnmächtig zu. Experten prognostizieren, dass das Land in den nächsten Jahren wieder zu einer Art Kolonie werden wird.</p>
<p>So kamen gestern Abend wieder im ZDF alle Gutmenschen zusammen, denen jede Katastrophe recht ist, um sich ins Bild zu rücken: Frau Thomalla und Herr Gottschalk, Frau Glas und Herr Maffay, Herr Klose und Frau Connor. Und alle wollen den Kindern von Haiti helfen &#8211; und auch ein wenig sich selbst.</p>
<p>Da bleibt zu hoffen und zu beten, das all die gut gemeinten Spenden und Hilfen da ankommt, wo es hingehört, zu den Kindern. Sie trifft es ja immer am härtesten &#8211; auch schon vor der Katastrophe. Denn der Einsatz von Kinder-Sklaven auf Haiti ist ja nichts neues.</p>
<p>Doch wehe, die Krisen- und Katastrophengewinnler sind schon im Anmarsch. Im ersten Flugzeug das nach dem Erdbeben landete war wohl voll mit Journalisten, Satellitenschüsseln  und Sendeanlagen, damit auch die Quote wieder stimmt.</p>
<p>Und dann die Frage, die immer in solchen Situationen gestellt wird:</p>
<h3>Warum lässt Gott das zu?</h3>
<p>Nun, abgesehen davon, das so eine Frage, auf ein eigenartiges Gottesbild des Fragenden schließen lässt, könnte man Antworten: Warum sollte er den nicht?</p>
<p>Nein, die Frage sollte sein:</p>
<h3>Warum Gott, hast Du das getan?</h3>
<blockquote><p>Irret euch <strong>nicht</strong>! <strong>Gott</strong> <strong>lässt</strong> <strong>sich</strong> <strong>nicht</strong> spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten. So heißt es im Glaterbrief</p></blockquote>
<p>Gier, Hass, Diebstahl, Korruption, diktatorische Verhältnisse, Kinder-Sklaven, Ausbeutung, Vetternwirtschaft, Vodookult usw.</p>
<p>Möglicherweise ist ein weiteres Warnzeichen, mit 9/11, Tsunami und Finanzkrise häufen sich die globalen Krisen, die, die Ratlosigkeit der Welt offenbar machen. Wann hören wir (Christen mal zuerst) wieder auf Gott, nehmen Ihn wieder ernst. Sind nicht solche Ereignisse angekündigt, wie auch die Wiederkunft Jesu angekündigt wurde.</p>
<p>Denn:</p>
<blockquote><p><strong>&#8220;Euer Herz erschrecke nicht, glaubt an Gott und glaubt an mich.&#8221; Joh. 14,1</strong></p></blockquote>
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		<title>Tips für ein erfülltes Leben</title>
		<link>http://www.3tagezeit.de/2009/07/tips-fur-ein-erfulltes-leben/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=tips-fur-ein-erfulltes-leben</link>
		<comments>http://www.3tagezeit.de/2009/07/tips-fur-ein-erfulltes-leben/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 19 Jul 2009 08:07:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[Gott]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Träme]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.achimgrafe.de/?p=549</guid>
		<description><![CDATA[Träume groß, gehe Risiken ein, lebe mutig. Mache es dir zur Gewohnheit: Früh ins Bett und früh aufstehen. Liebe tief und leidenschaftlich. Bleib mit Gott verbunden: jede Minute, jeden Tag. Sei schnell im Loben, langsam in der Kritik. Geh den &#8230; <a href="http://www.3tagezeit.de/2009/07/tips-fur-ein-erfulltes-leben/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2009/07/leben.png" class="liimagelink" rel="lightbox[549]"><img class="alignleft size-full wp-image-550" title="leben" src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2009/07/leben.png" alt="leben" width="499" height="127" /></a></p>
<ol>
<li>Träume groß, gehe Risiken ein, lebe mutig.</li>
<li>Mache es dir zur Gewohnheit: Früh ins Bett und früh aufstehen.</li>
<li>Liebe tief und leidenschaftlich.</li>
<li>Bleib mit Gott verbunden: jede Minute, jeden Tag.</li>
<li>Sei schnell im Loben, langsam in der Kritik.</li>
<li>Geh den extra Kilometer. Gebe anderen Menschen voller Freude mehr als sie erwarten.</li>
<li>Lebe das Leben mit ewiger Perspektive.</li>
<li>Gebe großzügig ohne etwas im Gegenzug zu erwarten.</li>
<li>Schreibe anerkennende Briefe jeden Tag.</li>
<li>Lese mehr Bücher und schaue weniger fern.</li>
<li>Für jedes zeitgenössische Buch, lese ein Buch aus dem letzten Jahrhundert.</li>
<li>Gebe schnell eigene Fehler zu und bitte um Vergebung.</li>
<li>Jeder Tag, an dem du lachst und weinst, ist ein guter Tag.</li>
<li>Mache Fehlschläge zu Sprungbrettern zum Erfolg.</li>
<li>Sage deinem Ehepartner und deinen Kindern täglich, dass du sie liebst.</li>
<li>Rufe oft deine Mutter an.</li>
<li>Schau den Menschen in die Augen.</li>
<li>Sei begeistert.</li>
<li>Suche dir einen stillen Ort, um dich zum Beten zurückzuziehen, so dass du deine Augen auf Jesus gerichtet hälst.</li>
<li>Sei immer Ratgeber für jemanden und lasse dich immer beraten.</li>
<li>Sage unter allen Umständen Dank.</li>
<li>Denke über den Topfrand hinweg, sei kreativ.</li>
<li>Zahle niemals Falsches auf Falsches zurück, nehme niemals Rache.</li>
<li>Säe großzügig. Wie du säst, so wirst du ernten.</li>
<li>Lächele und genieße das Leben. Halte an und rieche an den Rosen.</li>
<li>Gehe nicht wie ein Tourist durch das Leben; sei Gottes Abgesandter.</li>
<li>Mache dein Heim zu einem Ort von Freude und Frieden.</li>
<li>Knüpfe heute Freundschaften fürs Leben.</li>
<li>Mache dir keine Gedanken darüber, was die Leute von dir denken; sie denken nicht an dich.</li>
<li>Deine Einstellung und dein Charakter sind wichtiger als dein Aussehen.</li>
</ol>
<p>Von Dale Ditto, USA-Lexington, Kentucky</p>
<p>Finanzberater und ehemaliger Rechtsanwalt</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Asaf wird ermordet – und reist um die Welt</title>
		<link>http://www.3tagezeit.de/2008/11/asaf-wird-ermordet-%e2%80%93-und-reist-um-die-welt/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=asaf-wird-ermordet-%25e2%2580%2593-und-reist-um-die-welt</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Nov 2008 18:02:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Vater bittet Touristen via Internet, ein Foto seines ermordeten Sohnes ans Urlaubsziel mitzunehmen: &#8220;Weil Asaf nicht mehr um die Welt reisen kann, wollte ich die Welt zu ihm bringen.&#8221; Tausende Menschen schickten bereits Bilder ein. Vom Kilimandscharo ebenso wie &#8230; <a href="http://www.3tagezeit.de/2008/11/asaf-wird-ermordet-%e2%80%93-und-reist-um-die-welt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2008/11/bwt2008page.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[228]"><img class="alignnone size-medium wp-image-230" title="bwt2008page" src="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2008/11/bwt2008page-213x300.jpg" alt="" width="213" height="300" /></a></p>
<p>Ein Vater bittet Touristen via Internet, ein Foto seines ermordeten Sohnes ans Urlaubsziel mitzunehmen: &#8220;Weil Asaf nicht mehr um die Welt reisen kann, wollte ich die Welt zu ihm bringen.&#8221; Tausende Menschen schickten bereits Bilder ein. Vom Kilimandscharo ebenso wie vom ehemaligen Konzentrationslager Majdanek.</p>
<p><span id="more-228"></span>An einem Junitag vor fünf Monaten beschloss Yossi Zur, seinem Sohn Asaf die Zukunft zurückzugeben. Asaf, genannt „Blondi“, war 16, als ihn ein palästinensischer Selbstmordattentäter im März 2003 in einem Bus in Haifa in die Luft jagte. Asaf war ein hübscher Teenager, der laute Rapmusik, Schokolade und Wellenreiten liebte. Er machte gerade seinen Führerschein und wartete voller Ungeduld darauf, allein Auto fahren zu dürfen. Er lachte viel und feierte gern. Für den jungen Palästinenser, der mit einem 17 Kilo schweren Sprengstoffgürtel in den Bus Nummer 37 stieg, war Asaf nur eines: Israeli. Ein Feind. Außer Asaf und dem Attentäter starben 15 weitere Passagiere bei der Explosion. Zwölf von ihnen waren jünger als 21.</p>
<p>„Wenn Asaf noch leben würde, dann hätte er die Welt erobert“, sagt sein Vater, der israelische Softwareingenieur Yossi Zur. Asaf habe immer davon geträumt, einmal an den Stränden von Hawaii und Australien zu surfen. Auch habe er es geliebt, neue Menschen kennenzulernen. Deshalb startete Yossi Zur im Sommer einen Aufruf im Internet. Auf die <a href="http://www.blondi.co.il/eng_site/index.html" onclick="s_objectID=&quot;http://www.blondi.co.il/eng_site/index.html_1&quot;;return this.s_oc?this.s_oc(e):true" target="_blank" class="liexternal">Homepage</a>, die er zum Gedenken an Asaf eingerichtet hatte, setzte er ein herunterladbares Poster seines Sohnes und bat per Videobotschaft Menschen in aller Welt, das Bild mit auf Reisen zu nehmen. Am Ziel angekommen, sollten sie ein Foto von dem Bild und dem Ort machen und zurückschicken. „Weil Asaf nicht mehr um die Welt reisen kann, wollte ich die Welt zu ihm bringen.“</p>
<p>Die Resonanz war überwältigend. In den vergangenen fünf Monaten hat Yossi Zur 850 Fotos aus 65 Ländern zugeschickt bekommen. Der Spanier Alberto nahm Asaf mit auf die Spitze des Kilimandscharo. Eine israelische Schulgruppe hatte das Foto auf ihrer Reise in das ehemalige polnische Konzentrationslager Majdanek dabei, ein israelischer Tourist bat Händler auf einem Markt auf Sansibar, sich mit Asafs Bild fotografieren zu lassen. Eine Frau hat das Foto des Jungen an einen Sandstrand von Hawaii gelegt und mit einem Blumenkranz geschmückt. Fast alle Bilder sind Amateuraufnahmen, die wie typische Urlaubsschnappschüsse aussehen. Aber nicht die Qualität war für Zur entscheidend, sondern das Gefühl, dass sein Sohn nun doch noch in die Welt reisen kann – und sei es nur virtuell. Besonders berührt habe ihn, dass sich so viele Menschen Gedanken über seinen Sohn gemacht hätten.</p>
<p>Ein Karikaturist schickte kein Foto, sondern eine Zeichnung: Sie zeigt Asaf, wie er mit einem Surfbrett den Globus umrundet. Ein Bergsteiger bat seine Seilschaft auf dem Weg zum Mount Everest, anzuhalten, damit ein Foto von Asafs Bild gemacht werden konnte.</p>
<p>Yossi Zur sagt, dass er seit Asafs Tod ein doppeltes Leben führt. Das eine nennt er das „normale“ Leben, mit seiner Frau und den drei Söhnen – der jüngste ist drei und wurde nach Asafs Tod geboren. „Man setzt die ‚Glücklich-Maske‘ auf, auch wenn man sich gar nicht so fühlt“, sagt er. Denn zu viel gelebter Schmerz mache einsam.Im zweiten Leben treffen sich Zur und seine Frau oft mit anderen Eltern, die ein Kind verloren haben. Sie haben einen Kindergarten in der Nachbarschaft gegründet, der Asafs Namen trägt. Und kurz vor dem 21.Geburtstag von Asaf vor einem Jahr startete Yossi Zur einen Aufruf, in dem er um Steine aus aller Welt bat, die er – einer alten jüdischen Tradition folgend – seinem Sohn ans Grab legen konnte. Wann das Fotoprojekt zu Ende sein soll, weiß Zur noch nicht. Er überlegt, ein Buch daraus zu machen. Gern würde er auch von Palästinensern gemachte Bilder darin aufnehmen, doch bislang hat er noch keine bekommen: „Wenn mein Sohn im Geist an Orte käme, die er zu Lebzeiten nie gesehen hätte, hätte ich das Gefühl, etwas erreicht zu haben.“</p>
<p> </p>
<p>Was Yossi Zur sicher weiß, ist, dass es nicht das letzte Projekt dieser Art sein wird. „Seit Asafs Tod lebe ich dafür sicherzustellen, dass Menschen in der ganzen Welt von Asaf erfahren und sich an ihn erinnern“, sagt Zur und fügt hinzu: „Dass sie erfahren, dass ein so guter und schöner junger Mensch getötet wurde – völlig sinnlos.“</p>
<p><a href="http://www.blondi.co.il/eng_site/index.html" target="_blank" class="liexternal">Zu Asafs Website</a><br />
<a href="http://www.3tagezeit.de/wp-content/uploads/2008/11/bwt2008page.jpg" class="liinternal" rel="lightbox[228]"> Zum Bilddownload</a></p>
<p><span style="color: #0000ff;"><em>VON MIRIAM HOLLSTEIN &#8211; Die Welt</em></span></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Die Menschen sind unvern&#xfc;nftig,</title>
		<link>http://www.3tagezeit.de/2008/04/die-menschen-sind-unvernnftig/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=die-menschen-sind-unvernnftig</link>
		<comments>http://www.3tagezeit.de/2008/04/die-menschen-sind-unvernnftig/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Apr 2008 20:33:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Freunde]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Menschen sind unvern&#x00fc;nftig, unlogisch und egoistisch, LIEBE SIE TROTZDEM. Wenn du Gutes tust, werden sie dir selbsts&#x00fc;chtige, eigenn&#x00fc;tzige Motive vorwerfen, TUE TROTZDEM GUTES. Wenn du erfolgreich bist, gewinnst du falsche Freunde und echte Feinde, HABE TROTZDEM ERFOLG. Das Gute, &#8230; <a href="http://www.3tagezeit.de/2008/04/die-menschen-sind-unvernnftig/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Menschen sind unvern&#x00fc;nftig,<br />
unlogisch und egoistisch,<br />
<span style="color: rgb(51,51,153);">LIEBE SIE TROTZDEM</span>.<br />
Wenn du Gutes tust,<br />
werden sie dir selbsts&#x00fc;chtige,<br />
eigenn&#x00fc;tzige Motive vorwerfen,<br />
<span style="color: rgb(51,51,153);">TUE TROTZDEM GUTES.</span><br />
Wenn du erfolgreich bist, gewinnst du<br />
falsche Freunde und echte Feinde,<br />
<span style="color: rgb(51,51,153);">HABE TROTZDEM ERFOLG.</span><br />
Das Gute, das du heute tust,<br />
wird morgen vergessen sein,<br />
<span style="color: rgb(51,51,153);">TUE TROTZDEM GUTES.</span><br />
Ehrlichkeit und Offenheit<br />
machen dich verletzbar,<br />
<span style="color: rgb(51,51,153);">SEI TROTZDEM OFFEN UND EHRLICH</span>.<br />
Was du &#x00fc;ber Jahre aufgebaut hast,<br />
kann &#x00fc;ber Nacht zerst&#x00f6;rt werden,<br />
<span style="color: rgb(51,51,153);">BAUE TROTZDEM.</span><br />
Menschen brauchen wirklich Hilfe,<br />
m&#x00f6;gen dich aber angreifen,<br />
wenn du ihnen hilfst,<br />
<span style="color: rgb(51,51,153);">HILF IHNEN TROTZDEM.</span><br />
Gib der Welt dein Bestes<br />
und sie wird dich daf&#x00fc;r ins Gesicht treten,<br />
<span style="color: rgb(51,51,153);">GIB DER WELT TROTZDEM DEIN BESTES</span>.<br />
<span style="color: rgb(51,51,153);">Mutter Theresa</span></p>
]]></content:encoded>
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