Menschen

Nicht geschadet?

Der ehemalige Chefvolkswirt der Deutschen Bank verteidigt Bischof Mixa und das Prügeln von Kindern.

Norbert Walter ist Chefvolkswirt der Deutschen Bank. Und er war gestern praktisch die einzige Stimme, die dem Augsburger Bischof Mixa nach seinem „Watschengeständnis“ öffentlich beisprang – mit einem bemerkenswerten Argument: Er, so Walter, sei von seiner Mutter ebenfalls geprügelt worden, und ihm habe das schließlich auch nicht geschadet. Die Kritiker Mixas bezeichnete das Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken in diesem Zusammenhang als „fundamentalistische Aufklärer“.
Fast überall sonst kam Mixas trotziges Geständnis sehr viel weniger gut an: Politiker von SPD und Grünen fordern mittlerweile seinen Rücktritt und selbst der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, der CSU-Politiker Alois Glück, lehnte solche Forderungen nur mehr mit der Begründung ab, dass sie „gegenwärtig“ falsch seien und erst der Sachverhalt vollständig aufgeklärt werden müsse. Auch die Kommentarspaltungen der Zeitungen waren sich weitgehend einig, dass der Bischof seinen Hut nehmen solle. Die Süddeutsche Zeitung meinte, selbst wenn Mixa sich noch einige Zeit im Amt halte könne, ändere das nichts an der Tatsache, dass das Bistum Augsburg eigentlich keinen Bischof mehr habe: „Da ist nur noch ein Mann im Bischofsornat, aber es fehlt ihm das, was dieses Amt auszeichnen soll: Glaubwürdigkeit, Autorität, Integrität und Würde“.

Zitat eines Kommentators:

Dass die Gesellschaft inzwischen schon wieder so degeneriert ist, dass es als normal gilt, Kinder zu schlagen, ist dem dumpfreaktionären Christentum und seinem konservativen Roll Back zu verdanken. Es wird Zeit, dem etwas entgegen zu setzen und das Aufstellen gesellschaftlicher Normen nicht länger religionsverdummten Menschenfeinden zu überlassen, die sich das falsche Etikett der Nächstenliebe anheften, um eine moralische Erhabenheit vorzugaukeln, deren Gegenteil sie verkörpern. Religion ist eine psychische Krankheit, die sich zwar nicht therapieren lässt, aber ihre Opfer dürfen politisch und gesellschaftlich nichts mehr zu melden haben.

Daran wird deutlich, das der so genannte „MissbrauchsSkandal“ zu einer antichristlichen Kampagne gemacht wird. Es geht nicht mehr um die Opfer. Sondern das Leid dieser Opfer wird genutzt um Schlagzeilen, Sensationen und vermeintliche „Täter“ ohne jeden Beweis an den Pranger zu stellen.

Aber es stand schon jemand am Pranger, für Täter und Opfer.

Autor

Hallo, ich heiße Achim, von Beruf Druckereikaufmann und seit längerer Zeit auch Blogger. Aber nicht von Beruf, sondern nur aus Spaß. Mein Lieblingsthema ist "Christsein so wie es Jesus gemeint hat." Ich hoffe Dir hat dieser Artikel gefallen. Über Dein Feedback würde ich mich riesig freuen ;-)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.