Kirche 2.0

Ein Fest des Glaubens….

…könnte es wohl werden. Aber auch das diesjährige Motto des „Deutschen Evangelischen Kirchentages“ lässt anderes vermuten. „Soviel Du brauchst“ eigentlich heißt es:

Aber als man’s nachmaß, hatte der nicht darüber, der viel gesammelt hatte, und der nicht darunter, der wenig gesammelt hatte. Jeder hatte gesammelt, soviel er zum Essen brauchte.
2. Mose 16,18

Ja, es stimmt, unser Herr versorgt uns alle mit dem was wir täglich brauchen. Alleine das wäre schon ein Fest wert. Ein Fest der Dankbarkeit und der Liebe zu unserem Herrn. Doch liest man das ganze Kapitel 2. Mose 16, wird deutlich, das es vor allem um das Murren und den Ungehorsam des Volkes gegen Gott geht. Die „Krankheiten Ägyptens“ sitzen noch fest in diesem Volk. Die Ordnungen Gottes haben sie noch nicht verinnerlicht. Die Freiheit in die sie Gott geführt hat ist ihnen noch fremd.
Diese Fremdheit weht auch durch das Programm des Kirchentages. Aus dem „Soviel Du brauchst“ könnte auch ein „Wie es Dir gefällt“ werden. Nicht ein Fest des Glaubens, sondern wohl eher ein Fest für vielseitig Interessierte. Ob interkulturell, wirtschaftlich, politisch, sozialpolitisch, interreligiös all das hat seinen Platz, barrierefrei, und eine App gibt es auch. Da kommt mir ein Begriff in den Sinn den ich gestern in einem anderen Zusammenhang hörte: „Kirchenmurks“.

Dazu passt auch das folgende Zitat:

Eins der wichtigen Anliegen des Kirchentags als eine der umweltfreundlichsten Großveranstaltungen in Deutschland ist der Klimaschutz. (Zitat)

Einen Kirchentag brauch man dafür nicht.

Dennoch, es gibt Hoffnung.
Für Jesus sind auch die Türen eines Kirchentages nicht verschlossen. Er wird sich seinen Weg in die Herzen einzelner Menschen suchen. Ganz ohne Brimborium, ohne Podium und Kanzel, einfach so. „Denn wer mich von Herzen sucht, der wird mich finden.“ so hat er gesagt. Auch dafür brauch man keinen Kirchentag. So schließe ich mich den Worten eines Evang. Pfarrers an: „Da fährt man doch nur hin, wenn man muss“.

Wer dennoch daran teilnimmt, dem wünsche ich von Herzen Gottes Segen.

Wer Luther-Socken und ähnlichen Klimbim braucht, den gibst´s hier. Allerdings erst wieder ab 13. Mai 2013.

Bis dahin empfehle ich ein wirklich gutes Buch, dass mit mit so manchem Unsinn heutiger Theologie aufräumt. Der von mir sehr geschätzte Theologe Klaus Berger entlarvt in eindrücklicher Weise die Irrtümer und Irrlehren. die immer noch an Unis und Theologischen Hochschulen gelehrt werden, und zur allgemeinen Verführung beitragen.

»Was einige Theologen heutzutage über Jesus Christus schreiben ist schier unerträglich!« Klaus Berger, der streitbare alte Mann der neutestamentlichen Bibelexegese, räumt mit liebgewonnenen Legenden auf, die in seiner Kollegenzunft kreisen. Sein Befund: Die Bibelforschung strotzt vor Denkverboten, Ignoranz und philosophischen Moden, die ans Märchenerzählen grenzen. Schlimmer noch, auf diese Weise betreiben viele Theologen ungewollt das Geschäft der Atheisten: Sie verstellen den Weg zum Glauben. Berger hält dagegen: Jesus war kein Gutmensch, Gesundbeter und sanftmütiger Weisheitslehrer, sondern lebendiger Gott, der Teil unserer Geschichte geworden ist. Sein Buch öffnet dem Leser einen Zugang zu Jesus von Nazaret, der beide Perspektiven in den Blick nimmt: seine menschliche und seine göttliche Natur.[amazon-product]3629021859[/amazon-product]

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Autor

Hallo, ich heiße Achim, von Beruf Druckereikaufmann und seit längerer Zeit auch Blogger. Aber nicht von Beruf, sondern nur aus Spaß. Mein Lieblingsthema ist "Christsein so wie es Jesus gemeint hat." Ich hoffe Dir hat dieser Artikel gefallen. Über Dein Feedback würde ich mich riesig freuen ;-)

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