Menschen

Menschen 2008

 

Die Fernsehshows haben da einiges vergessen!

 

Daher diese Erinnerung:

Rocklegende Larry Norman – starb am 24. Februar 2008

Larrys letzter Besuch in Deutschland. Erinnerung an das Maiday 2007 – Festival

Er erzählte immer von Jesus!

Maiday 2007 – zum sechsten Mal laden die Veranstalter zum Musikfestival nach Minden. Das Lineup – mal wieder ein Leckerbissen-Mix aus Rock, Alternative bis hin zu Hard- oder Emo-Core, HipHop, ein bisschen Pop, ein bisschen Progressive – Kutless und Bethany Dillon, Blindside, Fireflight und John Reuben, Allee der Kosmonauten und die FeierAbend-Band sind am Start. Und zwischen all diesen Namen der aktuellen christlichen Musikszene einer, der schon fast verklungen schien …  

Rockopa mit Feuer in den Augen Er sieht zerbrechlich und müde aus, der kleine hagere, langhaarige Mann, der da etwas zusammengesunken auf der Talkbühne des Maiday sitzt. Doch als die erste Interviewfrage gestellt ist, richtet er sich auf und beginnt zu erzählen: Geschichten aus seinem Musikerleben, witzige Anekdoten – immerhin muss nicht jedermanns Hauskreis in den „Untergrund“ gehen, weil ausländische Reiseveranstalter Touren mit dem Programm „Mittwoch – Disneyland, Donnerstag – Larry Normans Hauskreis …“ anbieten. Doch vor allem redet dieser Mann über Jesus – mit Begeisterung, Feuer und leuchtenden Augen. Zugegeben, um schon mal von Larry Norman gehört zu haben, muss man wohl etwas älter sein als 25. Immerhin ist er mit seinen sechzig Jahren ein Rockopa, von der ehemals langen blonden Mähne ist nur noch ein schütterer Rest geblieben und sein Gesundheitszustand ist, gelinde gesagt, bedenklich. Aber um es kurz zu sagen – und gegebenenfalls eine Wissenslücke zu schließen: Ohne Larry Norman wäre die christliche Musikszene nicht, wie sie ist. Punkt!

On stage mit Jimi Hendrix Der musikalische Überflieger gilt als einer der wichtigsten Vorreiter der heutigen frommen Musik. Schon die, die heute als Vorbilder genannt werden – Petra, Michael W. Smith, dcTalk – haben von ihm gelernt und profitiert. Larry Norman hat mit Größen wie Jimi Hendrix, Janis Joplin, den Doors oder Bob Dylan (der sich, nebenbei bemerkt, in Larrys Hauskreis bekehrt hat) auf der Bühne gestanden, Sammy Davis, Jr. und Petula Clark haben seine Songs gecovert, Van Morrison und U2 zählen sich zu seinen Fans. Er hat Konzerte auf der ganzen Welt gegeben, unter anderem in der legendären Hollywood Bowl, im Opernhaus in Sydney oder in der Londoner Royal Albert Hall (sechsmal vor ausverkauftem Haus!).  

Trotz all dieser Erfolge war Larry von Anfang an heftig umstritten: den Frommen zu weltlich, der „Welt“ zu fromm. Seine Schallplatten (jahaha, damals gab’s sie noch, die großen schwarzen Scheiben!) wurden aus den christlichen Buchläden verbannt, weil seine Texte zu herausfordernd und seine Musik überhaupt vom Teufel schien. Es dauerte viele Jahre, bis sein Beitrag zur Entwicklung der christlichen Musikszene allgemein anerkannt wurde.   

Wie es scheint, interessiert sich Larry nicht so sehr für seinen Erfolg. Er hat sich nie groß darum gekümmert, dass seine Alben sich gut verkauften. Er wollte von Jesus singen und reden. Damals, in den Siebzigern, als er noch in San Francisco lebte, ein echtes Flower Power Kid und die Identifikationsfigur der Jesus-Bewegung, lief er an mindestens zwei Tagen in der Woche einfach seine Straße rauf und runter und erzählte den Leuten, dass Jesus sie liebt. Als er 2001 in die Gospel Music Hall of Fame aufgenommen werden sollte, konnte er leider dem Festakt nicht beiwohnen, weil er immer noch, über 30 Jahre später, die Straße hoch und runter lief um mit den Leuten über Jesus zu reden. Was soll der Mann noch tun, dass man ihm abnimmt, wie ernst es ihm mit diesem Jesus ist?  

„You must feed the poor!“ 

Als Larry Norman spät am Abend die Festivalbühne des Maiday betritt, weiß wahrscheinlich ein Großteil der meist jungen Zuhörer nicht, wen sie da vor sich haben. Sie sind wegen Kutless, Bethany Dillon oder John Reuben gekommen. Doch als der alte Mann anfängt zu singen, in seiner unnachahmlichen, lässig-rockigen Art, mit seiner außergewöhnlichen Stimme, der man das Alter nicht anhört, da sind schnell auch die begeistert dabei, die Larry noch nicht kannten. Und wieder ist es da, das begeisterte Leuchten in seinen Augen, als er von Jesus rockt und redet. Songs wie „Why should the devil have all the good music?! – Warum sollte der Teufel all die gute Musik kriegen?!“, „I wish we’d all been ready – Ich wünschte, wir wären alle bereit“ oder „Messiah – Messias“, die er, begleitet von den Mitgliedern der Band Warnambool, performt, sprechen für sich, und einige Mittdreißiger singen begeistert Wort für Wort mit.

„You must feed the poor!“, ruft Larry eindringlich von der Bühne herunter. „Ihr müsst den Armen zu Essen geben! Lebt ein kompromissloses Leben für Jesus! Fragt euch nicht: ‚Was muss ich tun oder aufgeben?‘ Fragt euch: ‚Wie kann ich wirklich für Jesus leben?‘! Alles andere folgt daraus!“ Es ist ein Auftritt, der bewegt und begeistert.  

Hunderttausende von Menschen hat Larry Norman mit seinen Aufrufen zu kompromisslosem Christsein bewegt, beeinflusst, angetrieben. Er hat nie aufgehört, leidenschaftlich von dem zu reden, der sein Lebensinhalt ist. Damals, Mitte der Siebziger, hat er einen Song über die Erlebnisse mit seinen Kritikern geschrieben: In „Shot Down“ erzählt er davon, wie die Leute über ihn geredet, ihn als Skandal abgestempelt, ihn rumgeschubst, als Sünder beschimpft und abgelehnt haben. Im Refrain sang er damals: „But like a moth drawn to a flame here I am, talking ‚bout Jesus just the same! – Aber wie eine Motte, die von der Flamme angezogen wird, bin ich immer noch hier und erzähle von Jesus!“  

Preach on, brother!

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Hallo, ich heiße Achim, von Beruf Druckereikaufmann und seit längerer Zeit auch Blogger. Aber nicht von Beruf, sondern nur aus Spaß. Mein Lieblingsthema ist "Christsein so wie es Jesus gemeint hat." Ich hoffe Dir hat dieser Artikel gefallen. Über Dein Feedback würde ich mich riesig freuen ;-)

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