Dir zum Trotz Gott!

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Vor ein paar Tagen in Israel fand ich dieses bewegende Gebet:

Jossel Rackover, ein Jude, schrieb 1945 im brennenden Getto von Warschau folgenden Abschiedsbrief:

… Gott von Israel, ich bin hierher geflohen, um dir ungestört dienen zu können, um deine Gebote zu erfüllen und deinen Namen zu heiligen. Du aber hast alles getan, damit ich nicht an dich glaube. Solltest du meinen, es wird dir gelingen, mich von meinem Weg dir nach abzubringen, so sage ich dir, mein Gott und Gott meiner Väter. Es wird dir nicht gelingen. Du kannst mich schlagen, mir das Beste und Teuerste nehmen, das ich auf der Welt habe. Du kannst mich zu Tode peinigen – ich werde doch immer an dich glauben. Ich werde dich immer lieb haben – dir selbst zum Trotz! Und das sind meine letzten Worte an dich, mein zorniger Gott: Es wird dir nicht gelingen! Du hast alles getan, damit ich nicht an dich glaube, damit ich an dir verzweifle! Ich aber sterbe, genau wie ich gelebt habe: Im felsenfesten Glauben an dich! Gelobt seist Du in alle Ewigkeit! Amen.

Gut geträumt?

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Ein Sultan hatte geträumt, er verliere alle Zähne.

Gleich nach dem Erwachen fragte er einen Traumdeuter nach dem Sinn des Traumes. „Ach, welch ein Unglück, Herr!“, rief dieser aus, „Jeder verlorene Zahn bedeutet den Verlust eines deiner Angehörigen!“
„Was, du frecher Kerl“, schrie ihn der Sultan wütend an, „was wagst du mir zu sagen? Fort mit dir!“ Und er gab den Befehl: „Fünfzig Stockschläge für diesen Unverschämten!“

Ein andere Traumdeuter wurde gerufen und vor den Sultan geführt. Als er den Traum erfahren hatte, rief er: „Welch ein Glück! Welch ein großes Glück! Unser Herr wird alle die Seinen überleben!“
Da heiterte sich des Sultans Gesicht auf und er sagte: “ Ich danke dir mein Freud. Gehe sogleich mit meinem Schatzmeister und lasse dir von ihm fünfzig Goldstücke geben!“

Auf dem Weg sagte der Schatzmeister zu ihm: „Du hast den Traum des Sultans doch nicht anders gedeutet, als der erste Traumdeuter!“
Mit schlauem Lächeln erwiderte der kluge Mann:

„Merke dir, man kann vieles sagen, es kommt nur darauf an, wie man es sagt!“

Autor unbekannt

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